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Luftig-leichter Genuss Das weckt Kindheitserinnerungen: Klassischer Grießbrei wie von Oma

Grießbrei
Ein Gericht zum wohlfühlen – locker-leichter Grießbrei wie aus Kindheitstagen
© Rimma_Bondarenko / Getty Images
Gibt es etwas Besseres als cremigen, warmen Grießbrei an kühlen Herbsttagen? Wohl kaum. Die süße Speise weckt Kindheitserinnerungen und beschert so im Handumdrehen ein wohliges Gefühl in der Magengrube. Ein absolutes Comfort Food.

Jeder kennt sie, jeder liebt sie: Gerüche, Eindrücke oder Geschmäcker, die uns sofort zurück in die Kindheit versetzen. Sei es der Duft nach frischem Popcorn im Kino, das wohlige Gefühl der Sonnenstrahlen auf der Nasenspitze oder der Geschmack von herrlich süß-säuerlichem Zitroneneis auf der Zunge. Wiedererlebte Sinneseindrücke lassen uns gedanklich zurück in die Vergangenheit reisen und wecken Erinnerungen an glückliche Kindheitsmomente. Sie aktivieren, ganz wie von Zauberhand, das Belohnungssystem in unserem Gehirn und geben uns – wenn auch nur für einen kleinen Moment – das Gefühl von Geborgenheit und Wärme.

So ist es auch mit dem guten alten Grießbrei. Allein der Duft der süßen Speise lässt einen schon warm um’s Herz werden. Vor allem an kalten Tagen ist die cremige Speise das Highlight schlechthin, wärmend und nahrhaft zugleich. Ganz klar: Manchmal sind die einfachsten Dinge die besten, geraten aber leider oft in Vergessenheit. Dabei kann ein cremiger Grießbrei es locker mit Porridge und Co. aufnehmen.

Grieß – ein feines Korn

Doch was ist Grieß eigentlich genau? Grieß ist ein Nebenprodukt des Mahlprozesses von Getreide. Nach der ersten Zerkleinerung des Getreidekorns zerfällt das Korn zu Mehl, Grieß und Schalenteilen mit Keim. Grieß besteht dabei aus Stärkekörnchen, die durch Eiweißstrukturen zusammengehalten werden. Nach jedem Mahlschritt wird der Grieß aus dem Mehl ausgesiebt und entsteht so aus den Teilen des Korns, die etwas härter als der umgebende Mehlkörper sind.

Grieß ist in den letzten Jahren ein wenig in Vergessenheit geraten und hat sich von Trend-Getreidesorten wie Quinoa, Amaranth und Co. wortwörtlich die Butter vom Brot nehmen lassen. Dabei stecken in dem kleinen Korn zahlreiche gute Eigenschaften. Grieß besitzt einen geringen Fettgehalt, zugleich aber einen hohen Protein- und Ballaststoffanteil. Dies fördert die Sättigung und trägt zu einer gesunden Verdauung bei. Zudem ist Grieß sehr magenschonend – durch die feine Zerkleinerung ist das Getreide sehr viel besser bekömmlich als ganze Körner oder Grütze. Nicht zuletzt enthält es beträchtliche Anteile an Vitamin B, Eisen und Magnesium und kann sich so förderlich auf den Blutzuckerspiegel auswirken.

Zudem ist das Getreide kostengünstig und kommt in zahlreichen verschiedenen Speisen zum Einsatz.  Das Korn ist in herzhaften Speisen wie Suppen, deftigen Aufläufen oder auch Teigwaren wie beispielsweise Nudeln als auch in süßen Gerichten wie Brei und Pudding zu finden.

Der Schlüssel zum Erfolg: Ei und Butter

Vor allem der Weichweizengrieß kommt in süßen Speisen zum Einsatz – im Grießbrei, -eis oder -schmarren, im Kuchen oder andere Süßspeisen sorgt er für eine weiche, sämige Konsistenz.

Rezepte für den perfekten Grießbrei gibt es wie Sand am Meer. Die einen schwören auf eine Zubereitung mit Ei, die anderen lassen es lieber weg. Manch einer gibt zum Schluss ein Stück Butter hinzu, der nächste garniert die Breispeise mit Fruchtkompott oder frischen Früchten. Auch gehackte Nüsse, zerkleinerte Schokolade, Sirup und Saucen nach Gusto oder einfach nur Zimt und Zucker eignen sich als schmackhaftes Topping und machen den simplen Brei zum kulinarischen Erlebnis. Hier sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Für das ultimative Grießbrei-Rezept à la Oma werden Vollmilch und Zucker im ersten Schritt direkt mit dem Schneebesen schaumig schlagen –eine besonders schaumige Konsistenz entsteht. Übrigens: Je höher der Fettgehalt der Milch, desto vollmundiger und cremiger wird der Grießbrei am Ende sein. Nach dem Kochvorgang wird dem fertigen Brei in zwei Schritten Butter und Eigelb, sowie Eischnee zugegeben. Erstere sorgen für Geschmack und Cremigkeit, letzterer für die Konsistenz. Der Eischnee sollte dabei vorsichtig mit einem Teigschaber untergehoben werden, sodass er möglichst wenig Luft verliert – so entsteht eine unverwechselbar luftige Konsistenz, die Gaumen und Zunge entzücken lässt. Ganz so, wie es damals bei Oma geschmeckt hat.

Grießbrei – auch in vegan

Um das Grundrezept zu veganisieren, ersetzen Sie den gleichen Teil an Kuhmilch mit einer pflanzlichen Alternative. Besonders gut eignen sich hierbei Hafer-, Erbsen- oder Sojadrink. Mit einer Alternative aus Kokos geben Sie Ihrem Grießbrei einen exotischen Touch – zusammen mit tropischen Früchten wie Mango oder Ananas ein wahrlicher Genuss. Das Ei lassen Sie bei der veganen Alternative einfach weg.

Rezept für einen klassischen Grießbrei

Zutaten

  • 500 Milliliter              Vollmilch
  • 50 Gramm                  Weichweizengrieß
  • 1 Esslöffel                  Zucker
  • 1 Packung                  Vanillezucker
  • 1 Prise                         Salz
  • 1 Ei
  • 1 Esslöffel                  Butter
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Zubereitung

  1. Die Milch zusammen mit dem Zucker, dem Vanillezucker und einer Prise Salz in einen Topf geben und mit einem Schneebesen schaumig schlagen. Zum Kochen bringen.
  2. Sobald die Milch kocht, den Weichweizengrieß unter Rühren mit einem Schneebesen einrieseln lassen und nochmals aufkochen lassen.
  3. Den Topf von der Herdplatte nehmen und den Grieß zugedeckt fünf Minuten ziehen lassen.
  4. Das Eigelb vom Eiklar trennen und zum Grieß hinzugeben. Gut unterrühren.
  5. Die Butter zum Grießbrei hinzugeben und vollständig schmelzen lassen. Nochmals rühren.
  6. Das Eiklar steif schlagen und den Eischnee vorsichtig mit einem Teigschaber unter den noch warmen Grießbrei heben.
  7. Sofort servieren.

Dazu passen: Heiße Kirchen, Obstkompott oder Zimt und Zucker.


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