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Australien Ein Schädel wie aus Pokémon Go: Die Raupe einer gefährdeten Art begeistert Tierfans

Raupe auf einem Zweig
Die Zeichnung großer Pupillen und einiger Reihen von Zähnen schreckt Fressfeinde ab
© David Attenborough Fans / Facebook
Ein Insekt wie dieses sieht man auch in der vielfältigen Tierwelt äußerst selten. Zu finden ist es an der Goldküste Queenslands in Australien. Der auffällige Panzerkopf mit Zeichnungen von großen Augen und Zahnreihen schützt die Raupe vor Fressfeinden, bevor sie sich in einen Schmetterling verwandelt.

Ein Kopf wie ein Rüstungsschild hilft einer Raupenart, ihr Leben zu schützen. Auch wenn viele Raupen durch ihr bizarres Äußeres die Begeisterung von Insektenfreunden finden, weckt die Vorstufe zum Phyllodes imperialis ganz eigene Assoziationen bei Menschen. Sie erinnert an Kinderspielzeug zum Kämpfen, einen ungewöhnlichen Comic-Helden oder ein Monster aus Pokémon Go.

Ihre eigenwillige Optik setzt sie genau so ein, wie von der Natur zugedacht: Bei Gefahr krümmt sie den Vorderteil nach oben, bläht ihn auf und nimmt damit ein für potenzielle Fressfeinde ein gefährliches und abschreckendes Aussehen an. So schützt sie ihren bis zu zwölf Zentimeter langen Rücken: Vögel und Spinnen bleiben fern. 

Raupe vor einer Hand
Im Vergleich zu einer Hand wird deutlich, wie groß die Raupe ist
© David Attenborough Fans / Facebook

Die Bedrohung der Art kommt durch den Menschen

Das außergewöhnliche Exemplar lebt an der Goldküste in Queensland, Australien, und ist die Larve einer der meist gefährdeten Arten des Landes, der Pink Underwing Moth – ein Nachtfalter mit rosafarbenen Unterflügeln. Die Gefahr droht den Tieren, die als Raupen so schauerlich aussehen, tatsächlich nicht durch Fressfeinde, sondern vielmehr durch Abholzung, Landwirtschaft und Straßenbau, also die Veränderung ihrer ursprünglichen Lebensräume.

Auf der Facebook-Seite David Attenborough Fans haben ihre Bewunderer einige Fotos des selten gewordenen Tieres veröffentlicht. Manche erinnert die Raupe auch an einen Science-Fiction-Film: "Alien vs. Predator", aus dem Jahr 2004. 

Eckart von Hirschhausen

Ist nach der Verpuppung aus der Raupe ein Schmetterling geworden, wirkt das Tier eher schlicht: Seine rosafarbenen Unterflügel liegen unter beige-braunen Flügeln, die farblich einem vertrockneten Eukalyptusblatt nahekommen. Die Flügelspanne beträgt rund sechs Zentimeter. Die Falter sind im Oktober oder zwischen Dezember und März anzutreffen. Zur Nahrungsaufnahme saugen sie gerne an überreifen Früchten.

Quelle:Facebook

bal

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