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Meeresfotografie: Blick aufs Meer und in die Seele

Blaue Weiten, fremde Menschen, frische Ansichten: Fotografie ist für Holger Martens nicht nur ein Beruf, sondern auch eine Möglichkeit neue Perspektiven auf das Leben zu finden. Wir zeigen eine Auswahl seiner besten Aufnahmen von Mensch und Meer.

Von Gesa Holz

Für Holger Martens ist die Fotografie mehr als nur ein Beruf – für ihn ist sie eine Möglichkeit, das Leben aus einem anderen Winkel zu betrachten. Schon als Kind ist Martens viel mit der Kamera auf Entdeckungstour gegangen: "Ich war damals gern allein unterwegs und bin es auch noch heute." Für ihn ist die Fotografie ein Zusammenspiel von Spannung und Beruhigung. Die Möglichkeit auf Suche zu gehen, neue Perspektiven zu probieren, neue Leute kennen zu lernen.

Mit der Fotografie dem Alltag entfliehen

Angefangen hat die Fotografie nur als Hobby – beruflich leitet Martens eine . Das kostet ihn viel Kraft, lässt ihn unerfüllt und ausgebrannt. Als es mit der Gesundheit bergab geht, gibt es nur eins, das den jungen Fotograf den Alltag vergessen lässt: das Fotografieren. Hier kann er seine Gedanken sammeln. Sich nur auf das konzentrieren, was er durch den Sucher sieht. Er kann der Alltagshektik entfliehen, seine Sorgen für einen Moment vergessen, sich auf den Moment fokussieren. Wie eine Art beschreibt der Fotograf seine Leidenschaft.

Wenn es etwas gibt, was Martens den Schritt zur Selbstständigkeit gehen lässt, dann ist es der Durchbruch zur Digitalfotografie: Er kann seine Ergebnisse direkt sehen. Kann sehen, dass sie gut sind. Kann sich mit ihnen ein neues Leben aufbauen. Seine Arbeiten geben ihm die Möglichkeit durch Europa zu reisen, Workshops zu geben, zu fotografieren.

Alles eine Frage der Haltung und Perspektive

Für Martens ist Fotografie und das Leben eine Frage der Haltung. "Man muss sich auf das jeweilige Niveau begeben, vielleicht mal irgendwo raufklettern oder sich hinlegen“, sagt er voller Überzeugung. Fotografieren bringt Fleiß, Arbeit und Experimentierfreude mit sich. Eine Weisheit beschreibt seine Leidenschaft ganz besonders treffend, findet er: Alles ist schon einmal fotografiert worden, nur eben nicht aus der Perspektive und der Situation, in der man sich selber gerade befindet. Wenn man das Motiv hinterfragt, erklärt Martens, geht es dabei auch darum, sich selbst zu hinterfragen - den eigenen Blickwinkel zu ändern, anderes zuzulassen und neues auszuprobieren.

Ein Blick durch die Linse ist wie ein Blick in die Seele

vereint alles, was Martens bewegt. Für ihn ist es Beruf, Leidenschaft, Ruhe. Am liebsten ist er dabei in der Natur, der Norden hat es ihm besonders angetan. Hier passen Stürme und Tageslicht oft gut zusammen. Hier hat er Hafen und Meer vor Augen. Bei der Landschaftsfotografie kann er runterkommen, muss nicht schnell sein, hat alle Zeit der Welt. Dort fotografiert er besonders gerne Menschen in ihren Seelenmomenten. Lernt sie vorher kennen oder fängt spontan ihre Emotionen in einem Foto ein.

Für Holger Martes ist Fotografie nicht eine Leidenschaft, sondern ein Weg seine eigenen Perspektiven zu ändern – ein Blick in die eigene Seele.

Unterwasserfotografie: In den Tiefen der Meere
"Wohl einer der beliebtesten Tauchplätze auf Bonaire. Meiner Meinung nach zurecht. Die Kreuz und Quer platzierten Pfeiler allein bilden schon eine schöne Kulisse, die an Taucher gewöhnten Fischschwärme machen es richtig rund."

"Wohl einer der beliebtesten Tauchplätze auf Bonaire. Meiner Meinung nach zurecht. Die Kreuz und Quer platzierten Pfeiler allein bilden schon eine schöne Kulisse, die an Taucher gewöhnten Fischschwärme machen es richtig rund."

Weitere Bilder von Holger Martens finden Sie auch in unserer VIEW Fotocommunity

gho
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