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Neue Sorte: Warum Sie keine Angst mehr vor der "Avocado-Hand" haben müssen

Bislang war das Verspeisen einer Avocado eine gefährliche Sache. Die Briten hatten Mitte des Jahres die Bedrohung erkannt und diskutierten das Phänomen der "Avocado-Hand". Dafür gibt es jetzt eine Lösung: die Cocktail-Avocado.

Die Cocktail-Avocado

Die Cocktail-Avocado

Es waren die Briten, die Mitte des Jahres die Diskussion über das Phänomen der "Avocado-Hand" ins Rollen brachten. Unter dem Begriff versteht man Schnittverletzungen, die man sich beim Hantieren mit der beliebten Frucht zuziehen kann. Beim schwungwollen Hineinstechen trifft das Messer schnell auf den harten Kern - rutscht es dann ab, schneidet man sich. Ein britischer Facharzt für plastische Chirurgie warnte in der "Times" vor Unfällen, die durch Avocados passieren. In seiner Klinik landen wöchentlich rund vier Patienten, die sich eine "Avocado-Hand" zuziehen.

So schützen Sie sich vor der "Avocado-Hand"

Das wäre alles gar nicht nötig, wenn man den Avocado-Liebhabern erklären würde, wie man eine Avocado richtig schneidet. Wir tun das hiermit. Seien Sie jetzt stark: Bislang haben Sie die Avocado falsch geschnitten – und sich deshalb in große Gefahr begeben.

Unser Tipp: Schneiden Sie die Avocado nicht der Länge nach auf, sondern halbieren Sie sie quer. Ist die Avocado besonders reif, können Sie den Kern einfach herausdrücken - ohne das Messer in gefährlicher Manier anzusetzen. Der Vorteil: Sie können das Fruchtfleisch jetzt ganz einfach mit einem Löffel entnehmen.

Schneiden Sie die Avocado in Ringe und belegen Sie damit Salate oder Sandwiches. Mit dieser Methode müssen Sie keine Angst mehr vor Verletzungen haben. Das hätte auch dem britischen Chirurgen einfallen können. 

Die Briten haben noch eine viel bessere Lösung

Aber wieso sollte man sich Gedanken über die richtige Technik machen, wenn es doch eine viel einfachere Lösung gibt? Haben Sie einen genauen Blick auf das Avocado-Bild im Artikel geworfen? Da fehlt doch was? Richtig. Und zwar fehlt der Avocado schlimmstes Übel: der Kern.

Die Supermarktkette "Marks and Spencer" führt ab sofort die Cocktail-Avocado im Gemüseregal. Das ist eine Avocado, die keinen Kern hat. Eine ziemlich pragmatische Lösung. Besser noch: die Avocado ist inklusive Schale verzehrbar. Sie wächst in Spanien und ist das Resultat einer unbestäubten Avocado-Blüte. Leider gibt es die Frucht nur im Dezember und wird normalerweise von den Spitzenköchen in Paris aufgekauft, sagt ein Sprecher von Marks and Spencer der "BBC", dieses Jahr konnte die Supermarktkette aber einige Exemplare abstauben.

Wie schmeckt die kernlose Avocado?

Eine "BBC"-Reporterin hat die fünf bis acht Zentimeter lange Cocktail-Avocado – etwa so groß wie eine Essiggurke – bereits probiert. Zuerst ist sie sich wegen der essbaren Schale unsicher, geschmacklich ist die kernlose Avocado aber genauso cremig wie herkömmliche Avocados. Nur die Schale empfindet sie als bitter, man könnte die Frucht natürlich nach wie vor schälen.

Die beste Nachricht aber: Mit der Cocktail-Avocado ist die "Avocado-Hand" passé.

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