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"Inside Ku Klux Klan": Wo die Kreuze brennen: bei Rassisten zu Hause

3000 - vielleicht 5000 - Mitglieder hat der Ku Klux Klan, der unheimliche wie unverkennbare Rassistenbund in den USA. Der Fotograf Johnny Milano hat die Rechtsextremisten monatelang begleitet - und Bilder aus einer anderen Welt mitgebracht.

Klan-Mitglieder stellen Kreuz auf

Das Kreuz ist eines der Insignien des Ku Klux Klans und ihrer Unterorganisationen, wie der "Nordic Order Knights" und der "Rebel Brigade Knights". Im Henry County, Virginia richten sie das Kreuz auf, um es später anzuzünden.

Vor allem, aber nicht nur irgendwo in den unendlichen Weiten des Südens, dort, wo der Glanz der USA schon lange von der brennenden Sonne mattiert wurde, da hat der Ku Klux Klan seine Heimat: South Carolina etwa, Arkansas, Kentucky, Tennessee, wo der Rassistenbund vor 100 Jahren nach seiner zeitweiligen Auflösung wiedergegründet wurde. Ein paar tausend Menschen bekennen sich noch immer zu der Organisation mit den weißen Kapuzen. Nachdem der Klan in den allerersten Jahren um 1870 herum mit Überfällen Angst und Schrecken verbreitete, in den 1960er Jahren mit Mordanschlägen und Bombenterror für Schlagzeilen sorgte, hat er sich seit den 90ern auf Angriffe auf schwarze Kirchengemeinden spezialisiert.

Zuletzt wurden in den Südstaaten immer wieder afroamerikanische Kirchen attackiert – nachdem ein Weißer im Juni ein Gotteshaus in Charleston, South Carolina überfallen und dabei neun Menschen erschossen hatte. Der Ku Klux Klan erklärte den Täter, einen 21-jährigen Rechtsextremisten, anschließend zum Helden.

Der Fotograf Johnny Milano verbrachte einige Monate zusammen mit den Mitgliedern des Ku Klux Klans, reiste von Staat zu Staat, um Einblicke in das Leben und die Riten der Rechtsextremisten zu bekommen.

Sehen Sie hier einen Teil seiner Bilder, die aus dem Projekt entstanden sind.Auf der Seite der Nachrichtenagentur Reuters finden Sie weitere Bilder und Information (auf Englisch)

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