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    <title>STERN.DE RSS-Feed Wirtschaft - die neusten Meldungen zum Thema Wirtschaft</title>
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    <description>Der Newsfeed aus dem Wirtschafts-Ressort mit allen aktuellen Nachrichten und Berichten.</description>
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    <pubDate>Mon, 02 Sep 2019 20:25:52 GMT</pubDate>
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      <title>STERN.DE RSS-Feed Wirtschaft - die neusten Meldungen zum Thema Wirtschaft</title>
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      <title>Drogeriekette: Schluss mit der Schnäppchenjagd: dm erhöht die Preise – das steckt hinter der neuen Strategie</title>
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      <description>Die Drogeriekette dm schraubt an den Preisen: Im Onlineshop und in einigen Filialen sollen sich die Preise erhöht haben. Dahinter steckt eine Strategieschwenk.</description>
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      <pubDate>Mon, 02 Sep 2019 13:50:00 GMT</pubDate>
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      <atom:updated>2019-09-02T13:50:00Z</atom:updated>
      <content:encoded><![CDATA[<div class="rtf-content-wrapper"><p>Der deutsche Marktführer im Drogeriebereich, dm, zieht die Preise an. Wie die "<a class="external-link" href="https://www.lebensmittelzeitung.net/handel/Kurswechsel-dm-aendert-Preisstrategie-142296" target="_blank" rel="noopener">Lebensmittelzeitung</a>" berichtet, schraubt die Drogeriekette vor allem im Onlineshop, aber auch in einigen Filialen, an den Preisen. Diese Entwicklung überrascht - denn lange gab es für die Preise in Drogerien nur eine Richtung, nämlich steil nach unten.</p><p>Das lag zum einen an dem Wettbewerber Rossmann, der eine andere Preispolitik fährt als dm. Rossmann reduziert wöchentlich Markenprodukte und Eigenmarken als Angebote drastisch, um Kunden in die Läden zu locken. Die Drogeriekette dm versuchte es mit einer anderen Strategie: Statt temporär den Rotstift anzusetzen, setzte man beim Karlsruher Unternehmen auf  "dauerhaft niedrige Preise", wie dm die eigene Preispolitik benennt.<a class="embedType_danceView" title="Balea, ja! und Co.: Wie Eigenmarken die Preisschlacht der Supermärkte anheizen" href="https://www.stern.de/wirtschaft/news/kaufland--aldi--lidl--wie-eigenmarken-die-preisschlacht-anheizen-7979918.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard">Kaufland dm Rewe Eigenmarken analyse 0850</a></p><h2>dm erhöht die Preise</h2><p>Nun scheint das Preisgefüge in Bewegung geraten zu sein. Laut der "<a class="external-link" href="https://www.lebensmittelzeitung.net/handel/Kurswechsel-dm-aendert-Preisstrategie-142296" target="_blank" rel="noopener">LZ</a>" soll dm innerhalb der vergangenen drei Wochen bei rund 1000 Artikeln den Preis erhöht haben. Das gilt vor allem für den Onlineshop. Ob<a title="Hausmarke von dm: Warum sind Balea-Produkte eigentlich so erfolgreich?" href="https://www.stern.de/wirtschaft/news/balea-hausmarke-dm-nivea-erfolgreich-7367804.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener"> Eigenmarken wie Balea</a> oder Markenartikel wie Ariel-Vollwaschmittel oder Duschgel von Kneipp: Der Preis klettert nach oben. Die "Lebensmittelzeitung" berichtet, dass laut Stichproben die Artikel um bis zu 40 Cent teurer geworden sind.</p><p>Dieser Preisschwenk irritiert, denn mit den ständig günstigeren Preisen wollte dm nicht nur die Drogeriekonkurrenz auf Abstand halten, sondern auch die Discounter. Aldi, Lidl und Co. wildern schon seit einiger Zeit im Terrain der Drogeriemärkte und listen namhafte Produkte wie Nivea, Pantene, Pampers oder Pril zu Discounterpreisen. Diese Preisschlacht wirkte sich zuletzt klar aufs Wachstum der Drogerien aus: Die enormen Zuwächse scheinen vorbei. So erzielte dm im ersten Halbjahr 2019 nur noch ein Plus von 2,2 Prozent. Ein Jahr zuvor lag das Wachstumsplus noch bei 4,3 Prozent.<a class="embedType_full" title="Neue Marken und Anbieter: Aldi verramscht Markenprodukte – und dm geht zum Angriff über" href="https://www.stern.de/wirtschaft/news/dm-geht-zum-angriff-ueber--drogeriekette-setzt-auf-balea-und-exklusivitaet-7830818.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard">dm drogerie strategie 1306</a></p><h2>dm will höhere Marge</h2><p>Offenbar gönnt sich dm nun eine neue Preispolitik, um den ruinösem Kampf um Schnäppchen zu entgehen. "Mit der neuen Preispolitik rückt dm von seinem Anspruch auf Preisführerschaft ab", sagt ein nicht namentlich genannter Handelsmanager zur "LZ". Die Drogeriekette dm widerspricht, man halte am "Dauerpreis, der für dauerhaft niedrige Preise" fest, so die "<a class="external-link" href="https://www.lebensmittelzeitung.net/handel/Kurswechsel-dm-aendert-Preisstrategie-142296" target="_blank" rel="noopener">LZ</a>". Allerdings bestätigt Konzernchef Erich Harsch auch: "Wir haben uns dazu entschieden, unsere Preisstrategie stationär und online neu auszurichten."<a class="embedType_danceView" title="Hausmarke von dm: Warum sind Balea-Produkte eigentlich so erfolgreich?" href="https://www.stern.de/wirtschaft/news/balea-hausmarke-dm-nivea-erfolgreich-7367804.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard">Balea beliebt Marke 17.20</a></p><p>So sollen die Filialen, die in der Nähe von Rossmann oder anderen direkten Konkurrenten stehen, günstigere Preisen anbieten als die Läden, die kaum Konkurrenz haben, schreibt die "<a class="external-link" href="https://www.lebensmittelzeitung.net/handel/Kurswechsel-dm-aendert-Preisstrategie-142296" target="_blank" rel="noopener">Lebensmittelzeitung</a>". Klar ist: Bei <a class="taxonomy-entity organization" title="dm" href="https://www.stern.de/wirtschaft/news/themen/dm-4162074.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">dm</a> muss wieder mehr Geld hängen bleiben. Bei höheren Preisen könnten zwar die Umsätze leiden, solange der Gewinn des Branchenführer trotzdem steigt, geht die Strategie aber auf.</p><p><strong><em>Lesen Sie auch:</em></strong></p><p>- <a title="Eigenmarken in der Drogerie: Rossmann und dm bekommen einen neuen Konkurrenten - und zwar Amazon" href="https://www.stern.de/wirtschaft/news/dm-und-rossmann--achtung--drogerien-bekommen-neue-konkurrenz-7472616.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Rossmann und dm bekommen neue Konkurrenz - nämlich Amazon</a></p><p>- <a title="Balea, ja! und Co.: Wie Eigenmarken die Preisschlacht der Supermärkte anheizen" href="https://www.stern.de/wirtschaft/news/kaufland--aldi--lidl--wie-eigenmarken-die-preisschlacht-anheizen-7979918.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Die Preisschlacht um die Eigenmarken hat begonnen</a></p><p>- <a title="Drogerie im Marktcheck: Sind Billig-Hausmarken von dm so gut wie Markenprodukte?" href="https://www.stern.de/wirtschaft/news/dm-drogerie-eigenmarke-test-check-balea-alverde-6979278.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Sind die Hausmarken von dm so gut wie Markenprodukte?</a></p><p>- <a title="Eigenmarken als Exportschlager: Wie die Drogeriekette dm mit Balea Asien erobern will" href="https://www.stern.de/wirtschaft/news/dm--wie-die-eigenmarke-balea-die-welt-erobern-soll-8613358.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Wie dm mit der Eigenmarke Balea Asien erobern will</a></p></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Bill Pultes Twitter-Offensive: Menschenfreund unter einer Bedingung: Millionär spendet 100.000$ an Bedürftige für mehr Follower</title>
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      <description>Manche Menschen spenden Geld und reden nicht darüber. Manche lassen irgendwo ihren Namen nennen, wenn sie spenden. Und der Amerikaner Bill Pulte, reicher Erbe und Geschäftsmann, macht seine Spenden zum Instrument, um mit seinem Namen viral zu gehen.</description>
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      <category>Twitter</category>
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      <category>Bloomberg</category>
      <pubDate>Mon, 02 Sep 2019 13:43:37 GMT</pubDate>
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      <atom:updated>2019-09-02T13:43:37Z</atom:updated>
      <content:encoded><![CDATA[<div class="rtf-content-wrapper"><p>Bill Pulte, 31, hat im Gegensatz zu seinem gleichnamigen Großvater, dem Gründer der drittgrößten Wohnungsbaugesellschaft der USA, keinen eigenen Wikipedia-Eintrag. Doch nun will er bekannter werden. Im Sommerurlaub, so berichtete die "The Detroit News", hatte er einen Geistesblitz: Er beschloss, Geld zu spenden an Menschen, die es dringend brauchen. Die ihre Strom-, Gas- oder Wasserrechnungen nicht mehr zahlen können, denen das Geld für Essen oder die Miete fehlt oder die bei seinen Twitter-Spielchen teilnehmen, wo es gilt, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Im Juli war das zum Beispiel die konkrete Aufgabe für einen US-Veteran: Wenn ein Ex-Militär-Angehöriger es schaffen würde, von US-Präsident Donald Trump retweetet zu werden, würde Pulte ihm 30.000 Dollar zahlen. Trump retweetete am 10. Juli. Im August reichte es, seinen Tweet zu verbreiten und ihm zu folgen.</p><p><iframe width="1024" height="768" frameBorder="0" src="https://www.instagram.com/p/B1e62cNBKfj/embed">Tweet 2</iframe></p><p>Pulte sammelte durch sein <a class="taxonomy-entity organization" title="Twitter" href="https://www.stern.de/politik/ausland/themen/twitter-4540512.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Twitter</a>-Philanthropie genanntes Projekt bislang mehr als 680.000 Follower. Seine Follower hat er inzwischen zu seinen Teammates ernannt, die Bedürftigen helfen – egal welchen Alters, Geschlechts oder welcher Hautfarbe. Die Spenden reichen von einer Geburtstagstorte bis hin zu Bargeld oder etwa einem Auto. Die Bilanz der vergangenen Woche verkündete er am 31. August bei Twitter.</p><p><blockquote class="twitter-tweet"><a href="https://twitter.com/pulte/status/1167787175280357376" class="external-link"></a></blockquote><script async="" src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p><h2>Der Zweck heiligt die Mittel – oder?</h2><p>Das US-Wirtschaftsmagazin "<a class="taxonomy-entity place" title="Forbes" href="https://www.stern.de/lifestyle/leute/themen/forbes-4154948.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Forbes</a>" stellte Pulte vor sechs Jahren in seiner Liste der "30 unter 30" so vor: "Pultes Vermögen kommt von seinem Großvater, Gründer der Pulte Group, Amerikas größtem Bauträger. Doch als Gründer der Non-Profit-Organisation Detroit Blight Authority ist Pultes größtes Ziel, leerstehende Häuser abzureißen und so die Schandflecken der bankrotten Stadt beiseite zu räumen." Seinen beruflichen Werdegang beschreibt "Forbes" so: "Er schmiss seinen Abschluss in Journalismus, um Pulte Capital Partners zu leiten, eine Privatkapitalgesellschaft, die in Bauproduktfirmen investiert. Diese hat einen Umsatz von 30 Millionen Dollar und 200 Angestellte." Dort wird Pulte laut "Bloomberg" noch heute als CEO geführt.</p><p>Pulte will sich dem Social-Media-Hass entgegenstellen und die Technologie für gute Zwecke nutzen, zitiert ihn "Ladbible". "Wegen meines geschäftlichen Erfolgs, in Anbetracht meines jungen Alters, empfand ich es angemessen zu versuchen, Social Media für etwas Gutes einzusetzen." Pultes Aktion kann man verschieden einschätzen. Da er seine Spenden nur unter Menschen verteilt, die ihm folgen, haben sie ein gewisses Geschmäckle. Anderseits: Der Zweck heiligt die Mittel. Andere Unternehmer würden ihr Geld in Social-Media-Kampagnen investieren, und auf diese Weise Reichweite zu erzielen, hilft so manchem Menschen in Geldnot deutlich mehr.</p><p><strong>Quellen:</strong><a class="external-link" href="https://eu.detroitnews.com/story/news/local/michigan/2019/07/11/pulte-twitter-free-money-viral/1705795001/" target="_blank" rel="noopener">"The Detroit News"</a>, <a class="external-link" href="https://www.bloomberg.com/profile/person/19504001" target="_blank" rel="noopener">"Bloomberg"</a>, <a class="external-link" href="http://www.ladbible.com/news/news-a-millionaire-is-giving-away-large-sums-of-his-money-on-twitter-20190901" target="_blank" rel="noopener">"Ladbible",</a><a class="external-link" href="https://www.forbes.com/pictures/mkk45jike/bill-pulte-25/" target="_blank" rel="noopener">"Forbes"</a></p></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Lira-Wechselkurs erholt sich: Türkische Wirtschaft wächst im Frühjahr stärker als erwartet</title>
