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Bio-Wein vom Discounter: Schmeckt ein Wein für 2,49 Euro? Ein Sommelier verrät's

Die Bio-Branche boomt – auch im Weinanbau. Discounter und Supermärkte füllen daher schon längst die Regale mit Bio-Produkten. Aber wie gut ist eigentlich so ein Bio-Wein von Aldi, Lidl, Edeka und Co.? Wir haben den Test gemacht.

Das sagt der Experte Sommelier Ed Richter:  La Mancha ist das größte Weinbaugebiet in Spanien, wenn nicht sogar das größte zusammenhängende Gebiet der Welt mit ca. 200.000 Hektar, knapp doppelt so groß wie die gesamte deutsche Weinbaufläche. In der Flasche von Aldi sind zwei Rebsorten enthalten: Airén und Macabeo. Airén ist eine Massentraube. Macabeo eine relativ klassische Rebsorte. Die Zusammenstellung des Weins ist gut.      Wie riecht er? Man riecht keinen Fehler. Typisch für jungen Wein aus dem Supermarkt ist eine laktische Note wie bei einem Fruchtjoghurt, das heißt der Wein wurde kühl vergoren, dadurch wird die Fruchtaromatik nach oben gehoben. Es erinnert an Eisbonbon. Etwas ätherisch, etwas zu heftig und künstlich in der Nase.      Wie schmeckt er? Der Wein ist bei 11,5 Prozent weder süß, noch halbtrocken. Das ist schon mal gut. Das Problem bei dem Wein ist die Säure, die wirkt aufgesetzt. Hier könnte Apfel- oder Weinsäure beigefügt worden sein – das ist nicht verboten in diesen Regionen. Dadurch soll der Wein frischer und lebendiger wirken und schmecken.         Fazit: Als frischer Wein zum ganz normalen Käsebrot wäre der Wein okay – zum Runterspülen. Aber dem Wein fehlt komplett der Körper und das Spiel. Er schmeckt nur oberflächlich. Geeignet ist er für den schnellen Genuss, aber nicht zum Abendessen. Eher ein Durstlöscher. Für 2,59 Euro gibt es aber nichts zu meckern.      Schulnote: 3+

Das sagt der Experte Sommelier Ed Richter:

La Mancha ist das größte Weinbaugebiet in Spanien, wenn nicht sogar das größte zusammenhängende Gebiet der Welt mit ca. 200.000 Hektar, knapp doppelt so groß wie die gesamte deutsche Weinbaufläche. In der Flasche von Aldi sind zwei Rebsorten enthalten: Airén und Macabeo. Airén ist eine Massentraube. Macabeo eine relativ klassische Rebsorte. Die Zusammenstellung des Weins ist gut.


Wie riecht er? Man riecht keinen Fehler. Typisch für jungen Wein aus dem Supermarkt ist eine laktische Note wie bei einem Fruchtjoghurt, das heißt der Wein wurde kühl vergoren, dadurch wird die Fruchtaromatik nach oben gehoben. Es erinnert an Eisbonbon. Etwas ätherisch, etwas zu heftig und künstlich in der Nase.


Wie schmeckt er? Der Wein ist bei 11,5 Prozent weder süß, noch halbtrocken. Das ist schon mal gut. Das Problem bei dem Wein ist die Säure, die wirkt aufgesetzt. Hier könnte Apfel- oder Weinsäure beigefügt worden sein – das ist nicht verboten in diesen Regionen. Dadurch soll der Wein frischer und lebendiger wirken und schmecken. 


Fazit: Als frischer Wein zum ganz normalen Käsebrot wäre der Wein okay – zum Runterspülen. Aber dem Wein fehlt komplett der Körper und das Spiel. Er schmeckt nur oberflächlich. Geeignet ist er für den schnellen Genuss, aber nicht zum Abendessen. Eher ein Durstlöscher. Für 2,59 Euro gibt es aber nichts zu meckern.


Schulnote: 3+