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Gewalt unter Kindern: Sexueller Missbrauch in Kindergarten: Stadt Köln organisiert Betroffenen neue Kita-Plätze

In einer Kölner Kita soll es 2018 zu mehreren sexuellen Übergriffen zwischen Kindern gekommen sein. Die Leitung des Kindergartens setzte die betroffenen Kinder vor die Tür. Nun hat die Stadt Köln den Kindern neue Kita-Plätze organisiert.

Kita Köln Missbrauch

Die von sexueller Gewalt betroffenen Kinder wurden von der Stadt Köln in einer anderen Kita untergebracht. (Symbolbild)

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Im vergangenen Jahr soll es in einem Montessori-Kindergarten in Köln zu sexuellen Übergriffen zwischen dort betreuten Kindern gekommen sein. Der von der katholischen Kirche geführte Kindergarten bestätigte die Vorfälle, scheiterte in der Folge allerdings im Dialog mit den Eltern der betroffenen Kinder. Offenbar weil die beiden Parteien unterschiedliche Vorstellungen dazu hatte, wie die Vorfälle aufgearbeitet werden sollten.

Die Kita ergriff zwar pädagogische Maßnahmen und stellte eine zusätzliche Erzieherin ein, die betroffenen Familien sahen die Maßnahmen jedoch als nicht ausreichend an, es soll zudem zu Übergriffen zwischen Eltern und Erziehern gekommen sein. Die Konsequenz: Die Kita erteilte den Eltern Hausverbot, kündigte den Betreuungsvertrag zum 31. März und verwies die betroffenen Kinder somit aus der Einrichtung. Die Familien hatten Sorge, dass sie zum Kündigungstermin keine neuen Kita-Plätze für ihre Kinder finden würden.

Kinder werden gemeinsam in neuer Kita untergebracht

Am Dienstag hat die Stadt Köln mitgeteilt, dass zehn der zwölf betroffenen Kinder eine neue Kindertagesstätte gefunden wurde. Die Stadt habe demnach dafür gesorgt, dass die Kinder in einer anderen Einrichtung unterkommen. Das bestätigte eine Sprecherin der Stadt Köln auf Anfrage des stern. Trotz der schwierigen Suche nach freien Kita-Plätzen, werden die Kinder – bis auf zwei Ausnahmen – gemeinsam in einer neuen Einrichtung untergebracht. Dort sollen sie nun in Ruhe spielen und lernen können.

Die Kinder, die die sexuelle Gewalt ausgeübt haben sollen, sind nach Informationen des stern weiterhin im Montessori-Kindergarten untergebracht. Sie wechselten lediglich die Gruppe. Ein fünfjähriger Junge sowie ein gleichaltriges Mädchen sollen insgesamt zwölf Kinder aus neun Familien mit Stöcken im Genitalbereich sowie am Anus verletzt haben. 

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fk

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