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Woran Sie gutes Eis erkennen: Hiernach kaufen Sie nie wieder Eis in der Eisdiele (außer Sie informieren sich)

Jeder Deutsche isst im Schnitt 113 Kugeln im Jahr. Doch zwischen Eisdiele, Kiosk und Supermärkten gibt es große Unterschiede. Wie die Lebensmittelindustrie die Verbraucher austrickst.

Hiernach kaufen Sie nie wieder Eis in der Eisdiele (außer Sie informieren sich)

Eine große Auswahl sollte Sie skeptisch machen

Sommer und passen einfach zusammen - und zaubern ein wenig italienisches Flair in den deutschen Alltag. Vor allem Eisdielen machen in der warmen Jahreszeit das Geschäft ihres Lebens. Aber Achtung! Es gibt große Unterschiede - auch zwischen einzelnen Eisdielen. Vor gut einem Jahr hat sich Sternekoch Nelson Müller die Produktion von Speiseeis für die Verbrauchersendung ZDFzeit etwas genauer angesehen. Seine Recherchen sind heute noch genauso aktuell – und schockierend.

Nehmen wir beispielsweise eine ganz normale Eisdiele: Die hat häufig eine Auswahl von mehr als 30 Geschmacksrichtungen. Wie ist das möglich? Mit Einsatz von Industrieprodukten, die zu Eis angerührt werden. Manche dieser Produkte sind bis zu zwei Jahre haltbar. Eine Ausnahme? Eher nicht. In Deutschland gibt es 7000 Eisdielen. Die wenigsten davon sind Handwerkseisdielen. Die Meisten mischen ihr Eis mit Pulver an. Die Grundmischung ist für alle Sorten gleich: Milch-, Sahnepulver, Bindemittel und Dextrose. Mit einem Sack Pulver kann man bis zu 500 Kugeln Eis produzieren, das wird fälschlicherweise häufig als hausgemacht verkauft. Ist es natürlich nicht. Fürs Aroma werden Pasten oder Saucen darunter gemischt.

Nachfragen und skeptisch sein

Sternekoch Nelson Müller stellt sich unter "eigener Herstellung" etwas anderes vor - als nur Pulver zusammenzumischen. Skeptisch machen sollte eine große Auswahl an Eissorten. Müller rät außerdem, einfach in der nachzufragen, wie das Eis hergestellt wird. Tatsächlich gibt es sie noch: die guten Eisdielen, die alles selber machen.

Auch beim Speiseeis aus dem Supermarkt oder Discounter sieht es nicht besser aus: Die Industrie setzt auf lange haltbare Zutaten und streckt so weit wie möglich. Günstiges Eis macht man mit viel Wasser, Milchpulver, billigem Fett, künstlichen Aromen und anderen Zusatzstoffen. Im Markentest landen die Eissorten vom Discounter auf den letzten Plätzen. Sie sind zu wässrig und voll mit Zusatzstoffen. Das Fazit: Gutes Eis gibt es nicht zum Schnäppchenpreis.

Die ganze Sendung können Sie hier sehen!