Jewel: Ritterschlag vom Altmeister
Die Sängerin wurde 1997 von Bob Dylan gebeten, einige Konzerte für ihn zu eröffnen – eine Ehre, für die sie sogar die Arbeit an ihrem zweiten Album unterbrach. Doch kurz vor dem Start erhielt Jewel strikte Anweisungen über die Verhaltensregeln auf der Tour. Sie erinnerte sich an ein ziemlich ernüchterndes Briefing:
„Sein Manager sagte: ‚Nett, dich zu treffen! Bob möchte dich nicht treffen. Du wirst keine Zeit mit ihm verbringen. Ich will, dass du das weißt.‘ Ich sagte: ‚Alles klar, verstanden.‘“ Beim ersten Konzert kam es für die Sängerin allerdings zur Katastrophe: Ein Dylan-Fan nahe der Bühne unterhielt sich so laut, dass sie kaum einen Song durchspielen konnte. Nach mehrfacher Bitte, das Gespräch einzustellen, ließ sie einen Scheinwerfer auf den Störenfried richten und von der Security ins Foyer führen. Anschließend hatte sie ein schlechtes Gewissen, einen Dylan-Fan verärgert zu haben – und dann geschah Folgendes:
„Sein Manager kam zu mir und sagte: ‚Mr. Dylan möchte Sie gerne in seiner Umkleide treffen.‘ Bob liebte es, dass ich jemanden aus seiner eigenen Show geschmissen hatte. Ich bin ausgeflippt – er war so nett zu mir!“ Für den Rest der Tournee bat er sie jeden Abend zu sich, sprach mit ihr über ihre Musik, gab ihr Bücher und forderte sie auf, niemals den Glauben an sich zu verlieren.
„Sein Manager sagte: ‚Nett, dich zu treffen! Bob möchte dich nicht treffen. Du wirst keine Zeit mit ihm verbringen. Ich will, dass du das weißt.‘ Ich sagte: ‚Alles klar, verstanden.‘“ Beim ersten Konzert kam es für die Sängerin allerdings zur Katastrophe: Ein Dylan-Fan nahe der Bühne unterhielt sich so laut, dass sie kaum einen Song durchspielen konnte. Nach mehrfacher Bitte, das Gespräch einzustellen, ließ sie einen Scheinwerfer auf den Störenfried richten und von der Security ins Foyer führen. Anschließend hatte sie ein schlechtes Gewissen, einen Dylan-Fan verärgert zu haben – und dann geschah Folgendes:
„Sein Manager kam zu mir und sagte: ‚Mr. Dylan möchte Sie gerne in seiner Umkleide treffen.‘ Bob liebte es, dass ich jemanden aus seiner eigenen Show geschmissen hatte. Ich bin ausgeflippt – er war so nett zu mir!“ Für den Rest der Tournee bat er sie jeden Abend zu sich, sprach mit ihr über ihre Musik, gab ihr Bücher und forderte sie auf, niemals den Glauben an sich zu verlieren.
© Billy Bennight / Imago Images