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Frischkäse aus Apulien: Warum Burrata der bessere Mozzarella ist

Die Burrata ist eine Sonderform des Mozzarellas und mausert sich zum neuen Trendkäse in unserer Küche. Was ihn so besonders macht und warum Sie ihn jetzt essen sollten.

Burrata

Burrata - der bessere Mozzarella

Getty Images

Eine Burrata sieht eigentlich aus wie ein Mozzarella und ist auch mit ihm verwandt. Beide Käsesorten gehören zu den italienischen Frischkäsen des Filata-Typs und werden auch genauso hergestellt: Dazu wird der Käsebruch gesäuert, abgebrüht und zu langen Fäden gezogen. Unter Rühren, Kneten und Ziehen bekommt der Mozzarella, aber auch die Burrata die typische elastische Konsistenz.

Der Clou - und was die Burrata so besonders macht: Im Inneren befindet sich eine Füllung aus Mozzarella-Fäden und Sahne. Dann wird die Burrata wie ein Säckchen verknoten und in Salzlake gelegt. Am besten schmeckt die Burrata ganz frisch, wenn man den Käse noch am gleichen Tag verzehrt. So kriegt man ihn aber meist nur noch in Apulien. Dort soll er auch erfunden worden sein. Das war einem Zufall geschuldet.

Burrata - eine Notlösung 

1956 schneite es so stark in der Nähe des italienischen Städtchens Andria in Apulien, dass die Milch von den Bauernhöfen nicht in den Ort transportiert werden konnte. Also wurden die Bauern erfinderisch: Um die Sahne zu konservieren, wurde sie in Mozzarella-Säckchen verpackt. Die Geburtsstunde der Burrata. Auch sollte man beim Verzehr nicht auf die Kalorienangabe achten. In 100 Gramm Burrata stecken etwa 317 Kilokalorien, das sind 40 Kalorien mehr als im Mozzarella.

Der Käse wird überwiegend aus Kuhmilch, seltener aus Büffelmilch, zubereitet. Die Burrata schmeckt süßlich mit einer frischen Sahne-Note. Im Ausland und auch hierzulande kommt die Burrata immer häufiger auf die Speisekarte der Restaurants. Sogar Fernsehkoch Tim Mälzer bietet in seiner "Bullerei" in Hamburg einen frischen Tomaten-Salat mit Burrata an. Wird der Käse aber nicht tagfrisch verzehrt, muss man ihn leicht konservieren. Dann ist er bis zu 20 Tage haltbar. Er schmeckt dann etwas weniger intensiv. Wer in den Genuss von frischer Burrata kommen will, muss in Feinkostläden Ausschau halten oder online danach suchen.

Wer Burrata isst, den erwartet einen kulinarische Überraschung. Schneidet man den Käse auf, läuft aus dem Inneren eine sahnig-cremige Frischkäsemasse heraus, die man mit Brot auftunken kann. Burrata eignet sich auch gut als Caprese mit Tomaten und einem Schuss Olivenöl. Sie schmeckt aber auch mit Pasta oder als Belag auf der Pizza. Unser Fazit: Burrata ist vielseitig - und der bessere Mozzarella. 

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