HOME

Calçotada in Katalonien: Das große Frühlingszwiebelfressen

Eigentlich wird das rustikale Gericht nur im Nordosten Spaniens aufgetischt. Nun wurde in Hamburg zur Calçotada geladen: eine sinnlich-leckere Schweinerei mit viel Soße und Rotwein.

Von Till Bartels

Rauf auf den Grill: Nicht die späte Glut wie beim traditionellen Grillen, sondern lodernde Flammen müssen die Außenhaut der Zwiebeln pechschwarz rösten.

Rauf auf den Grill: Nicht die späte Glut wie beim traditionellen Grillen, sondern lodernde Flammen müssen die Außenhaut der Zwiebeln pechschwarz rösten.

Eine Calçotada ist alles anderes als eine saubere Angelegenheit, dafür allerdings ein stundenlanges Vergnügen. Die wichtigsten Zutaten sind die Calçots, die lauchähnlichen Frühlingszwiebeln, wie sie nur in Katalonien vorkommen.

"Wir haben uns zwei Kartons mit 1200 Calçots per Fracht aus Katalonien schicken lassen", sagt Eduard Molner Pejoan, Vorsitzender des deutsch-katalanischen Vereins El Pont Blau, der das Frühlingszwiebel-Festessen, die Calçotada, für Vereinsmitglieder, Freude und Gäste in Hamburg organisiert hat.

Im Nordosten Spaniens gehört eine Calçotada in den Monaten Februar und März zum Familienritual an mindestens einem Wochenende. Doch in Barcelona kann man das traditionelle Gericht kaum in einem Restaurant bestellen. Denn die frischen Calçots müssen draußen unter freiem Himmel befeuert werden.

Also sollte man lieber raus aufs Land fahren, in die Gastwirtschaft eines katalanischen Dorfes oder in einer Masia, den typischen Landhäusern der Region. Doch mit viel Eigeninitiative lässt sich die katalanische Spezialität auch nach Deutschland exportieren, wie die Fotostrecke auf den folgenden Seiten zeigt.

Themen in diesem Artikel