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Nie mehr kalte Füßchen Winterfußsack: So wird der Ausflug an die frische Luft richtig kuschelig

Winterfußsack: Pärchen läuft mit Babyjogger
Ein Fußsack schützt kleine Kinder im Herbst und Winter vor Wind und kühlen Temperaturen.
© LanaStock / Getty Images
Er ist kuschelig, hält warm und am liebsten möchte man gar nicht wieder rauskrabbeln. Der Winterfußsack. Für Eltern von Babys und Kleinkindern gehört die Kuschel-Mumie zur kalten Jahreszeit wie Schal und Mütze. Was Sie über Winterfußsäcke wissen sollten, erfahren Sie hier.

Inhaltsverzeichnis

Der Winter hat weite Teile Deutschlands fest im Griff. Vielerorts haben sich die Temperaturen Richtung Gefrierpunkt verkrochen. Mütze, Handschuhe und eine dicke Jacke liegen stets bereit. Denn ausgedehnte Spaziergänge haben sich bei vielen Deutschen (auch mangels Alternativen) zu einem beliebten Hobby gemausert. Dazu gehören auch die mit dem Nachwuchs. Denn selbst den Kleinsten fällt zu Hause auf Dauer die Decke auf den Kopf – dazu stärkt die frische Luft ihr Immunsystem. Also werden alle, die noch etwas wacklig auf den Beinchen, noch gar nicht laufen können oder einfach nur ein bisschen faul sind, in einen Kinderwagen (hier geht's zum Kinderwagen Test 2021) oder Sportbuggy verfrachtet. Weil sie dort nur sitzen oder liegen, sollten sie möglichst warm eingepackt werden. Ein Wärmespender, der sich für Winterspaziergänge in klirrender Kälte bewährt hat, ist der Winterfußsack. Das Beste daran: Entgegen seines Namens schützt er nicht nur die Füße, sondern auch Arme, Oberkörper und optional sogar den Kopf.

Worauf man beim Kauf der kuscheligen Fußsäcke achten sollte, welches Material am besten wärmt, warum Gurtschlitze wichtig sind und wie man einen Winterfußsack schonend pflegt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Winterfußsack: Lammfell, Fleece oder Daunen?

Bei Fußsäcken für den Herbst und Winter kommt es vor allem auf die inneren Werte an. Die Außenhülle besteht meist aus abwaschbaren künstlichen Fasern, meist Polyester, die zudem winddicht sein sollten. Hier unterscheiden sich die verschiedenen Modelle kaum. Beim Inneren haben Eltern drei Optionen: Lammfell, Fleece oder Daunen

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  1. Lammfell | Wer sein Kind in ein Naturprodukt betten möchte, ist mit einem Lammfell auf der richtigen Fährte. Um sie als Futter für Fußsäcke oder Einlage für Kinderbetten brauchbar zu machen, werden Lammfelle in der Regel medizinisch gegerbt. Man erkennt das an der leicht gelblichen Färbung des Fells. Die stammt von den Gerbstoffen, mit denen die Felle desinfiziert werden. Großer Vorteil: Medizinisch gegerbte Lammfelle können in der Waschmaschine gereinigt werden. Lammfelle haben die wichtige Eigenschaft, sowohl das Überhitzen als auch das Auskühlen des Körpers zu verhindern. Dafür sind die weichen Kuschelfelle im Vergleich zur Daunen- und Fleece-Variante recht schwer und riechen für manche Nase gewöhnungsbedürftig
  2. Fleece | Die richtige Wahl für alle, die ihren Nachwuchs sprichwörtlich in Watte packen möchten. Wattierte Fußsäcke sind im Normalfall mit Polyesterwatte oder winzigen Faserkügelchen gefüllt. Die isolieren nicht nur gegen klirrende Kälte, sie leiten zugleich Feuchtigkeit aus dem Inneren des Fußsacks ab. Das Packmaß dieser Fußsäcke ist unschlagbar. Die meisten passen locker in den Kinderwagenkorb. Auch für Maschinenwäsche sind die mit Fleece gefütterte Winterfußsäcke gewappnet. Hier sind sie erhältlich
  3. Daunen | Auch ein mit flauschigen Daunen befüllter Winterfußsack schützt Kleinkinder vor dem Auskühlen. Macht also, was er soll. In der Handhabung sind diese Modelle aber etwas umständlicher. Zudem schlägt sich die Daunenfüllung auch im Preis nieder – vor allem gegenüber Kunstfasern. Um das Daunenmodell zu reinigen, beziehungsweise nach dem Waschen wieder einsatzbereit zu machen, sollte ein Trockner im Haus sein. Ähnlich wie bei Daunenjacken neigen Federn dazu, zu verklumpen, wenn das Kleidungsstück an der Luft getrocknet wird. 

