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Tricks aus der Profi-Küche: Alexander Herrmann verrät sein Geheimnis: So geht die perfekte Frikadelle

Es gibt Fragen, die stellt sich jeder Hobbykoch: Wie geht die perfekte Frikadelle beispielsweise? TV-Koch Alexander Herrmann kennt die Antwort.

Von Stefanie Hiekmann

Alexander Herrmann Fleischpflanzerl

Alexander Herrmann weiß, wie die perfekten Fleischpflanzerl gelingen

Getty Images

Was können wir von Spitzenköchen für zu Hause lernen? Diese Frage zieht sich durch 208 Seiten in Stefanie Hiekmanns Buch "Nachgefragt: 30 Spitzenköche verraten ihre Küchengeheimnisse". Natürlich ersetzen die Interviews mit den bekannten Küchenmeistern keine Koch-Ausbildung – dafür liefern sie praktisches und geballtes Profiwissen für Hobbyköche zu Hause. 30 bekannte Spitzenköche aus den besten Restaurants Deutschlands, Österreichs und der Schweiz plaudern aus dem Nähkästchen und verraten die besten Tipps zu ihren persönlichen Lieblingsgerichten und Signature Dishes.

Mehr Geheimnisse von den Spitzenköchen in "Nachgefragt". Die Autorin Stefanie Hiekmann ist zur Zeit übrigens auch in der Jury der ZDF-Kochshow "Stadt, Land, Lecker" (samstags, 15.15 Uhr) zu sehen. Das Buch erschien im EMF-Verlag. 208 Seiten. 26 Euro.

Mehr Geheimnisse von den Spitzenköchen in "Nachgefragt". Die Autorin Stefanie Hiekmann ist zur Zeit übrigens auch in der Jury der ZDF-Kochshow "Stadt, Land, Lecker" (samstags, 15.15 Uhr) zu sehen. Das Buch erschien im EMF-Verlag. 208 Seiten. 26 Euro.

Wie geht das perfekte Fleischpflanzerl, Alexander Herrmann?

Dass mir das Fleischpflanzerl so am Herzen liegt, hat vor allem damit zu tun, dass ich in den vergangenen Jahren, in denen ich als Juror oder auch als betreuender Moderator neben den Kandidaten stand, fast ausschließlich schlechte Fleischpflanzerl bekommen habe. Sie waren immer gespickt mit Fehlern, die sich fast nahtlos bei allen durchgezogen haben: Zwiebeln, Brot und Hitze.

Bitte immer die Zwiebeln anschwitzen und kurz mit der Milch aufkochen – das reicht schon aus, damit die Zwiebeln leicht vorgegart sind. Fangen wir mal mit den Zwiebeln an: Ich würde niemals eine rohe Zwiebel in ein Fleischpflanzerl geben! Wenn das Fleisch saftig bleiben soll, dann wird die Zwiebel darin niemals durchgaren, dann bleibt sie immer roh, zumindest zum Teil. Und wenn du dann noch ein Fleischpflanzerl aufhebst und erst am nächsten Tag isst, schmeckt es nur noch nach dieser inzwischen gegärten Zwiebel … Deshalb: Bitte immer die Zwiebeln anschwitzen und kurz mit der Milch aufkochen – das reicht schon aus, damit die Zwiebeln leicht vorgegart sind.

Der nächste Punkt ist das Brot. Die meisten nehmen ein viel zu hartes Brot und legen es dann am besten noch in Wasser ein, sodass es ganz matschig wird. Das muss nicht sein. Alte Semmeln kann man besser raspeln und als Semmelbrösel weiterverwenden. 

Für ein gutes Fleischpflanzerl sollte man lieber ein fein geschnittenes altbackenes Brot nehmen – oder noch besser ein Brot, das ein bisschen Aroma mitbringt, also zum Beispiel eine Brezel oder – wenn es ins Mediterrane gehen darf – auch ein Ciabatta; da wäre ich mit dabei. Wenn es nur altbacken und nicht komplett trocken ist, dann braucht man auch nicht so viel Milch. Und, was viele auch vergessen: Die Menge ist entscheidend! Viele Leute machen ein Mischungsverhältnis von 90 Prozent Fleisch und 10 Prozent Brot. Da bleibt das Fleischpflanzerl unter seinen Möglichkeiten! Vom Volumen, nicht vom Gewicht (Brot ist leichter als Fleisch), kann man locker das Verhältnis 50:50 nehmen. Denn es sind gleich drei wichtige Sachen, die das Brot macht: Es macht das Fleischpflanzerl saftig und locker und sogar noch preisgünstiger.

Die Hitze ist grundsätzlich zu hoch! Die Leute gehen meistens hin und legen die Fleischpflanzerl in eine große Portion heißes Fett. Das ist falsch. Erst mal werden Fleischpflanzerl gebraten und nicht frittiert – sie müssen nicht im Fett schwimmen. Und dann bitte die Temperatur auch nicht so hochdrehen. Langsam braten ist viel besser! Dann bleibt das Fleisch saftig und bekommt mit der Zeit eine wirklich schöne Kruste ohne verbrannte Stellen. 

Pimp my Fast Food: So wird die Frikadelle zum Geschmackserlebnis
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.