Bob Dylan ist mehr als bloß ein Musiker. Er schrieb Klassiker wie „Blowing In The Wind“, „Mr. Tambourine Man“ und „Like A Rolling Stone“, er prägte die Beatles, erlöste Songtexte vom Junge-trifft-Mädchen-Einerlei und machte die Rockmusik erwachsen – wofür er als einziger Songwriter den Literaturnobelpreis erhielt. Bob Dylan ist eine Ikone.
Bob Dylan ist aber auch ein Mysterium. Schon als junger Mann erfand er die absurdesten Geschichten, um seine Herkunft aus einem Kaff in Minnesota zu verschleiern. Dylan heißt er auch nicht wirklich, sondern Zimmermann. Seine Songs spielt der Mann, der jetzt 85 Jahre alt ist (eine Würdigung lesen Sie hier), auf der Bühne in den abenteuerlichsten Versionen, sodass selbst seine größten Fans sie kaum wiedererkennen. Und sogar seine Fans sind mysteriös: In den 70ern, als der Rock-Guru sich zurückgezogen hatte, wurden sein Müll durchsucht. Zwischen den Windeln seiner Kinder könnten sich ja bedeutende Notizen finden, die neue Erkenntnisse über die Welt und den Kosmos enthalten.
Bob Dylan ist aber auch mehr als ein Mysterium – er ist ganz schlicht ein Mensch. Ein oft launischer Mensch, mal eine Plaudertasche, dann wieder ein Sozialphobiker, der nicht einmal mit seinen eigenen Musikern spricht. Jeff Tweedy, Sänger der Band Wilco, hat Dylan kennengelernt und so beschrieben: „Mein Eindruck von ihm ist der, dass er immer und überall wie das schönste Mädchen auf der Party ist: Jeder hat Angst, ihn anzusprechen. Wenn man es doch tut, ist das einzig Schockierende, dass er menschlich ist.“
Und so hat jeder eine eigene, ganz andere Geschichte zu Bob Dylan zu erzählen: Paul McCartney, Dave Grohl, Elton John & Co. über ihre oft seltsamen Begegnungen mit dem Mann, der die Musik veränderte.