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      <description>Rückenwind für Präsident Erdogan: Die türkische Wirtschaft wächst überraschend stark - und sichert dem starken Mann am Bosporus damit das Wohlwollen seiner Wähler.</description>
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      <category>Ankara</category>
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      <category>Rezession</category>
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      <pubDate>Mon, 02 Sep 2019 11:21:43 GMT</pubDate>
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      <atom:updated>2019-09-02T11:21:43Z</atom:updated>
      <content:encoded><![CDATA[<div class="rtf-content-wrapper"><p>Die türkische Wirtschaft ist im Frühjahr stärker als erwartet gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 1,2 Prozent zu, wie das Statistikamt am Montag in <a class="taxonomy-entity place" title="Ankara" href="https://www.stern.de/politik/ausland/themen/ankara-4159206.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Ankara</a> mitteilte.</p><p>Volkswirte hatten lediglich einen Anstieg um 0,4 Prozent erwartet. Zudem war die türkische Wirtschaft im ersten Quartal mit revidierten 1,6 Prozent stärker gewachsen als zunächst gedacht. In einer ersten Schätzung war noch ein Anstieg von 1,3 Prozent ermittelt worden. Im zweiten Halbjahr 2018 war die türkische Wirtschaft in eine <a class="taxonomy-entity keyword" title="Rezession" href="https://www.stern.de/wirtschaft/news/themen/rezession-4155560.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Rezession</a> gerutscht. Von einer Rezession sprechen Analysten, wenn die Wirtschaft zwei Quartale in Folge schrumpft.</p><p>Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum fiel das BIP im zweiten Quartal um 1,5 Prozent. Allerdings hatten Volkswirte einen stärkeren Rückgang um 2,0 Prozent prognostiziert. Die türkische Lira profitierte von den Wachstumsdaten und legte zu allen wichtigen Währungen zu.</p><p>Trotz der Erholung der türkischen Wirtschaft dürfte das Wirtschaftswachstum laut Ökonomen im Gesamtjahr hinter den Erwartungen der Regierung zurückbleiben. Diese hatte ein Wirtschaftswachstum von 2,9 Prozent angestrebt. Finanzminister Berat Albayrak erwartet jetzt zumindest ein positives Wirtschaftswachstum.</p><p>Derzeit versucht die türkische Notenbank auf Druck von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, die Wirtschaft mit Zinssenkungen zu stützen. Ende Juli wurde der Leitzins von 24,0 Prozent auf 19,75 Prozent reduziert. Kurz zuvor hatte die Regierung den Notenbankchef ausgewechselt.</p></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Verluste durch Boeing-Probleme: Norwegian will Anleihen zwei Jahre später zurückzahlen</title>
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      <description>Nicht nur ihr rasantes Wachstum macht der Fluggesellschaft Norwegian Probleme. Hohe Verluste muss die Airline auch verkraften, weil ein Flugzeughersteller seine Technik nicht in den Griff bekommt. Jetzt reicht das Geld nicht mehr aus, um Anleihen pünktlich zurückzuzahlen.</description>
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      <category>Norwegian</category>
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      <category>Spielraum</category>
      <category>Norwegian Air Shuttle</category>
      <pubDate>Mon, 02 Sep 2019 11:20:04 GMT</pubDate>
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      <atom:updated>2019-09-02T11:20:04Z</atom:updated>
      <content:encoded><![CDATA[<div class="rtf-content-wrapper"><p>Die defizitäre norwegische Fluggesellschaft <a class="taxonomy-entity organization" title="Norwegian" href="https://www.stern.de/reise/follow-me/themen/norwegian-6866016.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Norwegian</a> braucht mehr finanziellen Spielraum und bittet deshalb einige Gläubiger, die Laufzeit von Anleihen zu verlängern.</p><p>In einer Börsenmitteilung am Montag hieß es, Norwegian Air Shuttle wolle die Rückzahlung zweier <a class="taxonomy-entity keyword" title="Anleihe" href="https://www.stern.de/wirtschaft/news/themen/anleihe-4109640.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Anleihen</a> im Gesamtwert von 380 Millionen US-Dollar um bis zu zwei Jahre nach hinten schieben. Ziel sei es, «einen erfolgreichen Betrieb und eine ausreichende Liquiditätsreserve zu gewährleisten». Als Pfand bietet sie Start- und Landerechte am Londoner Flughafen Gatwick an.</p><p>Die Billig-Airline war in den vergangenen Jahren rasant gewachsen und war zuletzt groß in das Transatlantikgeschäft eingestiegen. Doch der hohe Ölpreis, Triebwerksprobleme beim Dreamliners und das Flugverbot für die Boeing 737-Flotte haben den Norwegern hohe Verluste eingebracht.</p><p>Vor zwei Wochen trennte sich das Unternehmen von seinen Aktien der Bank Norwegian. Einer der Gründer der Fluggesellschaft, der 73-jährige Bjørn Kjos, war am 11. Juli als Konzernchef zurückgetreten.</p></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Eigenzulassungen gehen zurück: Studie: Weniger Rabatte vor Frankfurter Autoschau IAA</title>
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      <description>Frankfurt/Main - Anders als in den Vorjahren können deutsche Autokäufer vor der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt nicht auf besonders hohe Preisnachlässe hoffen.</description>
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      <category>Frankfurt</category>
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      <category>Frankfurt am Main</category>
      <category>Ferdinand Dudenhöffer</category>
      <category>Universität Duisburg-Essen</category>
      <pubDate>Mon, 02 Sep 2019 10:32:35 GMT</pubDate>
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      <atom:updated>2019-09-02T10:32:35Z</atom:updated>
      <content:encoded><![CDATA[<div class="rtf-content-wrapper"><p>Anders als in den Vorjahren können deutsche Autokäufer vor der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in <a class="taxonomy-entity place" title="Frankfurt" href="https://www.stern.de/wirtschaft/news/themen/frankfurt-4191612.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Frankfurt</a> nicht auf besonders hohe Preisnachlässe hoffen.</p><p>Die <a class="taxonomy-entity keyword" title="Rabatte" href="https://www.stern.de/wirtschaft/news/themen/rabatte-4127744.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Rabatte</a> steckten im August in einem Sommerloch deutlich unter dem durchschnittlichen Niveau seit Jahresbeginn, heißt es in der am Montag vorgestellten Studie des CAR-Instituts der Universität Duisburg-Essen. Dieses stellt monatlich offen beworbene Sonder-Angebote, Internet-Rabatte und Eigenzulassungen der Hersteller zusammen und bewertet sie in einem Rabatt-Index.</p><p>Studienleiter <a class="taxonomy-entity person" title="Ferdinand Dudenhöffer" href="https://www.stern.de/wirtschaft/news/themen/ferdinand-dudenhoeffer-4118456.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Ferdinand Dudenhöffer</a> hat dabei eine allmähliche Abkehr vom Instrument der Eigenzulassungen festgestellt, bei denen kurzfristig angemeldete Fahrzeuge als Sonderangebote in den Markt gedrückt werden. 2015 wurden so noch 30,6 Prozent aller Neuwagen von Herstellern oder Händlern zugelassen, vier Jahre später waren es noch 26,9 Prozent.</p><p>Allerdings legten die Erstzulassungen über Autovermietungen in der gleichen Zeitspanne leicht um 1,2 Punkte auf 11,8 Prozent zu. Auch dort würden «Quasi-Neuwagen» produziert, wenn sie nach wenigen Monaten Miet-Einsatz weiterverkauft würden, erläuterte Branchenexperte Dudenhöffer.</p><p>Eintauschprämien für alte Dieselfahrzeuge bis zur Euronorm 5 spielen hingegen eine schwindende Rolle. Sie seien aktuell noch bei Renault und Mini zu finden. Andere Hersteller lockten mit günstigen Leasingraten, über die Preisvorteile bis zu 36,3 Prozent (Seat Alhambra) ausgelobt würden. Bei frei im Internet konfigurierten Neuwagen betrug der im August angebotene Rabatt im Schnitt 18,6 Prozent auf den Listenpreis.</p></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Wichtiger Index sinkt stark: Handelsstreit und Brexit lasten auf britischer Industrie</title>
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      <description>London - Der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie der ungewisse Brexit-Fortgang lasten immer schwerer auf der britischen Industrie.</description>
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      <pubDate>Mon, 02 Sep 2019 10:25:12 GMT</pubDate>
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      <atom:updated>2019-09-02T10:25:12Z</atom:updated>
      <content:encoded><![CDATA[<div class="rtf-content-wrapper"><p>Der <a class="taxonomy-entity keyword" title="Handelskonflikt" href="https://www.stern.de/wirtschaft/news/themen/handelskonflikt-6887394.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Handelskonflikt</a> zwischen den USA und China sowie der ungewisse Brexit-Fortgang lasten immer schwerer auf der britischen Industrie.</p><p>Der vom Analyseunternehmen Markit erhobene Einkaufsmanagerindex fiel im August auf den tiefsten Stand seit Juli 2012. Die hohe wirtschaftliche und politische Unsicherheit hätten stark auf dem verarbeitenden Gewerbe gelastet, teilte Markit am Montag in <a class="taxonomy-entity place" title="London" href="https://www.stern.de/politik/ausland/themen/london-4540682.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">London</a> mit. Das britische Pfund geriet nach den Zahlen unter Druck.</p><p>Der Einkaufsmanagerindex sank im August auf 47,4 (Juli: 48,0) Punkte. Analysten hatten dagegen im Mittel einen Anstieg auf 48,4 Punkte erwartet. Neben dem US-chinesischen Handelskonflikt und dem Brexit hätten die befragten Unternehmen die sich abschwächende Weltwirtschaft als Belastung genannt. Gemessen an historischen Daten spräche die jüngste Entwicklung für einen Einbruch der Industrieproduktion um zwei Prozent auf Quartalsbasis, sagte Markit-Experte Rob Dobson.</p><p>Zusätzliche Verunsicherung durch den Plan von Premierminister Boris Johnson, das Parlament mehrere Wochen zu beurlauben, dürfte in der jüngsten Entwicklung nicht enthalten sein. Die Umfrage war einen Tag vor der entsprechenden Ankündigung Johnsons abgeschlossen worden.</p></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Mate 30-Premiere in München: Huawei stellt neues Smartphone am 19. September vor</title>
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      <description>Berlin - Huawei wird sein neues Top-Smartphone am 19. September in München vorstellen. Es dürfte allerdings wegen der US-Blockade nur ohne vorinstallierte Google-Apps erscheinen dürfen, was schlecht für die Verkaufschancen in Europa wäre.</description>
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      <pubDate>Mon, 02 Sep 2019 10:16:28 GMT</pubDate>
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      <atom:updated>2019-09-02T10:16:28Z</atom:updated>
