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Tattoos, Piercings, Implantate: Schönheit liegt im Auge des Betrachters – Hauptsache extrem

Sich mit Tätowierungen, Piercings und Implantaten unter der Haut zu einem Wesen einer anderen Art zu stilisieren, ist seit vielen Jahren Trend. Zu finden sind Fans dieser Kunst in der VIEW Fotocommunity.

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Was nicht den gesellschaftlichen Konventionen entspricht, macht den meisten Menschen erstmal Angst. Tattoos und Piercings zum Beispiel, die sich nicht dezent unter der Kleidung verstecken lassen, sondern um jeden Preis auffallen wollen. Mitten im Gesicht, am Hals und den ganzen Körper hinab. Sie sind nicht nur Schmuck, sie sind ein Statement – und damit religiös und kulturell in vielen Regionen der Welt auch ein Tabu. Für diejenigen jedoch, die sich tätowieren lassen, sind Tattoos ein Teil von sich. Meist sind es visuelle Erinnerungen an prägende Ereignisse oder lebensverändernde Momente. Manchmal steckt auch die Liebe zur Selbstdarstellung dahinter.

Früher hat man Tätowierungen mit Gefängnisaufenthalten verbunden, wo sich die Insassen gegenseitig mit Kugelschreiberminen mindestens die drei Punkte unters Auge gesetzt haben. Die Assoziation zu "Verbrechern" mag ein weiterer Grund sein, warum auch heute noch manche Menschen kein Verständnis für die Form der Kunst haben. Die anderen Tattooträger waren Seeleute und Hafenarbeiter. Doch diese Zeiten sind vorbei.

Stark im Trend

Auf der anderen Seite sind Tätowierungen so stark im Trend wie nie zuvor. Tattoostudios schießen wie Pilze aus dem Boden, viele von ihnen bieten auch Piercings und Implantate an. In Großstädten mit starken Subkulturen, wie Berlin oder Hamburg, ist der Anblick von Ganzkörper-Tattoos keine Seltenheit mehr. Etwas weniger oft sind – noch – subdermale Implantate zu sehen, mit denen zum Beispiel die Teufelshörnchen modelliert werden.

In erster Linie zeugen Tattoos und Piercings von Selbstliebe, von dem Narzissmuss, den eigenen Körper verschönern zu wollen. Sie können auch Trost spenden, zum Beispiel nach Erkrankungen oder wenn ein geliebter Mensch verstorben ist. Und sie können Kraft geben, wenn bestimmte Worte, Tiere oder Pflanzen als ewiger Begleiter die eigene Haut verzieren.

bal
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