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Unterwegs in Havanna: Das ist das wahre Kuba: Porträts so ehrlich, erschütternd und doch wunderschön

Die meisten Kuba-Fotos von Touristen sehen immer gleich aus: Oldtimer auf den Straßen, Frauen mit Zigarren im Mund, Musiker am bekannten Malecón in Havanna. Fotograf Volker Figueredo Véliz hatte irgendwann genug davon und machte sich auf die Suche nach dem "echten" Kuba.

Volker Figueredo Véliz erzählt: "Die Dame auf dem Foto bot mir ein Geschäft an. Als Kubanerin könne sie – mit meinem Geld allerdings – Wohneigentum erwerben. Wenn wir dann verheiratet wären, würde das Haus auch mir gehören. Ich habe das Angebot letztendlich dann doch abgelehnt."

Volker Figueredo Véliz erzählt: "Die Dame auf dem Foto bot mir ein Geschäft an. Als Kubanerin könne sie – mit meinem Geld allerdings – Wohneigentum erwerben. Wenn wir dann verheiratet wären, würde das Haus auch mir gehören. Ich habe das Angebot letztendlich dann doch abgelehnt."

Wenn Menschen aus einem Kuba-Urlaub wiederkehren, haben sie meist immer wieder die gleichen Fotomotive im Gepäck. Amerikanische Oldtimer in bunten Farben, Einheimische paffend mit Zigarre oder den Malecón, den berühmten Steinwall in Havanna, der die Uferstraße vor dem Meer schützt.

"Kuba ist ein Traum für jeden Fotografen", sagt Fotograf Volker Figueredo Véliz. "Jeder der nach Kuba kommt, macht die wahrscheinlich besten Fotos seines Lebens. Aber nach zwei Wochen Urlaub hat vermutlich jeder die gleichen Fotos gemacht, wie zehntausende Fotografen vor ihm schon." Auch er konnte die typischen Bilder irgendwann nicht mehr sehen. "Ich hatte irgendwann das Gefühl, ich hätte nun alle Kuba-Fotos schon gemacht." Also suchte er auf den Straßen Havannas authentische Motive - und fand die Seele Kubas. 

Zwischen Deutschland und Kuba

"Seit 2004 reise ich immer wieder nach Kuba. Anfangs waren meine Reisen eher unregelmäßig, aber seit fast vier Jahren lebe ich nun überwiegend in Havanna", erzählt der Fotograf. Der ehemalige Mitarbeiter eines IT-Unternehmens genießt dort nun seinen Ruhestand.

Je öfter er in das Land reiste, desto mehr lernte er Spanisch sprechen. "Genauer gesagt, ich lernte die Sprache der Straße", sagt er. "Die Kubaner lieben es, wenn man mit ihnen in Kontakt tritt. Und wenn dann ein 'Extrañero' [ein Fremder] auch noch ihre Sprache spricht, kann man sehr schnell ihr Herz gewinnen."

Wie verbunden Volker Figueredo Véliz mit dem Land und den Leuten mittlerweile ist, kann man auch an seinem Nachnamen erkennen. Vor einigen Jahren nahm er eine Studentin, die auf dem Weg zur Universität in Santiago de Cuba war, als Anhalterin mit und verliebte sich. Schon zwei Monate später heirateten die beiden. Der Fotograf nahm daraufhin den Nachnamen seiner Frau an.

Fotografieren ohne unnötigen Ballast

"Im Februar 2014 blieb ich dann längere Zeit in Havanna, denn ich hatte keinen Rückflug nach Deutschland gebucht. Jeden Tag streifte ich durch die Straßen Havannas, manchmal 15 Kilometer." Auf seinen Ausflügen durch die Stadt nahm er immer seltener seine komplette Fotoausrüstung mit. Eine Leica-M und ein 35mm-Objektiv reichten ihm irgendwann aus. "Aus der Entfernung etwas heran zoomen, das ging nicht mehr. Ich musste nahe herangehen und die Distanz zu den Protagonisten körperlich mit meiner Kamera überwinden", erzählt der Fotograf und kann diesen Schritt nur empfehlen: "Meine Fotos wurden deshalb immer lebendiger - und damit auch besser."

So nah an den Kubanern wie Volker Figueredo Véliz sind die wenigsten Fotografen. Das blieb nicht lange unbemerkt. "Irgendwann schrieb mir ein Amerikaner aus San Antonio, Texas, er hätte meine Fotos im Internet entdeckt und wollte von mir lernen, wie man solche tollen Fotos macht", erzählt er. Sie trafen sich in Havanna. "Ich zeigte ihm 'mein Kuba' und offenbarte ihm Möglichkeiten ein Kuba zu fotografieren, das vor ihm nur wenige Fotografen gesehen hatten." Auf seiner Webseite bietet er mittlerweile Fototouren durch Havanna auch für andere Fotografen an. 

Weitere Bilder von Volker Figueredo Véliz finden Sie auch in unserer VIEW Fotocommunity.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.