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Wunderwelt Arktis: Diese Schönheit wird sterben - wegen uns

Die Meereseisflächen nehmen ab - jeden Tag. Was für eine einzigartige Schönheit durch Menschenhand in Bedrohung gerät, hat Student David Golyschny eindrucksvoll mit seiner Kamera dokumentiert. Begleiten Sie den Fotografen auf eine Reise durch die Arktis.

"Dies war der erste volle Tag der Reise und wir lagen bei Nebel und schlechtem Wetter in der Diskobucht auf Reede. Durch den Gletscher, der sich durch den Iliulisat-Eisfjord zieht und regelmäßig kalbt, entstehen diese gigantischen Eisberge."

"Dies war der erste volle Tag der Reise und wir lagen bei Nebel und schlechtem Wetter in der Diskobucht auf Reede. Durch den Gletscher, der sich durch den Iliulisat-Eisfjord zieht und regelmäßig kalbt, entstehen diese gigantischen Eisberge."

Für einen 22-Jährigen ist David Golyschny schon ziemlich weit um die Welt gekommen. Das Reisen ist auch der Ursprung für seine Liebe zur Fotografie. Schon in seiner Kindheit ist der Student immer viel gereist. Aus den Souvenir-Schnappschüssen wurden mit der Zeit eindrucksvolle Kunstwerke. Schon sein Großvater hatte stets eine Kamera im Schlepptau. "Das Fotografie-Virus liegt also in der Familie", scherzt er. 

Der Kölner hält besonders gerne Tiere, Landschaften und die Natur in Bildern fest. Früher wollte er gerne professioneller Fotograf werden - doch es blieb bei einem Hobby, und so entschloss er sich für das Studium des Grundschullehramts. Der Fotografie blieb er trotzdem treu: "Ich bin immer auf der Suche nach besonderen Naturerlebnissen, nicht nur um spannende Bilder machen zu können."

Endlich Eisberge

"Die Reise in die Arktis habe ich 2010 mit meinem Großvater unternommen, nachdem wir im Jahr davor etwas enttäuscht aus Norwegen wiederkamen, da wir - natürlich - keine Eisberge gesehen haben", erzählt er. Die beiden entschlossen sich bei ihrem zweiten Trip für eine Reise mit einem Schiff, das auch durch dickes Eis fahren konnte. 

Ihr kleines Abenteuer begann in Kangerlussuaq (Grönland) und sollte einmal über die Baffin Bay, hinein in die kanadische Arktis und wieder zurück zur Westküste Grönlands führen. "Allerdings waren die Eisbedingungen in diesem Sommer so ungünstig, dass wir nur mit Mühe und Not kanadisches Gewässer erreicht haben", erinnert sich der 22-Jährige. Die Eisschichten waren selbst für das Schiff zu dick, so dass sie sich lange Zeit an der grönländischen Küste aufhalten mussten. 

Das Sterben der Arktis

"Durch die zahlreichen Landgänge, die Fahrten mit den bordeigenen und eistauglichen Schlauchbooten und nicht zuletzt durch die tolle Routenführung des Kapitäns sind für mich bis heute einmalige Aufnahmen entstanden." Beim Anblick der umwerfenden Schönheit der Arktis wurde David Golyschny bewusst, was für ein einzigartiges Naturspektakel verloren geht, wenn die Erderwärmung weiter zunimmt und die Eislandschaften weiter schmelzen. Ein Verlust, der einem eindringlich bewusst wird, wenn man ihn mit eigenen Augen erlebt hat: "Für mich ist diese Zeit bis heute unvergesslich". 


Weitere Bilder von David Golyschny finden Sie auch in unserer VIEW Fotocommunity.