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Meisterwerke von Reuters-Fotograf Adrees Latif: Rette sich, wer kann!

Fotografen der großen Nachrichtenagenturen prägen unser Bild von der Welt. Wir zeigen in die Menschen hinter der Kamera und ihre besten Aufnahmen - diesmal Adrees Latif von Reuters.

Latif - Proteste in Myanmar

Myanmar, 27. September 2007. Für dieses Bild erhielt Adrees Latif im Jahr 2008 den renommierten Pulitzer-Preis. Es entstand während der sogenannten Safran-Revolution in Myanmar und zeigt den japanischen Videojournalisten Kenji Nagai, der von Sicherheitskräften angeschossen wurde und später an seinen Verletzungen starb.

Die Arbeit von Agenturfotografen hat sich nicht geändert, nur die Geschwindigkeit in der die Ergebnisse zu sehen sind: Wenn früher in New York der Flughafen wegen Schneefalls gesperrt war, gab es am nächsten Tag keine Farbfotos in der Zeitung. Wenn heute ein Bus in Donezk von einer Granate getroffen wird, gehen die Bilder in einer halben Stunde um die Welt. Adrees Latif arbeitet seit 20 Jahren bei Reuters und hat einen großen Teil dieser Entwicklung miterlebt. Als er 1989 anfing professionell zu fotografieren, hatte er noch einen Film, der erst entwickelt werden musste - seine Bilder erschienen frühestens am nächsten Tag in den Zeitungen. Mittlerweile schickt er seine Fotos direkt von der Kamera aus an die Agentur und damit in die Redaktionen der Welt.