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Heimische Insekten mal anders: Verdammt nah dran

Die Makrofotografie von VIEW-Fotocommunity-Mitglied Alexander Settari ist wirklich außergewöhnlich. Er fotografiert unsere heimischen Insekten so nah, dass sie wirken wie Wesen aus einer anderen Welt: "Mich fasziniert die Herausforderung, unsere eigene Tierwelt spannend abzulichten."

Der Felsenspringer, eines der urtümlichsten Insekten in unseren Breiten, verwandt mit den Silberfischchen. Die Tiere weisen viele ursprüngliche Merkmale der Insekten auf. Das Foto besteht aus 258 Einzelbildern.

Der Felsenspringer, eines der urtümlichsten Insekten in unseren Breiten, verwandt mit den Silberfischchen. Die Tiere weisen viele ursprüngliche Merkmale der Insekten auf. Das Foto besteht aus 258 Einzelbildern.

Das Interesse für Insekten kommt bei Berufsfotograf Alexander Settari nicht von ungefähr - bevor er seine Leidenschaft für die Fotografie entdeckte, studierte er Biologie. Bereits während seines Studiums begann er zu fotografieren, am liebsten im Maßstab 1:1. Neben der Makrofotografie wuchs sein Interesse immer mehr auch für andere Bereiche, wie zum Beispiel die Porträtfotografie. 

Seit 2014 arbeitet Alexander Settari als Fotograf für Beauty-, People- und Theateraufnahmen. Dazu merkt er allerdings an: "Ich bin meinen Wurzeln treu geblieben und betreibe die Natur- und Makrofotografie als Ausgleich."

Die Models vor der Haustür

Der Klagenfurter lichtet nicht besonders außergewöhnliche Insekten und Tiere ab, sondern die, die bei uns allen im Haus oder Garten vorkommen. Dazu gehören Fliegen, Kellerasseln, Wildbienen, Ameisen oder Wespen. Und obwohl uns viele dieser Krabbeltiere tagtäglich über den Weg laufen, schafft es Alexander Settari aus den heimischen Insekten spannende, fast mysteriöse Motive zu zaubern.

Aus einem Insektenauge wird so ein faszinierender Hügel voller Facetten, aus einer Ameise ein riesiges Ungetüm. Seine Motivation ist "die Herausforderung unsere eigene Tierwelt spannend abzulichten".

Kleine Protagonisten

Für seine Bilder benutzt der Fotograf eine ganz besondere Technik, das sogenannte Foto-Stracking. Es gehört zu einer der aufwändigsten Methoden in der Makrofotografie. "Bei dieser Technik werden aufgrund der normalerweise geringen Schärfentiefe bei Makros zum Teil hunderte Einzelaufnahmen von einem Tier erstellt mit versetzter Schärfenebene, anschließend zusammengerechnet und digital aufbereitet", erklärt Alexander Settari. 

Durch diese spezielle Technik schafft er um die Insekten herum eine neue Welt, in der die kleinen Lebewesen plötzlich zu den Protagonisten werden. Manchmal unheimlich, aber immer sehr sehenswert.


Mehr Bilder von Alexander Settari finden Sie in unserer VIEW Fotocommunity oder auf seiner Facebook-Seite.

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