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Küchengeräte: Heißluftfritteusen bei Warentest – mehr Frust als lecker Pommes 

Heißluftfritteusen sind begehrt, fallen im Test aber größtenteils durch. An manchen Geräten verbrennt man sich die Finger, andere zerquetschen die Pommes und bei Hähnchenschlegeln wird es meist ganz schön eklig.

So sollen Pommes aussehen, leider klappt das mit Heißluftfritteusen meist nicht.

So sollen Pommes aussehen, leider klappt das mit Heißluftfritteusen meist nicht.

Getty Images

Heißluftfritteusen sind der Küchentrend der letzten Jahre. Sie versprechen das Ergebnis einer klassischen Fritteuse, ohne dass die ganze Wohnung nach Imbiss riecht. Außerdem verbraucht man nicht mehrere Liter Öl, nur um vier Portionen Pommes zu frittieren. 

Stiftung Warentest hat sich die Geräte angesehen und ist nicht amüsiert. Statt toller Ergebnisse liefern die Heißluftfritteusen vor allem "viel heiße Luft" lautet das Fazit. Tatsächlich machen die neuartigen Geräte Kummer auf mehreren Gebieten. Von 13 Geräten im Test erreichte keines die Noten gut oder sehr gut. Fünf Stück errangen ein befriedigend – vier waren jeweils ausreichend beziehungsweise mangelhaft.

Teure Geräte sind mangelhaft

Ein desaströses Ergebnis – mangelhaft kann man auch mit unbrauchbar übersetzen. Unter dem mit Ausreichend benoteten Geräten befand sich das teuerste Gerät im Test. Die Philipps Airfryer XXL HD9762 kostet immerhin 290 Euro. Auch Markengeräte von Tefal, Severin und De'Longhi erreichten nur ein mangelhaft. 

Die schlechten Ergebnisse resultieren meist aus einer Verletzungsgefahr. Einzelne Bauteile erhitzen sich sehr stark, werden sie berührt, verbrennt man sich die Finger. Für die Warentester ein klares No-Go. 

Leider waren die Tester auch von der Zubereitung nicht überzeugt, denn allzu lecker waren die frittierten Nahrungsmittel nicht. Insbesondere die Hähnchenschlegel waren generell eine Enttäuschung. Meist wurde sie nicht knusprig, sondern blieben wässrig. Zudem waren die Schenkel nicht wirklich durchgegart, sondern blieben am Knochen roh. Ziemlich eklig fanden die Warentester. Da lassen sich im Backofen bessere Ergebnisse erzielen.

Auch manche technische Verbesserung überzeugte nicht. Einige Geräte wenden das Frittiergut mit einem Rührarm. So sollen die Pommes von allen Seiten knusprig werden. Klasse Idee, doch leider zerbrechen und zermusen die Rührer die Kartoffelstäbchen, anstatt sie sanft zu wenden. Das Ergebnis ist ein unappetitlicher Pommesbruch.

Pommes gehen doch 

Fritten dürfte das Hauptgericht für diese Art der Zubereitung sein. Immerhin vier Geräte lieferten dann doch leckere Pommes ab. Die besten Fritten und eine befriedigende Gesamtnote bieten nur zwei Geräte: der Philips Airfryer HD9220 (121 Euro) und der Caso AF 400 (124 Euro). Von beiden ist der Caso AF 400 das etwas größere Gerät, das mehr Volumen bereitstellt und eine höhere Leistung bietet. 

Das Urteil der Warentester fällt ziemlich harsch aus. Häufig sind aber offenbar aber nur die von den Herstellern angegeben Garzeiten und Temperaturen nicht richtig gewählt. Mit etwas Experimentierfreude lassen sich bessere Ergebnisse produzieren. 

Liest man sich Erfahrungsberichte und Kundenbewertungen durch, ist der Tenor deutlich freundlicher, als die Testergebnisse vermuten lassen. Allerdings ist auch hier unübersehbar, dass es eine Menge enttäuschter Kunden gibt. Man kann also schließen, dass diese Geräte bei weitem nicht so ausgereift sind wie die Klassiker Backofen und Mikrowelle.

Den ganzen Test können Sie hier gegen eine Gebühr einsehen.

Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?