Worauf sollte man sonst noch achten?

Um den Winterfußsack möglichst flexibel einsetzen zu können, sollte er großzügige und sinnvoll eingearbeitete Gurtschlitze für 5- und 3-Punkt-Gurtsysteme haben. So kann der Fußsack problemlos von der Babyschale, dem Kinderwagen oder dem Sportbuggy in den Fahrradanhänger umgelagert werden – und das Kind fährt darin nicht nur warm, sondern auch sicher. Dabei gilt die Faustregel: Je großzügiger die Gurtschlitze sind, desto weniger fummelig ist der Umbau. Und wo wir gerade bei fummelig sind:

Durchdacht angebrachte Reißverschlüsse gehören bei einem Winterfußsack ebenfalls zum A und O. Im Wortsinne rundum sorglos ist man mit einem Winterfußsack, der mit einem Rundum-Reißverschluss und im besten Fall mit zwei Zippern ausgestattet ist. So kommt man nicht nur ruckzuck an den verloren geglaubten und schmerzlich vermissten Schnuller, sondern kann den Winterfußsack auch binnen Sekunden in eine kuschelweiche Decke verwandeln. Bei einigen Modellen – wie diesem Winterfußsack – kann das Lammfell herausgeknöpft und zum Beispiel für Autositze, als warme Unterlage für Buggys oder spontan als Wickeldecke verwendet werden.   

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Winterfußsäcke pflegen: Das ist dabei wichtig

Im Ranking der pflegeleichtesten Winterfußsäcke sind die Modelle aus Kunstfasern wie Fleece unangefochten die Nummer 1. Sie können bedenkenlos bei 40 Grad in der Maschine gewaschen werden (am besten auf links drehen), trocknen schnell und sind zügig wieder einsatzbereit. 
Tipp: Greifen Sie zu Feinwaschmittel und verzichten Sie auf Weichspüler!

Etwas kniffliger und vor allem zeitaufwändiger wird es bei Winterfußsäcken, die mit Daunen oder (Merino)-Lammfell gefüttert sind. Die gute Nachricht: Felle haben einen selbst reinigenden Effekt und müssen nicht beim ersten kleinen Fleck in die Wäsche. Ist es dann doch einmal soweit, sollten sie bei maximal 30 Grad im Wollwaschgang gereinigt und später schonend im Trockner getrocknet werden. Danach muss das Naturmaterial im noch leicht feuchten Zustand geknetet und in Form gezogen werden. 
Achtung: Lammfelle auf keinen Fall zum Trocknen auf die Heizung oder in die Sonne legen.

Ebenfalls bei 30 Grad, allerdings im Schonwaschgang, sollten Daunen-Fußsäcke gereinigt werden. Auch hier hat Weichspüler nichts in der Trommel zu suchen. Wer keinen Trockner hat, hängt den Fußsack danach zum Trocknen auf – sollte ihn aber mehrfach aufschütteln, damit sich die Daunen wieder gleichmäßig verteilen. 
Tipp: Geben Sie zwei, drei Tennisbälle mit in den Trockner. Das verhindert, dass die Daunen im Fußsack verklumpen.

Praktische Extras für einen Winterfußsack

  • Integrierte Transporttasche
  • Reflektor-Streifen oder -Aufdrucke für bessere Sichtbarkeit in der Dämmerung
  • gummierte Beschichtung auf der Unterseite, damit der Winterfußsack im Buggy oder Kinderwagen nicht verrutscht
  • Kordelzug im Kopfbereich, um den Kopf noch besser zu schützen

Abschließend noch ein Tipp zur Größe des Winterfußsacks. Modelle, die in eine Kinderwagenwanne oder Babyschale passen sollen, sollten nicht länger als 85 Zentimeter sein. Die Fußsäcke für Buggy oder Sportsitz sind in der Regel zwischen 90 und 100 Zentimetern lang. 

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Quellen: "lammfellhaus.de"; "wunschkind.at"

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