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Umfrage: Mehr oder weniger Sex in Corona-Zeiten? So läuft's bei den Deutschen im Bett

Ein Datingportal wollte das Liebesleben der Deutschen in Zeiten des Coronavirus erforschen und förderte mit einer Umfrage überraschende Erkenntnisse zutage. Auch aus der Kondomindustrie gibt es Neuigkeiten.

Sex in Zeiten des Coronavirus

Das Liebesleben der meisten Deutschen leidet offenbar kaum unter dem Coronavirus (Symbolbild)

Unsplash

Auf Abstand und mit Mundschutz lässt sich schlecht flirten – dennoch leidet das Liebes- und Sexleben der Deutschen in der Coronakrise einer Umfrage zufolge nur wenig. 87 Prozent der Befragten sahen jedenfalls keine Einschränkung in diesem Lebensbereich, wie das Online-Datingportal "Secret.de" unter Berufung auf eine repräsentative GfK-Umfrage mitteilte. 

Manche Befragten gaben darüber hinaus noch detaillierter Auskunft. Von ihnen gaben knapp 60 Prozent der Liierten an, dass die Umstände sie als Paar näher zusammengebracht hätten. Jeder Fünfte hatte mehr Sex als vorher, zwölf Prozent besseren. Ein Viertel dieser auskunftsfreudigen Teilgruppe berichtete jedoch auch von Konflikten, die sich negativ auf ihr Liebesleben auswirkten.

40 Prozent der Singles legten Datingpause ein

Bei den Singles legten gut 40 Prozent eine Datingpause ein. Elf Prozent trafen sich auf Abstand, zehn Prozent knutschten weiter und weitere zehn Prozent hatten Sex, wie "Secret.de" mitteilte. Knapp ein Viertel flirtete demnach nur online oder telefonisch. Das zeigt sich auch in den Statistiken: Auf dem Datingportal wurde im Mai deutlich mehr geschrieben als sonst.

Bei Kondomen hat es indes nur zu Beginn der Corona-Pandemie nach Einschätzung von Herstellern Hamsterkäufe gegeben. Seit dem Shutdown seien aber wohl nicht mehr Präservative verbraucht worden, sagte der Geschäftsführer des Herstellers CPR, Michael Kesselring. Das Unternehmen mit Sitz in Sarstedt bei Hannover produziert nach eigenen Angaben rund 200 Millionen Kondome jährlich, davon rund 15 Prozent für Deutschland, etwa Eigenmarken im Einzelhandel.

Online sei die Nachfrage seit Corona deutlich gestiegen, dafür sei die Prostitution komplett weggebrochen, sagte Kesselring. Nach seiner Einschätzung macht das Geschäft mit käuflichem Sex rund 20 Prozent des Kondommarktes in Deutschland aus. In der Vergangenheit hatten die deutschen Hersteller dazu anonym Daten zusammengetragen.

Kondomverkäufe auf normalem Niveau

Das Bielefelder Unternehmen Ritex produziert jährlich 100 Millionen Kondome überwiegend für den deutschen Markt. Es hatte für den März von einem drastischen Umsatzanstieg berichtet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat hätten sich die Umsätze fast verdoppelt, hieß es. Inzwischen habe sich die Lage wieder normalisiert, sagte Geschäftsführer Robert Richter. Auch das Unternehmen Mapa aus Zeven, das unter anderem die Marke Billy Boy produziert und vertreibt, teilte mit: "Auf einen Anstieg in Zeiten von Hamsterkäufen folgte ein niedrigerer Umsatz durch den Lockdown. Mittlerweile pendelt sich alles aber wieder in den gewohnten Regionen ein."

wue / DPA

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