      <content:encoded><![CDATA[<div class="rtf-content-wrapper"><p><a class="taxonomy-entity organization" title="Huawei" href="https://www.stern.de/digital/smartphones/themen/huawei-4183248.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Huawei</a> wird sein neues Top-Smartphone am 19. September in München vorstellen. Es dürfte allerdings wegen der US-Blockade nur ohne vorinstallierte Google-Apps erscheinen dürfen, was schlecht für die Verkaufschancen in Europa wäre.</p><p>Huawei bestätigte den schon seit einiger Zeit kolportierten Termin zur Vorstellung des Modells Mate 30 mit einem wenige Sekunden langen Video bei Twitter ohne weitere Details.</p><p>Die US-Regierung hatte Huawei Mitte Mai unter Hinweis auf Sicherheitsbedenken auf eine schwarze Liste gesetzt. Damit dürfen amerikanische Unternehmen - auch etwa <a class="taxonomy-entity organization" title="Google" href="https://www.stern.de/digital/online/themen/google-4148898.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Google</a> und Chip-Zulieferer - nur mit spezieller Erlaubnis Geschäfte mit Huawei machen. Die Blockade wurde zwar allerdings ausgesetzt - aktuell bis Mitte November. Google darf aber nur bereits im Markt eingeführte Modelle weiter mit Updates versorgen - das Mate 30 dürfte als neues Gerät gelten, für das der Aufschub der Blockade nicht gilt.</p><p>Zu den Google-<a class="taxonomy-entity keyword" title="Apps" href="https://www.stern.de/digital/computer/themen/apps-6268662.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Apps</a> gehört neben Karten und Gmail auch die Download-Plattform Play Store, über die die Geräte mit Apps versorgt werden. Huawei hat bereits eine eigene App-Plattform, aber in Europa greifen die meisten Nutzer auf Google-Dienste zurück.</p></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Urlaubsanspruch: Kann mein Chef mir vorschreiben, wann ich meinen Urlaub nehme?</title>
      <link>https://www.stern.de/wirtschaft/job/urlaubsanspruch--kann-der-chef-vorschreiben--wann-ich-urlaub-nehme--8835676.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard</link>
      <description>Urlaub ist die schönste Zeit des Jahres. Doch nicht jeder Arbeitnehmer hat dieselben Ansprüche. Was gesetzlich vorgeschrieben ist, ob er verfällt, wenn er nicht genommen wird und ob der Chef das letzte Wort hat, erfahren Sie hier.</description>
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      <category>Bundesarbeitsgericht</category>
      <pubDate>Mon, 02 Sep 2019 10:01:24 GMT</pubDate>
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      <atom:updated>2019-09-02T10:01:24Z</atom:updated>
      <content:encoded><![CDATA[<div class="rtf-content-wrapper"><p>Eine erst kürzlich veröffentlichte Umfrage des Digitalverbands Bitkom ergab: Mehr als zwei Drittel (70 Prozent) der Berufstätigen in Deutschland sind auch im <a class="taxonomy-entity keyword" title="Urlaub" href="https://www.stern.de/politik/deutschland/themen/urlaub-4185308.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Urlaub</a> für den Chef oder die Kollegen erreichbar. Eine rechtliche Grundlage gibt es hierfür allerdings nicht. Urlaub ist immerhin Urlaub. Und da sollte man sich erholen und nicht an die Arbeit denken.</p><p>Ob mir der Chef in meine Urlaubsplanung reinreden darf, ob er mich im Zweifel sogar aus dem Urlaub holen darf und wie viel Urlaub jedem Arbeitgeber laut Gesetz zusteht: Hier finden Sie die wichtigsten Antworten:</p><h2>Wie viel Urlaub steht mir gesetzlich zu? </h2><p>Laut Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) beträgt der gesetzliche Mindesturlaub vier Wochen, beziehungsweise 24 Werktage pro Jahr, wenn Sie Montag bis Samstag arbeiten. Entsprechend besteht bei einer 5-Tage-Woche ein gesetzlicher Mindesturlaub von 20 Arbeitstagen. Wer in einem Unternehmen mit Tarifvertrag arbeitet, hat in der Regel einen längeren <a class="taxonomy-entity keyword" title="Urlaubsanspruch" href="https://www.stern.de/wirtschaft/job/themen/urlaubsanspruch-4120216.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Urlaubsanspruch</a> - in der Metall- und Elektroindustrie sind es beispielsweise 30 Tage. Auch in zahlreichen anderen Branchen wie in der Energie und Wasserversorgung oder bei Banken und Versicherungen ist der 30-Tage-Urlaub inzwischen die Regel.</p><p><a class="embedType_danceView" title="Massentourismus: Hass-Attacke im Urlaub: So habe ich die Wut auf Touristen in Lissabon erlebt" href="https://www.stern.de/neon/feierabend/reise/lissabon--hass-auf-touristen-durch-instagram-hype---so-habe-ich-die-stadt-erlebt-8866462.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard">Lissabon Ärger mit Touris 12:30</a></p><h2>Ab wann steht mir Urlaub zu?</h2><p>Laut Gesetz hat man nach Aufnahme einer Tätigkeit in einem Betrieb erstmals nach sechs Monaten einen Urlaubsanspruch.</p><h2>Kann mir mein Chef vorschreiben, wann ich meine Urlaubstage nehme?</h2><p>Grundsätzlich Ja. Zwar sind die Wünsche des Arbeitnehmers laut BUrlG zu berücksichtigen, jedoch kann der Arbeitgeber aufgrund "dringlicher betrieblicher Belange" oder wegen Urlaubswünschen anderer, die "unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang verdienen", Einfluss auf den Zeitpunkt nehmen. Nämlich dann, wenn er die Schulferien bei Angestellten mit schulpflichtigen Kindern berücksichtigen muss. Wird man sich nicht einig, hat der Betriebsrat mitzubestimmen.</p><h2>Darf der Chef mich aus dem Urlaub holen?  Und falls ja, unter welchen Umständen?</h2><p>Grundsätzlich nicht. Einmal erteilter Erholungsurlaub lässt sich in aller Regel nicht einseitig widerrufen. Hat der Arbeitgeber den Arbeitnehmer zur Erfüllung des Anspruchs auf Erholungsurlaub (§ 1 BUrlG) freigestellt, kann er den Arbeitnehmer nicht einmal aufgrund einer Vereinbarung aus dem Urlaub zurückrufen (so urteilte das Bundesarbeitsgericht in einem Fall aus dem Jahr 2000). Es müssen also Extremfälle sein, dass ein Rückruf aus dem Urlaub gerechtfertigt ist.</p><p><a class="embedType_danceView" title="Work-Life-Balance: Endlich Urlaub! Wie viele Tage wir zum Erholen brauchen - und das Gefühl in den Alltag retten" href="https://www.stern.de/wirtschaft/job/endlich-urlaub--wie-viele-tage-wir-zum-erholen-brauchen-und-das-gefuehl-in-den-alltag-retten-8822568.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard">Warum urlaub so wichtig ist - und wie viele Tage wir zum erholen rbauchen_14.35</a></p><h2>Kann ich Resturlaub mit ins neue Jahr mitnehmen?</h2><p>Normalerweise muss der Jahresurlaub im laufenden Kalenderjahr gewährt und genommen werden. Es sei denn, es liegen dringende betriebliche oder in der Person liegende Gründe (zum Beispiel Krankheit) vor, die es dem Arbeitnehmer nicht möglich machen, den Urlaubsanspruch im laufenden Kalenderjahr zu nehmen. Dann müssen die verbliebenen Tage in den ersten drei Monaten des Folgejahres, also bis spätestens zum 31. März, gewährt und genommen werden. </p><h2>Was ist, wenn ich im Urlaub krank werde?</h2><p>Werden die Krankheitstage durch ein ärztliches Attest bestätigt, werden die Tage der Arbeitsunfähigkeit nicht auf den jährlichen Urlaub angerechnet. Heißt: Die Urlaubstage stehen dem Mitarbeiter weiterhin zu. Allerdings darf er die Krankheitstage nicht einfach hintendran hängen. Der Urlaub muss dann neu genehmigt werden. Das <a class="taxonomy-entity organization" title="Bundesarbeitsgericht" href="https://www.stern.de/wirtschaft/job/themen/bundesarbeitsgericht-4147224.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Bundesarbeitsgericht</a> entschied zudem auf Grundlage einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs bereits im Jahr 2012, dass ein wegen einer langjährigen Erkrankung nicht genommener Urlaub erst 15 Monate nach Ablauf des Urlaubsjahres verfällt.</p><h2>Kann ich mir Urlaubstage auszahlen lassen?</h2><p>Im Gesetz heißt es dazu, dass der Jahresurlaub abgegolten werden müsse, wenn er wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr gewährt werden könne, zum Beispiel im Falle einer fristlosen Kündigung oder eines Aufhebungsvertrags mit sofortiger Wirkung. </p><h2>Kann mein Urlaubsanspruch verfallen? </h2><p>Nur dann, wenn der Arbeitgeber seinen Angestellten zuvor über die Verfallsfristen aufgeklärt hat. Das hat das Bundesarbeitsgericht im Februar 2019 in einem Grundsatzurteil entschieden. Demnach müssen Arbeitgeber ihre Beschäftigten künftig auffordern, noch nicht beantragten Resturlaub zu nehmen und darauf aufmerksam machen, dass er sonst verfällt. Unternehmen müssen ihre Angestellten "klar und rechtzeitig" auf nicht genommenen Urlaub hinweisen. Wann ein Hinweis rechtzeitig kommt - dazu trafen die Bundesrichter noch keine Entscheidung. Nach Ansicht von Experten können Beschäftigte nun prüfen, ob sie vielleicht doch noch Anspruch auf Resturlaub haben, von dem sie dachten, dass er verfallen sei.</p><p><strong>Quelle:</strong> <a class="external-link" href="http://www.gesetze-im-internet.de/burlg/index.html?embedded=true&amp;deliveryChannel=desktop" target="_blank" rel="noopener">Bundesurlaubsgesetz,</a> <a class="external-link" href="https://www.dgbrechtsschutz.de/ratgeber/fragen-antworten/uebersicht/beitrag/urlaub/ansicht/10-fragen-und-antworten-zum-urlaub/details/anzeige/" target="_blank" rel="noopener">dgbrechtsschutz.de</a> AFP/DPA</p></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Tierleid, Gesundheit und Klimawandel: Chef von Rügenwalder Mühle: "Es ist jetzt an der Zeit, weniger Tiere zu essen"</title>
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      <description>Rügenwalder Mühle ist bekannt für für Mett, Teewurst und andere Fleischprodukte. Aber auch das vegetarische Sortiment des Wurstproduzenten wächst. Nun hat der Chef des Unternehmens klare Forderungen an die Kunden. </description>
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      <pubDate>Mon, 02 Sep 2019 08:45:08 GMT</pubDate>
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      <atom:updated>2019-09-02T08:45:08Z</atom:updated>
      <content:encoded><![CDATA[<div class="rtf-content-wrapper"><p>Godo Röben, Chef des Unternehmens Rügenwalder Mühle, fordert einen stärkeren Verzicht auf Fleisch. "Es ist jetzt an der Zeit, mal 50 Prozent weniger Tiere zu essen", sagte Röben der Deutschen Presse-Agentur. Die Rügenwalder Mühle macht mittlerweile fast 40 Prozent des Umsatzes mit vegetarischen Produkten.</p><p>"Wenn man sich die letzten 50 Jahre in der Branche anguckt, muss man zugeben: Wir haben alles nur größer, schneller, effizienter gemacht." Schon vor zehn Jahren sei absehbar gewesen, "dass wir drei riesige Probleme im Sortiment haben, die von Jahr zu Jahr größer werden: Tierleid, Gesundheit und Klimawandel".</p><h2><a class="embedType_danceView" title="Veggie-Schiene wächst weiter: Für mehr fleischlose Produkte: Rügenwalder Mühle stellt Currywurst-Produktion ein" href="https://www.stern.de/genuss/essen/fuer-mehr-veggie--ruegenwalder-muehle-stellt-currywurst-produktion-ein-8793602.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard">Rügenwalder Mühle stellt Currywurst-Produktion ein 17.20</a>Rügenwalder Mühle ist für Preiserhöhung</h2><p>Von einer Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Fleisch hält Röben jedoch nichts, da das Geld nicht zweckgebunden für das Tierwohl eingesetzt werden könne. Dennoch müsse der Preis für Fleisch steigen. "Ich glaube, die Politik wird zusehen, dass die tierischen Produkte teurer werden, weil es auch verdammt noch mal nötig ist", sagte er. "Wir können nicht ein halbes Kilo Hack für 2,99 Euro verkaufen. Da muss sich jeder fragen, wie das Tier gelebt haben soll." Für das Tierwohl sollten zum Beispiel das Kupieren der Schwänze und das Kükenschreddern "einfach verboten werden".</p><p>Auch für den Klimawandel sei der Verzicht auf Fleisch wichtig. Ohne eine Agrarwende seien die Pariser Klimaziele nicht zu erreichen.</p></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Mehr Crews und Flugzeuge: Eurowings in diesem Sommer pünktlicher</title>
