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Fotointerview

Fragen beantworten ohne Worte: Wie ein Fotograf die Welt sieht: Poesie trifft auf Selbstironie

In unserem Fotointerview beantworten Mitglieder der VIEW Fotocommunity Fragen mit Bildern statt mit Worten. Wie poetisch und zugleich selbstironisch man diese Aufgabe umsetzen kann, zeigt uns dieses Mal der Hamburger Fotograf Jonas Albrecht.

So sah ich vor 25 Jahren aus.

So sah ich vor 25 Jahren aus.

Der Hamburger Jonas Albrecht lebt den Traum von vielen jungen Menschen: Er arbeitet als Fotograf - und das seit einem Jahr sogar hauptberuflich. Der liegt bei seiner Arbeit auf der Porträt- und Reportagefotografie.

Beruflich hat er allerdings schon einige Stationen hinter sich: Betreiber einer kleinen Verleih-Firma für Licht- und Tontechnik, technischer Zeichner in einem Architekturbüro und Kulissenbauer. Gibt es etwas, das der 26-Jährige nicht kann? Rechtschreibung, antwortet er mit einem selbstironischen Bild auf unsere Frage. 

"In meiner Freizeit veranstalte ich Konzerte, spiele in einer Band und engagiere mich in einem sozialem Verein", erzählt er. "Aktuelle Projekte sind, neben kleinen Musikvideos, Reportage-Arbeiten zu verschiedenen Themen. Die ersten Ergebnisse dazu wird man im Februar sehen."

Die Dreifaltigkeit des menschlichen Gesichts

Eines seiner größeren Projekte ist aktuell die Serie "Trinitas", lateinisch für Dreifaltigkeit. Für das Projekt beschäftigt sich Jonas Albrecht mit der Symmetrie von Gesichtern. "Ich möchte Bilder erstellen, die einmal das komplette Gesicht zeigen und einmal jeweils die rechte und linke Gesichtshälfte gespiegelt. Kein Gesicht ist komplett symmetrisch und jeder hat eine Schokoladenseite. Aus der Neuropsychologie erfährt man, dass sich in der linken Gesichtshälfte die Emotionen spiegeln und sie daher die charismatischere Seite ist, wobei die rechte Gesichtshälfte eher neutral und symmetrisch ist", schreibt er dazu in einem Aufruf auf seiner Facebookseite.

Regelmäßig sucht der Fotograf Menschen, die ihm dafür Modell stehen wollen. "Die Technik ist natürlich nicht neu und ich bin auch nicht der erste, der solche Bilder erstellt. Aber mich interessiert dieses Thema, vor allem mit dem psychologischem Bezug", schreibt er dazu. Für "Trinitas" ließen sich schon viele Menschen von ihm ablichten, doch die Serie ist noch "work in progress".

Weitere Bilder von Jonas Albrecht finden Sie auch in unserer VIEW Fotocommunity.

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