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Verdauungshilfe Katzengras: Was ist das eigentlich und welchen Nutzen hat es für Stubentiger?

Katzengras hift bei der Verdauung
Katzengras kann eine sinnvolle Anschaffung für Stubentiger sein
© AllaSaa / Getty Images
Durch die ausgiebige Fellpflege sammeln sich im Magen-Darm-Trakt einer Katze unverdauliche Haarbälle, die sie wieder herauswürgt. Um die Verdauung anzuregen, fressen die Tiere normalerweise ein paar Grashalme. Für Stubentiger, die das Haus nicht verlassen, braucht es eine gesunde Alternative.

Inhaltsverzeichnis

Wundern Sie sich, warum Ihre Katze die Zimmerpflanzen anknabbert und sich anschließend in der Wohnung erbricht? Das hat einen einfachen Grund: Wenn sich zu wenig Flüssigkeit im Magen des Tieres befindet – etwa, weil es nur Trockenfutter frisst – kann es vorkommen, dass sich zu viele Haare darin sammeln. Diese werden in zu großen Mengen nicht mehr verdaut und somit herausgewürgt. Um das Ausscheiden zu erleichtern, vermuten Experten, fressen Katzen etwas Gras. Es soll die Haarbälle besser bündeln und (teils lebensgefährliche) Verstopfungen vermeiden. Was aber, wenn der Stubentiger keinen Freigang hat und sich nur in der Wohnung aufhält? Für den Fall gibt es das sogenannte Katzengras.

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Was ist Katzengras und welche Sorten gibt es?

Eines vorweg: Nicht jede Katze braucht Gras und nicht jede mag es gleichermaßen. Daher gibt es keine Garantie, ob Ihr Haustier die Verdauungshilfe annimmt. Einen Versuch ist es aber allemal wert – vor allem dann, wenn Sie Ihren Stubentiger schon häufiger dabei beobachtet haben, wie er Ihre (vielleicht nicht ganz ungiftigen) Zimmerpflanzen anknabbert. In dem Fall sollten Sie das Katzengras als sinnvolle Nahrungsergänzung anschaffen. Es gibt ausgewachsene Pflanzen, die Sie zum Beispiel im Internet bestellen können. Oder aber Sie kaufen ein Set (inklusive Keramikschale, Bambusuntersetzer, Kokoserde und Saatgut) und züchten das Gras einfach selbst. Wie das im Detail funktioniert, lesen Sie im nächsten Absatz.

Zurück zum Katzengras: Für die Aufzucht eignen sich vor allem Getreidesamen (zum Beispiel Weizen, Gerste oder Hafer) besonders gut, da sie sehr weiche Halme haben und somit gut zu kauen sind. Zyperngras – in der Botanik Cyperus alternifolius genannt – wird auch gerne als Verdauungshilfe für Katzen empfohlen, da es ungiftig ist. Allerdings sind die Halme scharfkantig und können somit zu inneren Schnittverletzungen führen. Die meisten Stubentiger vertragen es jedoch sehr gut. Alternativ werden auch Grünlilien als Katzengras angeboten, da sie Brechreiz verursachen und somit ideal zum Hochwürgen von Haarballen sind. Allerdings filtern die Pflanzen Nikotin aus der Luft, das Katzen beim Fressen aufnehmen. Daher sollten Sie Nichtraucher sein.

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Katzengras züchten: So gehen Sie schrittweise vor

Tatsächlich ist es gar nicht so schwer, Katzengras zu ziehen. Für die Aufzucht benötigen Sie nur eine Schale, etwas Blumenerde sowie eine Handvoll Getreide – zum Beispiel Weizenkörner oder eine Saatmischung. Achten Sie jedoch darauf, dass diese unbehandelt, also nicht gedüngt oder mit Pflanzenschutzmittel in Kontakt gekommen sind. Anschließend befolgen Sie diese Schritte:

  1. Weichen Sie die Samen für ein bis zwei Stunden in etwas Wasser ein.
  2. Nehmen Sie die Schale und füllen sie mit etwas unbehandelter Blumenerde.
  3. Setzen Sie jeden Samen einzeln zwei Zentimeter tief in die Erde ein.
  4. Stellen Sie die Schale an einen hellen Standort wie die Fensterbank.
  5. Achten Sie darauf, dass die Erde feucht gehalten wird, aber nicht zu nass ist.

Schon nach wenigen Tagen beginnen die Samen zu keimen, sodass Sie spätestens nach zwei bis drei Wochen servierfähiges Katzengras für Ihren Stubentiger haben.

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Alternativen zu Katzengras: Gas-Bits und Malzpaste

Viele Tierfutterbetriebe bieten auch sogenannte Gras-Bits an, die zu großen Teilen aus getrocknetem Katzengras und Mineralstoffen bestehen. Sie sollen die Verdauung unterstützen, wenn Ihr Stubentiger zu viele Haare heruntergeschluckt hat, die nicht mehr ausgeschieden werden können. Sie sind als eine Art Snack zu verstehen, die von Samtpfoten meistens gut angenommen werden. Was aber, wenn eine Katze kein Gras mag, aber trotzdem Probleme beim Hochwürgen alter Haarknäuel hat? In dem Fall soll die ölhaltige und ballaststoffreiche Malzpaste eine gesunde Ergänzung zum Futter sein. Sie stimuliert die Verdauung, sodass die Haare über den Kot leichter ausgeschieden werden, aber nicht zum Erbrechen führen – was viele Haustierbesitzer sicherlich begrüßen. 

Und noch ein Hinweis zum Schluss: Wenn Katzen Haarbündel hochwürgen, ist das Geräusch nicht sonderlich schön – das gilt auch für den Anblick. Allerdings ist dieser Prozess vollkommen normal und nicht besorgniserregend. Sollte sich Ihr Stubentiger jedoch mehrmals in der Woche erbrechen und finden sich in dem Erbrochenen nicht nur Haare und Gras, sollten Sie besser einen Tierarzt aufsuchen.

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