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      <description>Köln - Die Fluggesellschaft Eurowings hat eine positive Bilanz für die Hauptreisezeit gezogen. In den vergangenen sechs Wochen seien 76 Prozent der Flüge pünktlich angekommen, erklärte die Lufthansa-Tochter anlässlich des Ferienendes im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen.</description>
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      <pubDate>Mon, 02 Sep 2019 07:39:12 GMT</pubDate>
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      <atom:updated>2019-09-02T07:39:12Z</atom:updated>
      <content:encoded><![CDATA[<div class="rtf-content-wrapper"><p>Die Fluggesellschaft <a class="taxonomy-entity organization" title="Eurowings" href="https://www.stern.de/wirtschaft/news/themen/eurowings-4149254.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Eurowings</a> hat eine positive Bilanz für die Hauptreisezeit gezogen. In den vergangenen sechs Wochen seien 76 Prozent der Flüge pünktlich angekommen, erklärte die Lufthansa-Tochter anlässlich des Ferienendes im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen.</p><p>Zum Vorjahr bedeute das eine Steigerung um 13 Prozentpunkte. Im Sommer 2018 hatte es im europäischen Luftverkehr ein bis dahin beispielloses Flugchaos gegeben, das unter anderem von einem Überangebot der Airlines und knappen Ressourcen bei der Flugsicherung verursacht worden war.</p><p>Auf rund 9000 Flügen habe man mehr als eine Million Gäste ans Ziel gebracht, erklärte Eurowings für den Sommer 2019. Top-Ziel war erneut Mallorca, das Eurowings von 21 europäischen Flughäfen anfliegt.</p><p>Die Gesellschaft führt die verbesserte Pünktlichkeit auf Maßnahmen zurück, die nach den Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr eingeleitet worden seien. So wurden unter anderem mehr Crews und Flugzeuge in Reserve gehalten sowie am Boden mehr Personal eingesetzt. «Unsere Anstrengungen und intensiven Vorbereitungen der vergangenen Monate zahlen sich aus», erklärte Organisationschef Michael Knitter.</p></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Mehr Platz für Veggie-Produkte: Das Ende der Currywurst bei der Rügenwalder Mühle</title>
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      <description>Als die Rügenwalder Mühle anfing, Fleisch aus Pflanzen zu verkaufen, war der Widerstand im eigenen Haus groß. Doch mittlerweile macht der Wursthersteller fast 40 Prozent seines Umsatzes vegetarisch. Und der Firmenchef sagt: Es ist an der Zeit, weniger Tiere zu essen.</description>
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      <atom:updated>2019-09-02T07:34:55Z</atom:updated>
      <content:encoded><![CDATA[<div class="rtf-content-wrapper"><p>Egal, ob die <a class="taxonomy-entity keyword" title="Currywurst" href="https://www.stern.de/panorama/themen/currywurst-4107864.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Currywurst</a> nun im Ruhrpott erfunden wurde oder doch in Berlin, aus einem Ort kommt Deutschlands wohl beliebtester Imbiss jetzt nicht mehr: In Bad Zwischenahn hat die Rügenwalder Mühle zum 1. September das Ende ihrer Currywurst aus Fleisch besiegelt.</p><p>Der Wursthersteller brauche mehr Platz für seine vegetarischen Produkte, sagt Firmenchef Godo Röben. Mehr noch: Die <a class="taxonomy-entity keyword" title="Fleisch" href="https://www.stern.de/genuss/essen/themen/fleisch-4134244.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Fleisch</a>- und Wurstbranche habe es in den vergangenen Jahren übertrieben, Tierwohl und Klimaschutz seien auf der Strecke geblieben, sagt der 50-Jährige. «Es ist jetzt an der Zeit, mal 50 Prozent weniger Tiere zu essen.»</p><p>Bemerkenswerte Töne für einen der bekanntesten Fleischverarbeiter des Landes. Und eine Strategie, die auch im eigenen Haus anfangs nicht jeden überzeugte. «Natürlich gab es große Widerstände», sagt Röben über die Einführung der Veggie-Produkte der Rügenwalder <a class="taxonomy-entity keyword" title="Mühle" href="https://www.stern.de/kultur/film/themen/muehle-4141066.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Mühle</a> vor fünf Jahren. «Der Vegetarier war ja der natürliche Feind des Fleisch- und Wurstherstellers.» Aber das bisherige Geschäftsmodell sei einfach nicht mehr zukunftsfähig gewesen.</p><p>«Schon vor zehn Jahren konnte man sehen, dass wir drei riesige Probleme im Sortiment haben, die von Jahr zu Jahr größer werden: Tierleid, Gesundheit und Klimawandel», erinnert sich Röben. Es sei absehbar gewesen, dass die Massentierhaltung wegen der wachsenden Weltbevölkerung nicht weniger werde. Die <a class="taxonomy-entity organization" title="Weltgesundheitsorganisation" href="https://www.stern.de/gesundheit/themen/weltgesundheitsorganisation-4165930.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Weltgesundheitsorganisation</a> WHO habe gewarnt, es werde zu viel Fleisch gegessen. Und die Tierhaltung sei klimaschädlicher als der gesamte weltweite Verkehr. «Wenn man das sieht, dann muss man ein neues Geschäftsmodell haben.»</p><p>Doch das Thema fleischlose Ernährung polarisiert. Vor drei Jahren warb der damalige Agrarminister Christian Schmidt (<a class="taxonomy-entity organization" title="CSU" href="https://www.stern.de/politik/deutschland/themen/csu-4540588.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">CSU</a>) sogar für ein Verbot von Produktnamen wie «vegetarisches Schnitzel» oder «vegane Currywurst». Sein Argument: Die Begriffe seien «komplett irreführend und verunsichern die Verbraucher». Was nach Fleisch klingt, sollte bitte schön auch vom Tier kommen. So als ob der Verbraucher auch Gefahr laufe, Scheuermilch mit Kuhmilch zu verwechseln.</p><p>Ein Blick in die Geschäftszahlen zeigt hingegen, dass es für Fleischersatzprodukte einen Markt gibt. Röbens Veggie-Strategie macht heute 35 bis 38 Prozent des Umsatzes der Rügenwalder Mühle aus. «Das Ziel von 40 Prozent werden wir im nächsten Jahr auf jeden Fall erreichen», sagt Röben.</p><p>Die Veggie-Produkte kommen dabei nicht einfach zusätzlich ins Sortiment. Die Fleischverarbeitung sei in den vergangenen vier Jahren um durchschnittlich drei Prozent zurückgegangen. Diese Kapazitäten werden jetzt für vegane und vegetarische Produkte gebraucht. Wobei beim Ende der Currywurst zur Wahrheit dazu gehört, dass das Unternehmen sie erst seit 2014 im Angebot hatte und einräumt, das Vermarktungsumfeld sei schwierig gewesen.</p><p>Dennoch ist es Röben wichtig, dass man, anstatt nur Verzicht zu predigen, den Kunden gute Alternativen bieten müsse. Denn: «Den Menschen vorzuschreiben, was sie essen sollen, funktioniert nicht.»</p><p>Das Interesse an Fleischersatzprodukten nimmt weltweit zu. Um den Börsengang des US-Unternehmens Beyond Meat im Mai entstand ein derartiger Hype, dass selbst CSU-Politiker Alexander Dobrindt nach einem Besuch im Silicon Valley von fleischlosen Burgern schwärmte.</p><p>Zum Ärger der Rügenwalder Mühle. «Das ist, als wenn Sie sagen, der Tesla ist ja wohl das allerschönste Auto und vergessen, dass wir auch noch ein paar Autohersteller hier haben», kritisiert Röben. «Wir gehören zu den Top-Ten-Unternehmen in diesem Bereich weltweit.»</p><p>Überhaupt sieht sich der Unternehmer aus Bad Zwischenahn auf einer Ebene mit den vielbeachteten Kaliforniern. «Wir sind Auge in Auge mit Beyond Meat», sagt er. Beim Umsatz mit fleischlosen Produkten gebe es keinen Unterschied. Zum Vergleich: Beyond Meat hat seinen Umsatz im zweiten Quartal gemessen am Vorjahr um 287 Prozent auf gut 67 Millionen Dollar gesteigert - und seinen Aktienkurs seit Mai versechsfacht.</p><p>Die Rügenwalder Mühle schöpft dabei nur einen Teil der Möglichkeiten beim Fleisch ohne Tier aus: pflanzliche Produkte ja, Insekten und In-vitro-Fleisch aus dem Labor nein. «Ich glaube, Insekten werden sich in Deutschland längere Zeit nicht durchsetzen. Das wirkt für viele eher abstoßend, da ist eine Pflanze viel sympathischer», sagt Röben. Und In-vitro-Fleisch, also im Labor gezüchtetes Gewebe, brauche noch fünf bis zehn Jahre, bis es marktfähig sei. Zudem würden viele sagen: «Das ist ja Frankenstein-Essen.»</p><p>Eine Rügenwalder Mühle, die irgendwann ganz ohne Fleisch auskommt, schließt Röben dagegen nicht aus. «Das wird der Verbraucher entscheiden. Wir sind da keine Missionare», sagt er. Die Currywurst hat's schon erwischt.</p></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Roboter-Plattformen: Automatisierte Geldanlage kommt in Deutschland kaum voran</title>
      <link>https://www.stern.de/wirtschaft/news/roboter-plattformen-automatisierte-geldanlage-kommt-in-deutschland-kaum-voran-8882568.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard</link>
      <description>Frankfurt/Main - Automatisierte Geldanlagen im Internet breiten sich nur langsam in Deutschland aus. Die sogenannten Roboter-Plattformen, bei denen Anleger Geld in Fonds-Portfolien investieren können, stoßen auf weniger Andrang als erwartet, wie Zahlen von Beratern zeigen.</description>
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      <category>Frankfurt am Main</category>
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      <category>Deutsche Bank</category>
      <pubDate>Mon, 02 Sep 2019 07:27:54 GMT</pubDate>
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      <atom:updated>2019-09-02T07:27:54Z</atom:updated>
      <content:encoded><![CDATA[<div class="rtf-content-wrapper"><p>Automatisierte <a class="taxonomy-entity keyword" title="Geldanlage" href="https://www.stern.de/wirtschaft/geld/themen/geldanlage-4161872.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Geldanlagen</a> im Internet breiten sich nur langsam in Deutschland aus. Die sogenannten Roboter-Plattformen, bei denen Anleger Geld in Fonds-Portfolien investieren können, stoßen auf weniger Andrang als erwartet, wie Zahlen von Beratern zeigen.</p><p>«Die Hoffnungen in der Branche haben sich nicht erfüllt», sagt Matthias Hübner, Partner bei Oliver Wyman. Viele Anbieter von digitalen Vermögensverwaltern, darunter Start-ups, hätten die Bedeutung einer bekannten Marke und die Kosten für Kundenakquise unterschätzt. Zudem richteten sich die Geldanlage-Automaten an eine Nische von Kunden, die sich sowohl für Internet-Angebote als auch Wertpapiere interessierten. «Beides zusammen ist selten.»</p><p>Zwar habe sich das verwaltete Vermögen in Geldanlage-Robotern («Robo Advisor») 2018 auf 2,8 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Damit blieb der deutsche Markt aber klar unter den Erwartungen von <a class="taxonomy-entity person" title="Oliver Wyman" href="https://www.stern.de/wirtschaft/news/themen/oliver-wyman-4172852.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Oliver Wyman</a>, die mit 3 bis 4 Milliarden Ende 2018 gerechnet hatten. Erst jetzt habe der Markt rund vier Milliarden Euro Kundengeld erreicht.</p><p>Bei den Robotern geben Sparer an, etwa welche Anlagezeiträume und Risikoneigung sie haben. Danach schlägt ein Computer ein Standardportfolio vor - meist aus Indexfonds (ETFs) auf Aktien, Anleihen oder Immobilien. Die Firmen werben mit vier bis sechs Prozent Rendite pro Jahr bei Gebühren von 0,5 bis einem Prozent.</p><p>Von großen Erfolgen der Banken im Vertrieb ist indes nichts bekannt. Während die Deutsche Bank und Genossenschaftsinstitute keine Zahlen für ihre Robo Advisor nennen, liegen im Sparkassen-Angebot «Bevestor» lediglich 15 Millionen Euro - bei der Vertriebskraft von 260 kooperierenden Instituten. «Cominvest» von der Commerzbank betreut immerhin 500 Millionen Euro. «Die Banken vermarkten ihre Lösungen nur verhalten», sagt Hübner. «Sie fürchten eine Kannibalisierung eigener Fonds.»</p></div>]]></content:encoded>
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    <item>
      <title>Erzeuger unter Druck: Geringere Apfelernte wegen Frost und Hagel befürchtet</title>
