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Schärfe fürs Sushi: Warum Wasabi (fast) immer eine Fälschung ist

Sie lieben Sushi? Dazu tunken Sie das Röllchen gern in Sojasauce und streichen Wasabi darauf? Hiernach werden Sie sich das noch einmal überlegen. Denn um Wasabi handelt sich bei der grünen Paste meist nicht.

Wasabi

Handelt es sich links unten um Wasabi – oder um etwas anderes?

Getty Images

Wer Sushi essen geht, bekommt Röllchen mit gesäuertem Reis, der vom typischen Algenblatt umhüllt ist. Im Inneren befindet sich entweder roher Fisch wie Thunfisch oder Lachs – oder aber Gemüse wie Avocado und Gurke, Tofuvarianten oder Ei. Es gibt unzählige Sushi-Varianten, sie unterscheiden sich je nach Art und Rezept.

Dazu isst man Ingwer und den obligatorischen Wasabi. Aber was ist Wasabi eigentlich? Bei der grünen Paste soll es sich um japanischen Meerrettich handeln, der in der japanischen Küche als scharfes Gewürz oft zum Einsatz kommt. Oft ist hier das Stichwort. Egal ob Sushi vom Lieferservice, im Restaurant oder beim Schnell-Imbiss: Wasabi scheint es in rauen Mengen zu geben, aber der Schein trügt. Die grüne Paste ist so gut wie nie Wasabi - zumindest hierzulande.

Das hängt vor allem mit der schlechten Verfügbarkeit und dem hohen Preis von echtem Wasabi zusammen. Eine ganze Pflanze kostet in Europa über 200 Euro pro Kilogramm. Viel zu viel für die Gastronomie und die Lebensmittelindustrie. Was tut man also? Tricksen. Und zwar mit dem sogenannten Wasabi-Surrogat aus Meerettich oder eben (noch günstiger) mit einem Meerrettich-Senf-Gemisch, das teilweise mit Chlorophyll, Spirulina oder mit einer Kombination aus den Zusatzstoffen Tartrazin (E 102) und Brilliantblau FCF (E 133) eingefärbt wird. Das Wasabi-Surrogat wird schon seit 1939 verwendet und ist seit jeher - aus Kostengründen - stark verbreitet.

Kein Wasabi in Wasabi

Auch die Verbraucherzentrale warnte bereits davor, dass man beim Wasabi schnell getäuscht werden kann. Laut Speisekarte und auch Auskunft der Gastronomen bestellt man zwar Wasabi, stattdessen aber erhält man eine "Mischung aus grün eingefärbtem Meerrettichpulver, Senfpulver und Stärkeverbindungen als Füllstoff". Die Verbraucherschützer bestätigen, dass Gastronomen mogeln, weil die Wasabiwurzel an sich sehr teuer ist.

Es gibt aber eine Möglichkeit, zu erkennen, ob es sich um echten Wasabi handelt oder um eine Fälschung. Zum einen wird der echte Wasabi gerieben und besteht aus kleinen Stückchen. Er hat einen leicht süßen Geschmack zu seiner Schärfe. Meerrettich hingegen ist sehr scharf und hat eine cremige Konsistenz. Handelt es sich im Restaurant nicht um echten Wasabi, dann müsste in der Speisekarte der Zusatz "mit Farbstoff" stehen, denn der "falsche" Wasabi ist stechend grün. Der echte hingegen blassgrün.

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.