HOME

Kreative Fotografie: Geht nicht, gibt's nicht: Dieser Fotograf macht alles möglich

Ein Hobby ist Ihnen zu anstrengend? Fabian Brogle treibt die Liebe zur Nebenbeschäftigung auf die Spitze. Für seine Fotos sucht er auch mal monatelang nach der perfekten Badewanne oder steckt erwachsene Männer in kleine, pinke Tutus. Seine besten Bilder.

Titel: "Klaus, das Chamäleon". "Klaus verstand es, sich in wirklich jede Situation völlig unerkannt zu integrieren", erzählt der Fotograf zu diesem Foto.

Titel: "Klaus, das Chamäleon". "Klaus verstand es, sich in wirklich jede Situation völlig unerkannt zu integrieren", erzählt der Fotograf zu diesem Foto.

Ein zeitraubendes Hobby haben sicher einige Menschen, doch die wenigsten von ihnen werden dafür monatelang nach einer perfekten Badewanne suchen müssen. Oder hunderte Flaschen in einem Spirituosenladen arrangieren. Oder lauter kleine Striche an eine Wand malen.

Ein Typ im pinken Tutu

Für seine einzigartigen Kunstwerke nimmt Fotograf Fabian Brogle die aufwendige Vor- und Nachbereitung gerne in Kauf. "Die Suche nach der geeigneten Lokalität oder den benötigten Utensilien kann im Extremfall Monate dauern", sagt er. Nach der Badewanne für sein Foto "Badenixen" hat er Monate gesucht und fand eine passende schließlich durch Zufall. "Die Nachbearbeitung dauert in der Regel dann nochmals mehrere Stunden oder Tage, da ich relativ viel mit Photoshop arbeite."

Der Schweizer hat viele verrückte Ideen, die er auf "möglichst unkonventionelle und humorvolle Weise" umsetzt. Auch wenn er dafür  einen erwachsenen Mann in ein pinkes Tutu stecken muss:

Zu dem enormen Zeitaufwand kommt, was jeder Künstler kennt: die immer höher werdenden Erwartungen an die eigene Perfektion. Und die der eigenen Frau. "Leider, oder zum Glück ist es so, dass oft anstatt des erhofften 'Super gemacht, Schatz!' ein kleiner Vortrag über diverse Mängel im Bild folgt, die es noch auszubessern gilt. Und in aller Regel muss ich ihr dabei dann Recht geben", gesteht der Fotograf.

"Schabernack-Fotografie" 

Klassische Genres wie die Landschafts- oder Porträtfotografie sind ihm zu langweilig. "Zudem gibt es in diesem Bereich schon genügend talentierte Fotografen, die das viel besser können als ich", findet er. Warum also nicht eine eigene Stilrichtung erfinden? "Schabernack-Fotografie" nennt Fabian Brogle seine Arbeit. "Einen tieferen Sinn oder sogar eine Message sucht man in meinen Bildern vergebens", sagt er. "Den Betrachter sollen sie lediglich für einen kurzen Augenblick aus dem Alltagstrott entführen. Wenn dabei noch ein kleines Schmunzeln auf die Lippen gezaubert wird, haben meine Arbeiten ihren Zweck erfüllt."

Ästhetik steht - im Gegensatz zu vielen anderen Fotografen - bei seiner Arbeit nicht an erster Stelle. Er spielt mit Klischees, scheut sich nicht davor, seine Modelle auch mal in unvorteilhaften Situationen zu zeigen - und erschafft damit eine sympathische Realität inmitten einer überdrehten Fantasiewelt. Frei nach dem Motto "Geht nicht, gibt's nicht" wird alles möglich.

Fabian Brogle wurde 1978 in Basel, Schweiz geboren. Hauptberuflich arbeitet er in der Finanzabteilung einer Sozialversicherung. "Fotografiert habe ich eigentlich schon immer sehr gerne, aber so richtig mit Fotografie auseinandergesetzt habe ich mich erst bei der Geburt meiner Tochter im Jahre 2013", erzählt er.

Subtile Erotikfotografie: Sinnliche Poesie der Vergangenheit


Mehr Fotos von Fabian Brogle finden Sie auch in unserer VIEW Fotocommunity.

Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.