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      <description>Äpfel sind Naturprodukte - die Witterung hat Einfluss auf Qualität und Menge. In diesem Jahr wird die Ernte wohl unterdurchschnittlich ausfallen. Die Bauern hoffen aber auf bessere Preise.</description>
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      <category>AMI</category>
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      <category>Deutschland</category>
      <pubDate>Mon, 02 Sep 2019 07:05:57 GMT</pubDate>
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      <atom:updated>2019-09-02T07:05:57Z</atom:updated>
      <content:encoded><![CDATA[<div class="rtf-content-wrapper"><p>Spätfröste und Hagelschäden werden nach aller Voraussicht in diesem Jahr zu einer unterdurchschnittlichen Apfelernte führen. Die Erzeuger hoffen auf auskömmliche Preise.</p><p>Für die Verbraucher dürften sich die Kilopreise im üblichen Bereich bewegen, schätzte <a class="taxonomy-entity person" title="Helwig Schwartau" href="https://www.stern.de/genuss/essen/themen/helwig-schwartau-8219338.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Helwig Schwartau</a> von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) in Hamburg. Er rechne mit Preisen zwischen 1,45 Euro bis 2 Euro pro Kilo. «Das ist der normale Bereich, der der Ware auch gerecht wird.» Immerhin sorgt die Sonne dafür, dass die Früchte von guter Qualität sind.</p><p>Die Erzeuger ihrerseits erhoffen sich nach einem Überangebot im vergangenen Jahr wieder Erlöse, die die Produktionskosten decken. Von den Hagelschlägen seien alle deutschen Anbaugebiete betroffen gewesen, sagte Schwartau. Insgesamt rechnen die Experten in diesem Jahr mit einer Gesamterntemenge von rund 912.000 Tonnen in <a class="taxonomy-entity place" title="Deutschland" href="https://www.stern.de/politik/deutschland/themen/deutschland-4540700.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Deutschland</a>. Die Durchschnittserntemenge liegt bei gut einer Million Tonnen Äpfel. Wegen der Hagelschläge seien 30.000 bis 40.000 Tonnen Tafeläpfel verloren gegangen, sagte Schwartau. Für einzelne Betriebe sei die Situation existenzbedrohend. Nicht alle würden von den voraussichtlich steigenden Erzeugerpreisen profitieren.</p><p>Für die Erzeugerpreise ist die europäische Apfelernte wichtig - auch diese wird den Prognosen zufolge mit rund 10,6 Millionen Tonnen um gut drei Millionen Tonnen geringer ausfallen als im Vorjahr. Das liege daran, dass die osteuropäischen Anbaugebiete, und hier vor allem Polen, unter den Folgen von Spätfrösten leiden. «Aber im Alten Land haben 70 Prozent der Bestände Frostschutz», sagte Schwartau. Mit Hilfe von Beregnungsanlagen können Obstbauern die Bäume schützen.</p><p>Insgesamt sei mit einer steigenden Verbrauchernachfrage nach Äpfeln zu rechnen, weil die Ernte in den Hausgärten und auf den Streuobstwiesen in diesem Jahr geringer ausfallen werde als 2018, erklärte Schwartau. Das liege vor allem an der Trockenheit, aber auch an der so genannten Alternanz: Nachdem die Bäume im vergangenen Jahr sehr reichlich trugen, bräuchten sie in diesem Jahr gewissermaßen eine Ruhepause - mit einem entsprechend geringeren Ertrag.</p><p>Rund 30 Prozent der Ernte gehe in den Verarbeitungsbereich und wird etwa zur Saftherstellung verwendet. In der Regel werden dafür nicht als Tafeläpfel vermarktbare Früchte genutzt, sagte Schwartau: «Die Erzeuger haben im vergangenen Jahr zwischen 4,5 und 5,5 Cent pro Kilo Mostäpfel bekommen.» Die Produktionskosten liegen allerdings zwischen 35 und 45 Cent pro Kilogramm. Nur mit dem Verkauf der Tafelware könnten die Bauern Geld verdienen.</p><p>Niedersachsen gehört in diesem Jahr zu den Bundesländern, die zumindest örtlich erneut unter großer Trockenheit leiden. Für die Apfelerzeuger an der Elbe sei das aber kein Thema, sagte Matthias Görgens von der Obstbauversuchsanstalt Jork der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. «Wir haben hier mehr oder weniger ausreichend Wasser zur Verfügung.» Allerdings führe die extreme Sonnenbestrahlung zu Sonnenbrand bei den Äpfeln, die nicht vom Laub verdeckt sind. «Das sind normalerweise die Schönsten.» Der Sonnenbrand bei Äpfeln zeige sich in hässlichen Stellen, Verbräunungen und Einsenkungen.</p><p>Auch die Apfelernte in Brandenburg ist von einer Spätfrostnacht Anfang Mai zu einem großen Teil zunichte gemacht worden. «Dafür gibt es nur ein Wort: Katastrophe», sagt Klaus Henschel, Präsident des Gartenbauverbandes Berlin-Brandenburg. Blüten und teils Fruchtansätze zersprangen im Frühjahr wie Glas. Schon ausgebildete Früchte fielen wegen Trockenheit dann im Juni von den Bäumen. «Es tut uns weh. Wir wissen noch nicht, wie viele Betriebe das überstehen werden», sagt er. Viele befürchten einen Ausfall von 90 bis 100 Prozent. Die Verluste können noch nicht genau beziffert werden.</p><p>Auch die bayerischen Apfelbauern rechnen für dieses Jahr mit einer unterdurchschnittlichen Erntemenge. Ein Grund sei die Trockenheit des vergangenen Jahres, sagte Karl-Ludwig Rostock vom Bayerischen Erwerbsobstbau-Verband der Deutschen Presse-Agentur. «Weil die Knospen für das Folgejahr bereits im Juni dieses Jahres gebildet werden», erklärte Rostock. Und im Juni 2018 gab es sehr wenig Niederschlag - schlecht für die Apfelknospen.</p></div>]]></content:encoded>
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      <title>«Brauchen einen Systemwechsel»: BDI sieht keine schnellen Fortschritte bei Mobilfunk-Ausbau</title>
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      <description>In vielen Regionen gibt es immer noch weiße Flecken beim schnellen Internet. Wann wird es besser? Der Industriepräsident warnt vor zu hohen Erwartungen.</description>
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      <category>Dieter Kempf</category>
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      <category>Deutsche Presse-Agentur</category>
      <category>UMTS</category>
      <pubDate>Sun, 01 Sep 2019 11:13:27 GMT</pubDate>
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      <atom:updated>2019-09-01T11:13:27Z</atom:updated>
      <content:encoded><![CDATA[<div class="rtf-content-wrapper"><p>Industriepräsident Dieter Kempf sieht wenig Chancen auf schnelle <a class="taxonomy-entity keyword" title="Fortschritt" href="https://www.stern.de/politik/ausland/themen/fortschritt-4153228.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Fortschritte</a> beim Mobilfunk-Ausbau insbesondere auf dem Land.</p><p>«Ich fürchte, dass sich der Zustand beim Ausbau des schnellen Internets in fünf Jahren noch nicht substanziell verbessert hat, vor allem im ländlichen Raum», sagte <a class="taxonomy-entity person" title="Dieter Kempf" href="https://www.stern.de/digital/computer/themen/dieter-kempf-4192056.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Kempf</a> der Deutschen Presse-Agentur. «Wir brauchen einen Systemwechsel», forderte er. Eine staatliche Mobilfunkgesellschaft helfe auch nicht viel. «Statt mit teuren Auktionen Geld aus dem Markt zu ziehen, muss es darum gehen, Investitionen in den Ausbau der Netze attraktiver zu machen.»</p><p>Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (<a class="taxonomy-entity organization" title="BDI" href="https://www.stern.de/politik/deutschland/themen/bdi-4540400.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">BDI</a>) sagte, es sei schon bei der UMTS-Versteigerung ein Grundfehler gemacht worden. «Es wurden ausschließlich Frequenzen versteigert. Besser wäre es gewesen, über eine Negativ-Auktion unrentable Flächen zu versteigern, mit konkreten Ausbauverpflichtungen.»</p><p>Der Finanzminister habe zwar Milliarden für den Bundeshaushalt kassiert. «Aber die Unternehmen haben sich darauf konzentriert, dort zu investieren, wo es rentabel ist. Die Folge ist, dass es heute einen Flickenteppich gibt. Denselben Fehler hat es nun bei der 5G-Versteigerung erneut gegeben.»</p><p>Es gebe zwar Ausbauverpflichtungen für schnellen Mobilfunk entlang von Autobahnen oder Bahnstrecken. «Das Grundproblem ist damit aber nicht gelöst, wie vor allem ländliche Regionen besser versorgt werden können. Es geht dort nicht um 5G, sondern erst einmal um 4G. Wir sollten überlegen, in ländlichen Räumen wieder mehr Masten zu bauen, statt Kabel zu verbuddeln. Das spart viel Geld, rund drei Viertel der Baukosten.»</p><p>Im Juni waren 5G-Frequenzblöcke versteigert worden, und zwar an vier Provider - die Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica und Drillisch. Sie zahlten insgesamt 6,55 Milliarden Euro. Mit dem Ende der <a class="taxonomy-entity keyword" title="Auktion" href="https://www.stern.de/digital/online/themen/auktion-4193922.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Auktion</a> wurde ein wichtiger Meilenstein zur Einführung der fünften Mobilfunkgeneration für das schnelle Internet (5G) erreicht. Das Geld geht an den Bund, der es in die Digitalisierung stecken will - damit soll beispielsweise der Breitbandausbau auf dem Land gefördert werden.</p><p>Deutschlands Industrie will dank des ultraschnellen Standards global wettbewerbsfähig bleiben. Der Download ist im Vergleich zu 4G/LTE etwa 100 Mal schneller, die Latenz - also die Reaktionszeit - ist nahezu in Echtzeit. Ob vernetzte Produktionsmaschinen und Roboter oder selbstfahrende Autos - 5G gilt als der Schlüssel.</p><p>Die <a class="taxonomy-entity organization" title="Deutsche Telekom" href="https://www.stern.de/wirtschaft/news/themen/deutsche-telekom-4540478.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Deutsche Telekom</a> hatte beklagt, die 5G-Versteigerung hinterlasse einen «bitteren Nachgeschmack». Das Ergebnis sei ein Dämpfer für den Netzausbau, da das Spektrum viel teurer sei als in anderen Ländern. Vodafone-Deutschlandchef Hannes Ametsreiter kritisierte, die hohen Kosten für die Firmen seien ein «Desaster für Deutschland», schließlich sollte man das Geld lieber in den Netzausbau stecken.</p><p>Die Spitzen der Koalitionsfraktionen hatten beschlossen, eine neue Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft des Bundes für den Bau von Funkmasten in unversorgten Regionen zu schaffen. In Zukunft solle der Bund mit der Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft dort eingreifen, wo der wirtschaftliche Ausbau nicht funktioniere und weiter weiße Flecken bestünden.</p></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>«Rückgang der Neuverträge»: Mittelständler rechnen mit weniger Auszubildenden</title>
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      <description>Die mittelständischen Unternehmen bilden in Deutschland neun von zehn Lehrlingen aus. Im aktuellen Ausbildungsjahr zeichnet sich allerdings ein Rückgang der Azubi-Zahlen ab.</description>
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      <category>KfW Bankengruppe</category>
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      <pubDate>Sun, 01 Sep 2019 11:03:48 GMT</pubDate>
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      <atom:updated>2019-09-01T11:03:48Z</atom:updated>
      <content:encoded><![CDATA[<div class="rtf-content-wrapper"><p>Sinkende <a class="taxonomy-entity keyword" title="Schülerzahl" href="https://www.stern.de/wirtschaft/news/themen/schuelerzahl-7030110.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Schülerzahlen</a> und der Trend zum Studium belasten die Ausbildung in mittelständischen Unternehmen.</p><p>Der leichte Anstieg der Azubi-Zahlen in den Jahren 2017 und 2018 sei nur ein vorübergehendes Phänomen gewesen, getragen vom Arbeitsmarktboom und der Integration von Flüchtlingen, erläuterte KfW-Ökonom Arne Leifels. «Schon für das gerade gestartete Ausbildungsjahr 2019 erwarte ich wieder einen leichten Rückgang der Neuverträge.»</p><p>Nach einer Umfrage der staatlichen Förderbank rechnen kleinere und mittlere Unternehmen mit weniger Auszubildenden im aktuellen Lehrjahr. Jeder fünfte Betrieb ging bei der Befragung davon aus, weniger Azubis als bisher zu beschäftigen. Nur 13 Prozent wollten mehr Lehrlinge einstellen. Zwei Drittel rechneten mit konstanten Zahlen. An der Erhebung in der ersten Jahreshälfte nahmen Verantwortliche von mehr als 10.000 Unternehmen teil.</p><p>Zwischen 2017 und 2018 war die Zahl der Azubis bundesweit noch leicht um 1,2 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden ermittelt hatte. Nun seien die Vorzeichen andere, sagte <a class="taxonomy-entity organization" title="KfW Bankengruppe" href="https://www.stern.de/wirtschaft/news/themen/kfw-bankengruppe-4114372.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">KfW</a>-Ökonom Leifels. Die duale Berufsausbildung kehre zu ihrem langfristigen Trend zurück, «der durch sinkende Schülerzahlen und steigende Studierneigung klar negativ ist».</p><p>In den Jahren von 2013 bis 2017 boten der KfW zufolge 14,1 Prozent der mittelständischen Unternehmen mindestens einen Ausbildungsplatz an. Dabei gab es zwischen den Bundesländern erhebliche Unterschiede. In Niedersachsen (inklusive Bremen) war der Anteil der ausbildenden Mittelständler mit 20,5 Prozent am höchsten. Schlusslichter waren Firmen in Berlin (9,5 Prozent) und Sachsen (10,3 Prozent).</p><p>Den Angaben zufolge sind es die großen Mittelständler mit mehr als 50 Mitarbeitern, die die Hauptlast der Ausbildung schultern. Von ihnen bilden etwa drei Viertel aus. Prinzipiell gilt, je kleiner ein Unternehmen, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass es Lehrlinge beschäftigt. Von den Unternehmen mit weniger als fünf Mitarbeitern bildeten zuletzt nur fünf Prozent aus. Dabei machen diese Betriebe den größten Anteil (80 Prozent) des Mittelstandes aus.</p><p>Eine Ausbildung ist für die Arbeitgeber kostspielig: Wie teuer genau, sei je nach Branche unterschiedlich, doch im Schnitt zahle der Betrieb immer drauf, sagte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer jüngst der Deutschen Presse-Agentur.</p><p>Nach der aktuellsten Kosten-Nutzen-Rechnung des Bundesinstituts für Berufsbildung (bibb) für das Ausbildungsjahr 2012/13 trägt ein Betrieb pro Azubi jährlich Kosten von etwa 18.000 Euro - zugleich erwirtschaftet der Lehrling rund 12.500 Euro. Das summiert sich bei drei <a class="taxonomy-entity keyword" title="Ausbildungsjahr" href="https://www.stern.de/wirtschaft/news/themen/ausbildungsjahr-4196504.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Ausbildungsjahren</a> auf Kosten von etwa 16.000 Euro.</p><p>Der Mittelstand gilt als Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Sieben von Zehn Beschäftigten arbeiten in kleinen und mittleren Unternehmen. Auch als Ausbilder sind sie enorm wichtig: 90 Prozent der betrieblichen Lehrlinge arbeiten im Mittelstand. Die KfW zählt dazu Firmen mit einem Umsatz von bis zu 500 Millionen Euro. Danach gibt es etwa 3,8 Millionen mittelständische Unternehmen.</p></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>"Restposten": Non-Food-Discounter: Billig ist angesagt – aber wo bloß kommt der ganze Ramsch her?</title>
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      <description>Billig – da stehen wir doch drauf: Ramsch-Märkte durchziehen das gesamte Land. Wo kommt der Krempel her? Und wer verkauft ihn?</description>
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      <pubDate>Sun, 01 Sep 2019 07:47:00 GMT</pubDate>
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      <atom:updated>2019-09-01T07:47:00Z</atom:updated>
      <content:encoded><![CDATA[<div class="rtf-content-wrapper"><p>Montagmorgen – und das E-Mail-Postfach von Ulrich Zimmermann ist schon wieder prall mit Ange­boten gefüllt. Der 68-Jährige betrachtet sie durch eine silberne Brille: "Das hier kommt aus ­<a class="taxonomy-entity place" title="China" href="https://www.stern.de/politik/ausland/themen/china-4191934.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">China</a>. 120.000 Kaffeebecher.“ Eigentlich, sagt die Mail, habe Kaufland die Gefäße bestellt. Sie konnten aber nicht pünktlich geliefert werden. Jetzt wollen die Chinesen sie für 42 Cent pro Stück irgendwie loswerden. Zimmermann streicht sich durch sein graues Haar: "Mmh, könnten wir für 79 Cent verkaufen. Aber 120.000? Das ist mir zu viel.“</p><p>Die nächste Offerte: Ein Krefelder Insolvenzhändler bietet 2414 Popcorn-Automaten von Coca-Cola à 13,90 Euro an. Ware, die eigentlich in Frankreich und Dänemark verkauft werden sollte. "Da ist wohl ’ne Aktion geplatzt“, sagt Zimmermann. "Mal schauen, was geht…“ Eilig klickt er mit der Maus durch sein Warenwirtschaftssystem. "Bei uns wird jeder Furz und Feuerstein vom Computer erfasst!“ Nach einer knappen Minute winkt er ab: "Zu teuer. Wir hatten die Dinger schon mal für 9,99 Euro im Verkauf.“</p><p>Zimmermann, Betriebswirt und Chef der Discountkette "Zimmermann“, ist ein Postenjäger. Unentwegt lauert er Ware auf, die die Überfluss-Industriegesellschaft billigst abwirft. Stimmt der Preis, macht er schnell Millionen locker. "Wer zuletzt bestellt“, sagt er, "den bestraft das Leben.“ Was er kauft, ist ihm ziemlich egal – Klobürsten, Waschpulver, Damenbinden, Schlauchboote, Filzschreiber, Osterhasen, Bratpfannen, Partyschmuck, Spielzeugpanzer. Er legt auch keinen Wert auf Qualität, "die können wir gar nicht abbilden“. Er nimmt einfach alles, was sich auch nur mit ein paar Cent Gewinn in seinen 41 gelb-roten Filialen zwischen Oldenburg, Mainz und Magdeburg verhökern lässt.<figure><img src="https://image.stern.de/8877962/16x9-960-540/6fe0dff08e31dfe6a7b0e65ee5ac479b/Rg/idiotisc-he-preise-picture-1091569502.jpg" alt="  Maggi aus Polen" width="960" height="540"/><figcaption>Maggi aus Polen<br/>© Philipp von Ditfurth/stern</figcaption></figure></p><p>Die Kargheit seiner Läden lässt an die Ur-Aldis denken. Außerdem riechen sie alle gleich: süßlich-­chemisch. Für 77 Cent bekommt man ein Glas Krautsalat oder eine LED-Solarlampe. Für 1,99 Euro eine Lesebrille oder drei Liter Energydrink. Für 3,99 Euro Crocs-Imitate oder zwei verrostete Metallkatzen als Vorgartenschmuck. Und für 7,99 Euro 15 blasse Bratwürste oder Pferdebettwäsche. "Mehr als du denkst!“, heißt der Firmenslogan – und die Kunden füllen ihre Einkaufswagen, als gäbe es kein Morgen. Am Ende bezahlen sie durchschnittlich 13 Euro. "Das Geheimnis ist“, sagt Zimmermann, "man muss ihnen immer idiotischere Preise bieten.“</p><h2>Batman-Drohnen und Kaffee</h2><p>Der Chef überfliegt noch ein paar Mails. Ein Italiener trägt ihm Jacobs-Krönung-Kaffee an, 500 Gramm für 2,61 Euro, mit baltischem Aufdruck. Wahrscheinlich Re-Importware aus Litauen, wo Lebensmittel viel billiger sind. "Da müssten wir ein deutsches Etikett draufkleben.“ Ein ­Holländer hat 1176 Batman-Drohnen aus einer Havarie, ein Deutscher palettenweise Milka-Schokolade, 100 Gramm für 49 Cent. Zimmermann lässt wieder die Maus kreisen: "Globus in Leipzig verkauft Milka gerade für 55 Cent. Zu wenig Marge also, selbst wenn man den Preis noch ein paar Cent drückt.“</p><p>Vor dem Bürofenster docken Lkws an die Lagerhalle an und laden ihre Paletten ab. 20 bis 25 Lieferanten kommen jeden Tag. Der Bedarf der Zimmermann-Filialen ist immens, sechs Einkäufer sind im Dauereinsatz. Am liebsten mögen sie es groß: Vergangenes Jahr hat Zimmermann die komplette Konkursmasse eines großen Aldi-Lieferanten, der bayerischen Royalbeach Spielwaren und Sportartikel Vertriebs GmbH, auf­gekauft: 9000 Viermannzelte, 4500 Dreimannzelte, 4000 Zweimannzelte, Aufblasmatratzen und -pools und noch vieles mehr. Ware für 3,5 Millionen Euro. Nach vier Monaten war so gut wie alles weg.</p><p>In der Branche gilt er als ein Urvater des Billiggewerbes. Als Postenkönig. Als er 1982 seine erste Firma mit 5529,32 Mark Eigenkapital eröffnete, war das nicht abzusehen. Erst drei Jahre später entdeckte er die bereichernde Kraft des Ramschs: "1985 bot mir mein Vermieter, ein Schuhhändler, an, mit nach Kanton zu fliegen. Da kaufte er immer ein.“ In der chinesischen Hafenstadt läuft seit 1957 die weltgrößte Messe für <span class="guj-red-background-color">Import- und</span> Exportware. "Ich bin aus reiner Neugier mitgereist“, sagt Zimmermann. Auf der Messe entdeckte er einen Stapel Ölbilder, Nachahmungen holländischer Meister, "das Zeug würde heute keiner in die Hand nehmen“. Er aber war bezaubert – und bestellte gleich einen ganzen Container davon. 7000 Stück à 4,99 Mark: "Die Chinesen haben dann wie verrückt gepinselt und goldene Rahmen genagelt. Wir haben die Ölschinken für 9,99 Mark verkauft.“ Seitdem ist er angefixt.<figure><img src="https://image.stern.de/8877960/16x9-960-540/1b3b46d16cce64e297f53b898bd78f47/Xj/idiotisc-he-preise-picture-1098824984.jpg" alt="  Grillausstellung im Lager" width="960" height="540"/><figcaption>Grillausstellung im Lager<br/>© Philipp von Ditfurth/stern</figcaption></figure></p><p>Mit seinem Krempel stand er zunächst ziemlich allein auf weiter Flur. Konkurrenz kam nur langsam auf. Der Resterampe-Zunft haftete ein anrüchiges Image an. Kunden huschten in die Läden, als wären es Sexshops.</p><p>37 Jahre später hat sich die Lage gedreht. Billig ist angesagt wie nie zuvor. "Bei uns kaufen Putzfrauen und Professoren“, sagt er, selbst ein stolzer Rotarier. Statistisch öffnet bundesweit jeden Tag mindestens eine Filiale eines Non-Food-Discounters, wie das Genre heißt. Rund 40 Anbieter drängen in die besten Innenstadtlagen. Neben Zimmermann gibt es Tedi, Action, Thomas Philipps, Zeeman, Kodi, Hema, Euroshop, Pfennigpfeiffer, Rusta, Picks raus, Jawoll, Centershop und viele mehr. Rund vier Milliarden Euro setzen sie im Jahr um – prozentual wachsen sie momentan schneller als der Onlinehandel. In einer Zeit, da Traditionsgeschäfte reihenweise dichtmachen müssen, breiten sich die Billigheimer wie Unkraut aus.</p><h2>Rumpelkammer</h2><p>"Kommen Sie“, winkt Zimmermann, "gehen wir in die Rumpelkammer.“ Nach ein paar Türen tut sich das gewaltige Lager auf – ein Wimmelbild aus Menschen, Regalen, Paletten und umhersausenden Gabelstaplern. Zwischen Bergen aus Blumenerde, eingeschweißten Leitern, Küchenpapierrollen und Dosenwürstchen steht Zimmermanns Sohn Sven, 33. Er soll mit seinem Bruder Marc-Philip, 32, später einmal das Geschäft übernehmen. Gerade prüft er, ob der Versand der weißen Wäschekörbe in die Zimmermann-Filialen klappt. Die Behälter bestehen aus dünnem Plastik, das nicht den Eindruck macht, als würde es acht Kilo tropfnasse Wäsche überstehen. Sie stammen von irgendwo aus Italien, Sven weiß es nicht genau. Spottbillig auf jeden Fall. Ideale Zimmermann-Produkte. "Einen Wä­schekorb“, sagt Sven, "brauche ich ja immer.“</p><p>Was man sonst noch alles so braucht, zeigt sich an einem anderen Tag in Köln. Dort sitzt Ulrich Zimmermann in der Cafeteria der Messehalle 10. Er trägt Jeans und ­offenes Hemd und plaudert über die Usancen seiner Zunft. Normalerweise sind Billigheimer wie er lichtscheu, aber der Postenkönig kann sich Offenheit leisten. "Ich habe 37 Jahre – Grüß dich! – in diesem Haifischbecken überlebt, da kannst du – Hey, wie geht’s? – nicht allzu viel falsch gemacht haben.“ Fast jeder hier kennt ihn, hat er doch die "Internationale <span class="guj-red-background-color">Aktionswaren- und</span> Importmesse“ (IAW-Messe) vor 15 Jahren gegründet, um leichter an den Stoff zu kommen.<figure><img src="https://image.stern.de/8877966/16x9-960-540/a6da411a99f6546a98dbe3ca3254a935/Vk/idiotisc-he-preise-picture-1098825254.jpg" alt="  Lager in der Oldenburger Zentrale" width="960" height="540"/><figcaption>Lager in der Oldenburger Zentrale<br/>© Philipp von Ditfurth/stern</figcaption></figure></p><p>Wer über die Messe läuft, bekommt einen Eindruck, was globaler Warenüberfluss bedeutet. Die Produkte der 350 Aussteller aus 17 Ländern türmen sich entlang der Wege. Trinkgläser und Rundgrills, Kleidung und Schuhe, Rasierschaum und Deoroller, Autobatterien und Kopfhörer, Hämmer und Häcksler, Teak-Tische und Weidenkörbe, Kunstweihnachtsbäume und Maniküre-Sets. Woher sie stammen? Diskretion! Die Händler verraten nur: aus Überproduktionen, Retouren, Pleiten, abgebrannten Fabriken. Viele Artikel werden auch eigens für den Ramschmarkt produziert.</p><h2>Hauptsache, saubere Lager</h2><p>Immer wieder sind auch Marken­artikel im Angebot: Adidas-Shirts, Pampers-Windeln, Colgate-Zahnpasta. Zimmermann erklärt, dass Konzerne regelmäßig Produkte relaunchen, also die Inhaltsstoffe oder die Verpackung leicht ändern. Dann geben sie die Altware zum Spottpreis ab. "Weg mit Schmerz“, sagt er, "Hauptsache, saubere Lager.“ Händler wie er brauchen Markenartikel für die Wochenprospekte – sie ­locken die Kunden an.<iframe width="480" height="270" frameBorder="0" src="https://www.stern.de/action/7097106/videoembed?video=3971432">Das Geheimnis eines Billig-SUV "Car of the Year"-Finalist Nis... (2172800)</iframe></p><p>Er nippt am Kaffee. Dann muss er zu seinem eigenen Messestand, schließlich ist er auch Großhändler. Was er in den eigenen Filialen nicht loswird, gibt er an Wettbewerber weiter. In Lkws reist die Ware kreuz und quer durchs Land zum Kunden.</p><p>Nun dröhnt Musik durch die ­Halle. Ein Mann, der ein bisschen aussieht wie der Wetteransager Sven Plöger, greift zum Mikrofon. Es ist Moderator Stefan Grimm, den Zimmermanns Messefirma <span class="guj-red-background-color">wegen</span> seiner Expertise gebucht hat. Grimm eröffnet die Workshops auf der Messebühne. Auch Postenhändler müssen sich fortbilden, denn selbst für Profis ist dieser graue Markt kaum mehr zu überblicken. Immer mehr Billigware wird über Amazon und Ebay an die Verbraucher verhökert. Noch schneller, noch diskreter.</p><p>Grimm selbst betreibt in einem ehemaligen Einfamilienhaus in ­Solingen Europas größte Plattform Restposten.de. Hier treffen Anbieter und Abnehmer aus 97 Nationen aufeinander. Er sagt: "Wir haben allein im vergangenen Monat Produkte im Wert von 2,5 Milliarden Euro bewegt.“ Ständig verfolgt er Preisbildung und Warenströme: "Man kann am Ende nicht richtig nachvollziehen, was in dieser Welt der überschüssigen Wirtschaftsgüter so alles abgeht.“</p><p>Auch er hat keine Erklärung dafür, warum die Non-Food-Discounter ausgerechnet in Deutschland so erfolgreich sind. Ein anderer Experte, Joachim Stumpf von der Münchner BBE Handelsberatung, meint: "Wir sind die Schnäppchenjäger Europas.“<figure><img src="https://image.stern.de/8877958/16x9-960-540/4e3bc2e52b9c62c765dc27042240a31/Pp/idiotisc-he-preise-picture-1087551231.jpg" alt="  Stefan Grimm betreibt die Solinger Plattform Restposten.de. Jeden Monat werden per Internet Ramsch und Posten in ­Milliardenhöhe ­gehandelt. Herkunft: oft unklar." width="960" height="540"/><figcaption>Stefan Grimm betreibt die Solinger Plattform Restposten.de. Jeden Monat werden per Internet Ramsch und Posten in ­Milliardenhöhe ­gehandelt. Herkunft: oft unklar.</figcaption></figure></p><p>Zimmermann glaubt, dass wir Deutschen, die wir alle im Schnitt rund 10.000 Dinge besitzen und eigentlich nichts mehr brauchen, uns nach Konsumkicks sehnen – die er mit seiner Ware liefert. Sicher ist: Non-Food-Discounter sind keine Armenhäuser. "Mit Kaufkraft hat das alles nichts zu tun“, sagt der Fachmann Stumpf.</p><p>Umweltschützer verfolgen den Billig-Boom mit Sorge. "Absoluter Plastikmüll, den niemand braucht“, sagt Viola Wohlgemuth, die <span class="guj-red-background-color">Konsum- und</span> Chemieexpertin bei Greenpeace. "Die Produkte sind oft nicht mal UV-beständig, sodass der größte Teil gleich weggeworfen wird.“ Viele seien auch von vorn­herein als "Saisonartikel für nur eine Woche“ ausgelegt. Neben Fast Fashion gebe es inzwischen auch Fast Deko (etwa: Lichterketten) und Fast Furniture (etwa: Badezimmerschränke). "Würde man die Umweltkosten der Ware mit einberechnen, gäbe es solche Läden erst gar nicht“, sagt Wohlgemuth.</p><p>In Oldenburg öffnet der Postenkönig Zimmermann eine weitere Tür. Sie führt in eine Ausstellungshalle – so groß wie ein Kaufhaus. ­Regale über Regale mit ansehnlich verpackten Produkten, die er unter dem Label "Haushalt International HI“ in Asien fertigen lässt. Gartenschläuche, Backformen, Handtücher, Ladekabel, Klodeckel, Spaten, Töpfe, Weihnachtskugeln.</p><h2>Asiatische Billiglöhner</h2><p>In der Adventsecke zieht er eine LED-Weihnachtsstadt aus dem Regal. Das Holzbauwerk hat die Anmutung der Volkskunst aus dem Erzgebirge. Es wurde aber von asiatischen Robotern aus Sperrholz gelasert. "Den Unterschied sieht man nur an den schwarzen Brandrändern“, sagt Zimmermann. Im Erzgebirge koste so was mindestens 100 Euro, bei ihm 6,99 Euro. Ein Saisonartikel, der nach Gebrauch im Müll landet. Fast Christmas.</p><p>Zimmermanns Sohn Marc-Philip, der die HI-Abteilung verantwortet, behauptet, Kunden sperrten sich ­geradezu gegen mehr Nachhaltigkeit. "Würden wir bei Bratpfannen zwei Euro mehr für die Produktion ausgeben, hätten wir sofort ein langlebiges Produkt. Aber eine solche Nachfrage gibt es nicht.“</p><p>Und am Ende leiden wieder asiatische Billiglöhner für den deutschen Geiz? Man bemühe sich um anständig zahlende Fabrikanten, sagt Ulrich Zimmermann. "Aber in allen Zeiten hat eine Generation den Hintern herhalten und sich aus­beuten lassen müssen. Wie einst die Weber in Deutschland. Ob ich das gut finde oder nicht.“</p><p><strong>Dieser Artikel ist dem aktuellen <em>stern</em> entnommen:</strong></p><p><strong></strong></p><p><strong></strong></p><p><strong><figure><img src="https://image.stern.de/8871482/16x9-960-540/f57174a8bb6268d2afd7ff2717200582/Iu/cover36-apps.jpg" alt="" width="960" height="540"/><figcaption></figcaption></figure></strong></p></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Neue Sonderabgaben: Eskalation im Handelskrieg USA-China: Strafzölle in Kraft</title>
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      <description>Die USA und China läuten eine neue Runde in ihrem Handelskrieg ein. In den beiden größten Volkswirtschaften treten neue Strafzölle in Kraft. Der Konflikt bremst die Weltkonjunktur. Kommt es zu neuen Gesprächen?</description>
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      <pubDate>Sun, 01 Sep 2019 06:00:38 GMT</pubDate>
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      <atom:updated>2019-09-01T06:00:38Z</atom:updated>
      <content:encoded><![CDATA[<div class="rtf-content-wrapper"><p>Der Handelskrieg zwischen den USA und <a class="taxonomy-entity place" title="China" href="https://www.stern.de/politik/ausland/themen/china-4191934.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">China</a> hat abermals eine neue Eskalationsstufe erreicht. Am Sonntag traten auf beiden Seiten wie angekündigt neue Strafzölle in Kraft.</p><p>Die neuen Sonderabgaben der <a class="taxonomy-entity place" title="USA" href="https://www.stern.de/politik/ausland/themen/usa-4540794.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">USA</a> in Höhe von 15 Prozent auf weitere chinesische Importe im Wert von mehr als 100 Milliarden US-Dollar konterte China mit Gegenzöllen in Höhe von fünf und zehn Prozent.</p><p>Seit einem Jahr liefern sich die beiden größten Volkswirtschaften einen <a class="taxonomy-entity keyword" title="Handelskrieg" href="https://www.stern.de/wirtschaft/news/themen/handelskrieg-4127596.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Handelskrieg</a>, der in beiden Ländern zu einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums geführt hat und auch die Weltkonjunktur bremst. US-Präsident Donald Trump will China mit den Strafzöllen zum Abschluss eines umfassenden Handelsabkommens bewegen. Die Verhandlungen sind seit Monaten festgefahren, sollen aber vielleicht diesen Monat wieder aufgenommen werden.</p><p>Erstmals erheben die USA auch <a class="taxonomy-entity keyword" title="Strafzoll" href="https://www.stern.de/politik/ausland/themen/strafzoll-4186498.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Strafzölle</a> auf in China hergestellte Konsumgüter wie Fernseher, Bücher, Windeln und Turnschuhe. Die Zölle dürften nach Ansicht von Experten mittelfristig zu Preiserhöhungen für US-Verbraucher führen. Am 15. Dezember sollen dann Strafzölle von ebenfalls 15 Prozent auf weitere Konsumgüter aus China im Wert von rund 160 Milliarden US-Dollar in Kraft treten. Dann werden auch Produkte wie Smartphones, Laptops und Kleidung erfasst werden.</p><p>Alle im August angekündigten amerikanischen Strafzölle sollten ursprünglich von Sonntag an gelten. Doch ließ Trump die zweite Tranche verschieben, um das Weihnachtsgeschäft nicht zu belasten. Von Dezember an gelten dann auf fast alle Warenimporte aus China - 2018 waren das rund 540 Milliarden <a class="taxonomy-entity keyword" title="US-Dollar" href="https://www.stern.de/wirtschaft/geld/themen/us-dollar-6268412.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">US-Dollar</a> - Strafzölle.</p><p>Als unmittelbare Reaktion verhängte China Gegenzölle in Höhe von fünf und zehn Prozent auf Importe aus den USA. Die Sonderabgaben traten am Sonntag zeitgleich mit den US-Zöllen in Kraft und treffen unter anderem amerikanische Bauern. Zehn Prozent werden zusätzlich auf Importe von Fleisch, Gemüse wie Mais und Kartoffeln, Obst, Meeresfrüchte, Kleidung und Lederwaren erhoben. Fünf Prozent entfallen auf Sojabohnen, Milchprodukte, Pilze und Chemikalien.</p><p>Es ist der erste Teil von angekündigten Strafzöllen Chinas auf Einfuhren aus den USA mit einem Volumen von insgesamt 75 Milliarden US-Dollar (67,74 Mrd Euro). China plant weitere Gegenzölle in Höhe von fünf und zehn Prozent am 15. Dezember, wenn die weiteren US-Abgaben in Kraft treten. Zehn Prozent werden dann zusätzlich auf Waren aus den USA wie Kaffee, Obstsäfte, Wein und Bier, Medikamente, Holz und auch Autos erhoben. Fünf Prozent kommen auf Zigaretten, Kleidung, Autoteile, Elektrogeräte und Flugzeugmotoren drauf.</p><p>Bislang hatte Trump nur Strafzölle auf chinesische Waren wie Industriegüter und Maschinen im Wert von rund 250 Milliarden US-Dollar verhängt. Diese führten zu Mehrkosten bei Unternehmen, aber nicht direkt bei Verbrauchern. Diese bestehenden Strafzölle sollen von Oktober an nochmals um fünf Prozentpunkte auf 30 Prozent steigen.</p><p>Nach nervösen Reaktionen an den beunruhigten Aktienmärkten hatte sich Trump wiederholt optimistisch gezeigt, dass die Handelsgespräche bald fortgesetzt werden. Auch gab er sich zuversichtlich, dass China eine Vereinbarung abschließen wolle. In Peking gab es aber keine Anzeichen für eine baldige Wiederaufnahme der Verhandlungen.</p><p>Der Handelskonflikt ist seit mehr als einem Jahr im Gange. Auslöser war ursprünglich die Verärgerung Trumps darüber, dass China weit mehr in die USA exportiert als umgekehrt. Er fordert eine Beseitigung von Marktschranken, kritisiert die Verletzung von Urheberrechten und den zwangsweisen Technologietransfer bei in China tätigen US-Unternehmen sowie staatliche Subventionen.</p><p>Später forderte Trump auch strukturelle Veränderungen in China, die der Führung in Peking aber zu weit gehen. Auch sein Vorgehen gegen den chinesischen Telekom-Riesen Huawei sowie seine Unberechenbarkeit in den Gesprächen verärgerte die chinesische Führung.</p></div>]]></content:encoded>
    </item>
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      <title>Bruttolohn unter 2203: Jeder fünfte Vollzeitbeschäftigte arbeitet für Niedriglohn</title>
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      <description>Berlin - Etwa jeder fünfte Vollzeitbeschäftigte in Deutschland arbeitet für einen Niedriglohn.</description>
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      <category>Susanne Ferschl</category>
      <category>Bundesarbeitsministerium</category>
      <pubDate>Sat, 31 Aug 2019 18:48:19 GMT</pubDate>
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      <atom:updated>2019-08-31T18:48:19Z</atom:updated>
