VG-Wort Pixel

Ramponiertes Grün Rasen nachsäen: Warum jetzt die perfekte Zeit ist, lästige Löcher zu stopfen

Rasen nachsäen: Mann streut mit der Hand Rasensamen auf eine braune Stelle
Operation am offenen Rasen: Der meist regenreiche September eignet sich perfekt, um sich kahlen Stellen im Rasen zu widmen.
© Visionpictures / Picture Alliance
Es sind keine Schandflecken – und doch nerven die kahlen Stellen, die sich nach dem Sommer auf ramponierten Rasenflächen zeigen. Wie Sie die Löcher clever stopfen und warum der Wetterbericht dabei wichtig ist. 

Der Sommer war trocken und anstrengend. Nicht nur für Mensch und Tier. Auch die Flora in den Millionen Schreber- und Vorgärten ächzte, weil das wichtige Nass fast in allen Regionen Deutschlands sehr spärlich vom Himmel fiel. Vor allem die vielen Rasenflächen verwandelten sich binnen Tagen und Wochen vom satten Grün in ein schmutziges und fleckiges Gelb. Schlimmer noch: An manchen Stellen wächst kein einziger Grashalm mehr. Auch, weil die Wiese zusätzlich wochenlang von Kinderfüßen malträtiert und fürs Sonnenbaden in Beschlag genommen wurde. 

Jetzt heißt es: Rasen nachsäen und Löcher stopfen. Warum das im Herbst sein muss, was Sie dafür brauchen und warum weniger beim Rasen säen nicht unbedingt mehr ist, erklären wir in diesem Artikel.

Warm und feucht: Die Zauberformel fürs Nachsäen

Planschbecken, Rutsche, Fußballtore, Schirmständer. Was stand da im Sommer nicht alles auf der Wiese rum. Dazu kaum Regen. Kein Wunder, dass das Grün irgendwann streikt. Ja, Löcher und kahle Stellen im Rasen sind ärgerlich, aber kein Grund zum Verzweifeln. Der feucht-warme Spätsommer und Herbst passt perfekt, um die lästigen Lücken in der Wiese wieder zu schließen, bevor sich Klee und Löwenzahn darauf ausbreiten. Denn sind die Störenfriede einmal da, bekommt man sie nur mit großem Aufwand wieder los.

Das sollten Sie wissen

Rasensamen lieben es feucht und warm. Im Herbst zehrt der Boden noch von etwas Restwärme aus den heißen Sommermonaten. Das kommt den Keimlingen zugute. Auch das Rasen bewässern fällt weitgehend flach, weil die dringend benötigten Niederschläge im September und Oktober zumeist wieder üppiger ausfallen.

Richtig Rasen nachsäen: Die Vorbereitung

Sie werden es ahnen: Natürlich ist auch beim Rasen nachsäen die richtige Vorbereitung das A und O. Zunächst sollten Sie den Rasen mähen und sorgfältig sämtliche Wurzelreste, Steine und Moosklümpchen von den kahlen Stellen absammeln. Um etwas Luft in den Boden zu bekommen, kann der Boden danach mit einem Rechen oder kleinen Grubber etwas angeraut und gelockert werden.

In vier Schritten zurück zum Traumrasen

1. Erde sorgfältig auflockern

2. Rasensamen großzügig verteilen

3. Rasensamen im Boden festtreten

4. Boden vorsichtig angießen

Beim Verteilen der Rasensamen auf den kahlen Stellen kann man nicht allzu viel falsch machen. Aus ästhetischen Gründen ist es sinnvoll für das Ausbessern die selbe Samenmischung zu verwenden, die beim ersten Säen des Rasens benutzt wurde. Achten Sie darauf, dass diese trocken und noch nicht zu lange gelagert wurden. Im Zweifel lohnt es sich, frisches Saatgut nachzukaufen. Sähwanne und Streuwagen können wegen der zumeist kleinen Flächen im Schuppen bleiben. Streuen Sie die Samen aus der hohlen Hand gleichmäßig und großzügig aus. Achten Sie darauf, dass auch an den Rändern Samen verteilt werden.

Nach dem Säen: Festtreten, angießen, abwarten

Damit die Samen nicht beim ersten kräftigen Herbstgewitter vom Winde verweht oder beim Angießen weggespült werden, müssen sie vorsichtig festgetreten werden. Rasensamen sind Lichtkeimer. Im Gegensatz zu sogenannten Dunkelkeimern brauchen Sie ausreichend Sonnenlicht, um sich zu entwickeln. Wer die Samen also im Boden verbuddelt, wird vergeblich auf frische grüne Grashalme warten. Als kleinen Wachstums-Booster können Sie die betroffenen Stellen auf nährstoffarmen Böden mit ein paar Händen voll humusreicher Blumenerde bestreuen. Wichtig: Werfen Sie einen Blick auf die Wettervorhersage in Ihrer Region, bevor Sie mit dem Ausbessern beginnen. Je regelmäßiger es in den ersten drei bis vier Tagen nach dem Nachsäen regnet, desto bester keimen die Samen. Dazu ersparen Sie sich und der Umwelt das Rasen bewässern.

Unmittelbar nach dem Säen und Festtreten der Samen kommt man um das künstliche Bewässern nicht herum. Achten Sie hier darauf, nicht mit zu großem Wasserdruck, sondern einem weichen Strahl zu wässern. Im besten Fall greifen Sie zur Gießkanne und gönnen Ihrer Nachsaat einen kräftigen Schluck aus der Regentonne.

Quellen:"Mein schöner Garten"; "rasendoktor.de"


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker