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Pferdefotografie: Die Trendsetter unter den Tieren: Diese Pferde haben wirklich wilde Frisuren

Eine verwegene Schmalzlocke, eine wilde Zottelmähne oder wunderschön geflochtenes Haar. So anmutig und graziös Pferde auch sind – manchmal müssen eben auch sie albern sein. Das findet auch Fotografin Wiebke Haas und zeigt uns, mit welcher Komik Pferde zu Trendsettern werden können.

"Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde" – ein Spruch, den Fotografin Wiebke Haas gut nachvollziehen kann. Auf die Frage, wieso sie ausgerechnet Pferde fotografiert, ist ihre Antwort eindeutig: Sie liebt die Tiere wegen ihrer Grazie und ihrer Anmut. Für die Fotografin sind die Vierbeiner mit ihrer zurückhaltenden Art, dem schimmernden Fell und der atemberaubende Schönheit etwas ganz Besonderes. Etwas, was sie mit ihren Fotos würdigen möchte. Ihre Bildserie "Horsestyle" fällt jedoch aus der Reihe. Denn Haas betont auch: "Neben ihrer Schönheit können Pferde vor allem eins: albern und urkomisch sein."

Wenn Pferde zu Haarmodellen werden

Fotografin Wiebke Haas ist mit Tieren aufgewachsen. Ihre Leidenschaft für die Fotografie machte sie nach der Schule zum Beruf und reist nun als Tierfotografin um die Welt. Sie sieht Tiere aller Art, doch wenn sie eines ganz besonders fasziniert, dann werden es immer Pferde bleiben, da ist sie sich sicher.

So kam es auch zu ihrer Bildserie "Horsestyle", die 2018 den 3. Platz des Sony Photo Awards gewann. Für die Fotografin ist es wichtig, Pferde nicht einfach nur abzubilden, sondern echte, ja fast menschliche Posen aus ihnen herauszulocken, zu zeigen, wie verspielt die Tiere sind. Inspiriert wurde sie dabei von dem Edelbluthalfingerhengst Mozart, dessen Mähne ihm bei seinem stolzen Auftritt auf einer Pferdeshow auffällig um den Kopf wirbelte. Kurzerhand beschloss Haas, das Tier wie ein Model in Szene zu setzen und schoss ein Foto, welches anschließend um die Welt ging. Heute ist dieses Bild eins der wichtigsten Markenzeichen der jungen Fotografin.

Eine fotografische Herausforderung

Für Haas zählt bei der Serie aber vor allem eins: Pferde sollen ihre Mähnen nicht nur schütteln, sondern es soll der Eindruck einer echten Frisur entstehen. Gesichtsausdruck und Haare sind dabei keineswegs dem Zufall überlassen. So sorgsam geplant und unterschiedlich wie die Frisuren sind, so sehr unterscheiden sich auch die Charaktere der Tiere. "Die fotografische Herausforderung besteht bei diesen Fotos vor allem darin, die Pferde frontal zur Kamera ausgerichtet zu lassen. Viel Fingerspitzengefühl, Lob und Leckereien seitens der Helfer sind daher oberstes Gebot", erklärt die Fotografin zur Entstehung ihrer Serie. Diese Mühe erkennt man sofort – und so wurden die Pferde zu wahren Trendsettern.

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gho
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