      <content:encoded><![CDATA[<div class="rtf-content-wrapper"><p>Etwa jeder fünfte Vollzeitbeschäftigte in Deutschland arbeitet für einen <a class="taxonomy-entity keyword" title="Niedriglohn" href="https://www.stern.de/wirtschaft/job/themen/niedriglohn-4150390.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Niedriglohn</a>.</p><p>Bundesweit verdienten 4,14 Millionen Menschen - 19,3 Prozent der Vollzeitbeschäftigten - weniger als 2203 Euro brutto im Monat, wie aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linke-Bundestagsabgeordneten Susanne Ferschl hervorgeht. Das Papier liegt der Deutschen Presse-Agentur vor, zuvor hatte das Redaktionsnetzwerk <a class="taxonomy-entity place" title="Deutschland" href="https://www.stern.de/politik/deutschland/themen/deutschland-4540700.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Deutschland</a> (RND) darüber berichtet. 2203 Euro im Monat sind die sogenannte Niedriglohnschwelle.</p><p>«Die Bundesregierung lässt die Menschen in ihrer Not allein und hält an ihrer verfehlten Arbeitsmarktpolitik fest», sagte <a class="taxonomy-entity person" title="Susanne Ferschl" href="https://www.stern.de/news/themen/susanne-ferschl-8137446.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Ferschl</a> dem RND. Hartz IV habe Dumpinglöhne hervorgerufen, Millionen Menschen könnten von ihrer Arbeit nicht leben. «Das kann sich eine Demokratie auf Dauer nicht leisten.»</p><p>Zwischen West- und Ostdeutschland klafft den Angaben zufolge eine große Lücke: Lag in Westdeutschland der Anteil der Niedriglöhner bei 16,5 Prozent, waren es in Ostdeutschland 32,1 Prozent. 26,5 Prozent der vollzeitbeschäftigten Frauen arbeiteten für einen Niedriglohn, bei den Männern waren es 19,3 Prozent. Ziemlich hoch ist der Anteil der jungen Niedriglöhner: In der Altersgruppe unter 25 Jahren waren es 40,6 Prozent.</p></div>]]></content:encoded>
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      <title>Finanzmarktkontrollen: Argentinien stemmt sich gegen Abwärtsspirale der Wirtschaft</title>
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      <description>Argentinien steckt in einer schweren Wirtschaftskrise. Mal wieder. Knapp zwei Monate vor der Präsidentenwahl senken die Ratingagenturen den Daumen. Mit Finanzmarktkontrollen und Stützungskäufen will die Regierung den Niedergang stoppen.</description>
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      <category>Abwärtsspirale</category>
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      <category>Kapitalflucht</category>
      <category>Mauricio Macri</category>
      <category>Ratingagentur</category>
      <category>IWF</category>
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      <category>Wirtschaftskrise</category>
      <category>Twitter</category>
      <pubDate>Sat, 31 Aug 2019 09:33:09 GMT</pubDate>
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      <atom:updated>2019-08-31T09:33:09Z</atom:updated>
      <content:encoded><![CDATA[<div class="rtf-content-wrapper"><p>Die argentinische Regierung will die Abwertung des <a class="taxonomy-entity keyword" title="Peso" href="https://www.stern.de/politik/ausland/themen/peso-4138140.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Peso</a> stoppen und eine weitere Kapitalflucht aus dem hoch verschuldeten Land verhindern.</p><p>Kreditinstitute müssen größere Verschiebungen ihres Vermögens künftig von der Zentralbank genehmigen lassen, wie die Notenbank am Freitag mitteilte. Laut einem Bericht der Zeitung «La Nación» will die Zentralbank ab der kommenden Woche zudem massiv am Devisenmarkt intervenieren, um die Landeswährung zu stützen.</p><p>«Wir alle können mit Verantwortungsbewusstsein und Vernunft dabei helfen, den Argentiniern Ruhe zu geben. Jeder an seiner Stelle», schrieb Staatschef <a class="taxonomy-entity person" title="Mauricio Macri" href="https://www.stern.de/panorama/themen/mauricio-macri-6519210.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Mauricio Macri</a> bei Twitter. «Als Präsident ist das meine einzige Priorität. All mein Handeln weist in diese Richtung.»</p><p>Zuvor hatten die Ratingagenturen Fitch und Moody's ihre Einschätzungen zur Kreditwürdigkeit <a class="taxonomy-entity place" title="Argentinien" href="https://www.stern.de/sport/fussball/themen/argentinien-4155006.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Argentiniens</a> erneut gesenkt. Fitch korrigierte das Rating von «CCC» auf «RD». Die Bewertung bedeutet «Restricted Default», also so viel wie eingeschränkter Kreditausfall, und ist nur eine Stufe vom Rating für Zahlungsausfall entfernt.</p><p>Argentinien habe einseitig beschlossen, fällige Schuldtitel erst später zurückzubezahlen, teilte die <a class="taxonomy-entity keyword" title="Ratingagentur" href="https://www.stern.de/wirtschaft/news/themen/ratingagentur-4541286.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Ratingagentur</a> mit. Darum habe Fitch einen Zahlungsausfall bei dem Land festgestellt. Die Ratingagentur hatte erst Mitte August ihre Einschätzung gesenkt. Moody's stufte die Schulden von Argentinien von «B2» auf «Caa2» hinab. Damit gelten die Kredite des Landes bei der Ratingagentur jetzt als «extrem spekulativ».</p><p>Neben der Fälligkeit von Staatsanleihen will die argentinische Regierung auch den Rückzahlungstermin für die Milliardenkredite des <a class="taxonomy-entity organization" title="IWF" href="https://www.stern.de/politik/ausland/themen/iwf-4157672.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Internationalen Währungsfonds</a> (IWF) verschieben. Er habe mit dem Fonds Verhandlungen über die Fälligkeit der Kredite aufgenommen, sagte Finanzminister Hernán Lacunza.</p><p>«Wir verstehen, dass die Regierung diesen Schritt gemacht hat, um für Liquidität zu sorgen und die Reserven zu schützen. Wir stehen in diesen herausfordernden Zeiten an der Seite von Argentinien», sagte IWF-Sprecher Gerry Rice.</p><p>Als der argentinische Peso im vergangenen Jahr stark abwertete, hatte der IWF Argentinien einen Bereitschaftskredit in Höhe von 57 Milliarden US-Dollar gewährt. Zuletzt geriet die Landeswährung allerdings erneut heftig unter Druck, nachdem bei den obligatorischen Vorwahlen der wirtschaftsliberale Präsident Mauricio Macri eine herbe Niederlage gegen den linken Oppositionskandidaten Alberto Fernández hinnehmen musste.</p><p>Viele Anleger fürchteten offenbar einen Wahlsieg von Fernández und dessen Vizekandidatin, Ex-Präsidentin Cristina Kirchner, bei der Präsidentenwahl im Oktober. Die ehemalige Staatschefin steht für eine protektionistische Wirtschaftspolitik und eine konfliktreiche Beziehung zum IWF.</p></div>]]></content:encoded>
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      <title>Stuttgart, München, Frankfurt: Deutsche Bahn bekommt neuen Wettbewerber im Fernverkehr</title>
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      <description>Im Schienen-Fernverkehr hat die Deutsche Bahn nahezu ein Monopol. Ganz langsam aber kommt Bewegung in den Wettbewerb: Nach Flixtrain wagt sich nun ein weiterer Mitstreiter auf den Markt. Weitere könnten bald folgen.</description>
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      <category>Deutsche Bahn</category>
      <category>Fernverkehr</category>
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      <category>Flixtrain</category>
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      <category>Deutsche Presse-Agentur</category>
      <category>Pendler</category>
      <category>Wochenende</category>
      <pubDate>Sat, 31 Aug 2019 07:22:25 GMT</pubDate>
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      <atom:updated>2019-08-31T07:22:25Z</atom:updated>
      <content:encoded><![CDATA[<div class="rtf-content-wrapper"><p>Die <a class="taxonomy-entity organization" title="Deutsche Bahn" href="https://www.stern.de/wirtschaft/news/themen/deutsche-bahn-4540294.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Deutsche Bahn</a> bekommt im Fernverkehr einen weiteren Konkurrenten: Das Unternehmen Rheinjet aus Meerbusch bei Düsseldorf will vom 8. November an eine Zugverbindung zwischen Stuttgart, München und Frankfurt anbieten.</p><p>Ein Zug soll die drei Städte alle zwei Wochen freitags nacheinander anfahren, sagte Rheinjet-Geschäftsführer Martin Michael der Deutschen Presse-Agentur. Dabei arbeite das Unternehmen mit externen Betreibern zusammen. Die Zeiten seien angemeldet und bereits genehmigt. Schon seit rund einer Woche können Kunden die Fahrten buchen. Je nach Nachfrage soll das Angebot künftig ausgeweitet werden.</p><p>Damit wagt sich nach <a class="taxonomy-entity place" title="Flixtrain" href="https://www.stern.de/wirtschaft/news/themen/flixtrain-7683650.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Flixtrain</a> ein weiterer Anbieter auf den Fernverkehrsmarkt, der mit einem Marktanteil von rund 99 Prozent nahezu komplett von der Deutschen Bahn dominiert wird. «Wir wenden uns vor allem an Pendler, die etwa unter der Woche in einer Stadt arbeiten und am Wochenende nach Hause möchten», sagte Michael. Aufgrund der unterschiedlichen Verkehre bestehe kein direkter Wettbewerb mit der Bahn, hieß es. Angebote wie das von Rheinjet fallen unter den sogenannten Gelegenheitsverkehr.</p><p>Allerdings kritisierte Michael die harten Bedingungen beim Vertrieb und Verkauf der eigenen Tickets, weil Kunden bei Buchungen im <a class="taxonomy-entity keyword" title="Fernverkehr" href="https://www.stern.de/wirtschaft/news/themen/fernverkehr-4157958.html?utm_campaign=wirtschaft&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_source=standard" target="_blank" rel="noopener">Fernverkehr</a> in der Regel nur bei der Bahn suchten. Die Vergabe der Trassen erfolge zudem über ein Tochterunternehmen der Bahn und sei damit nicht neutral. Rheinjet vermittelte bislang vor allem private Charterflüge.</p><p>Die Bahn reagierte gelassen auf den neuen Anbieter. «Konkurrenz belebt das Geschäft», teilte eine Sprecherin am Samstag mit. «Auch wir als DB sind durch den Wettbewerb besser geworden.» Den Vorwurf, die Trassenvergabe sei nicht neutral, wies das Unternehmen allerdings entschieden zurück. «Das Trassenvergabeverfahren wird von der zuständigen Bundesbehörde, der Bundesnetzagentur, streng überwacht und folgt klaren, transparenten Regeln», so die Sprecherin.</p><p>Der Konzern teilte mit, dass der neue Fahrplan für 2020 inzwischen feststehe, der von Dezember dieses Jahres an in Kraft trete. Insgesamt wurden dafür laut Bahn 72.000 neue Trassenanmeldungen eingereicht. Bei knapp 5000 davon handele es sich um Anmeldungen im Fernverkehr, von denen wiederum rund 400 von externen Eisenbahnverkehrsunternehmen eingegangen seien, die nicht zum DB-Konzern gehörten. Dies seien doppelt so viele externe Anmeldungen wie noch im Vorjahr, sagte die Sprecherin.</p><p>Dennoch war Flixtrain - ein Ableger des Fernbusunternehmens Flixmobility - bislang der einzige Konkurrent im Fernverkehr. Vier Verbindungen bietet das Unternehmen derzeit mehrmals täglich an. Zum Vergleich: Die Deutsche Bahn hatte Ende 2018 allein 274 ICE-Züge im Einsatz. 148 Millionen Reisenden im Fernverkehr des Staatskonzerns stehen bei Flixtrain gut 750.000 im ersten Jahr des Regelbetriebs gegenüber. An den Verhältnissen dürfte sich auch mit dem Einstieg von Rheinjet wenig ändern.</p><p>Während die Deutsche Bahn im Fernverkehr nahezu eine Monopolstellung hat, ist der Wettbewerb im Nah- und Güterverkehr deutlich stärker. Laut aktuellen Daten der Monopolkommission lag der Marktanteil des Konzerns im Nahverkehr im Jahr 2016 bei rund 67 Prozent - gemessen an den Zugkilometern. Der Bahn zufolge kamen rund die Hälfte der Trassenanmeldungen im Regionalverkehr von externen Anbietern.</p></div>]]></content:encoded>
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