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Voll mit Zusatzstoffen Kartoffelpüree aus der Tüte? Besser nicht

Kartoffelpüree
Kartoffelpüree aus der Tüte ist weniger empfehlenswert
© Getty Images
Kartoffelpüree zuzubereiten macht viel Arbeit. Deshalb greifen viele zum Fertigprodukt. Wir haben uns die Inhaltsstoffe genauer angesehen, und auch, wie man Püree aus der Tüte eigentlich herstellt. Unser Rat: Machen Sie sich lieber die Arbeit.

Kartoffeln schälen, kochen, zerdrücken und mit Milch, Butter und Gewürzen vermengen. Klar, wer's eilig hat, macht sich selten diese Mühe und greift schneller zum Produkt aus der Tüte. Das ist ein Pulver, das mit Flüssigkeit im Topf angerührt und erhitzt wird. Aber was ist da eigentlich drin?

Für das Püree aus der Tüte werden geschälte Kartoffeln in Scheiben geschnitten, kurz vorgekocht und dann gekühlt. Das soll verhindern, dass die Stärke verkleistert. Danach werden die Kartoffeln weich gekocht und zerkleinert. Auf einer Art Walze trocknet der Brei und zerbröselt zu Flocken. Wer einen Blick auf das Haltbarkeitsdatum wirft, wird sich wundern. Häufig sind die Produkte viele Monate haltbar. Würde es sich nur um Kartoffelflocken halten, wären diese bereits nach kürzester Zeit verdorben.

Kartoffelpüree: So trickst die Industrie

Aber die Industrie kennt einen Trick: Um die Haltbarkeit zu gewährleisten werden dem Kartoffelbrei Zusatzstoffe wie Emulgatoren und Antioxidationsmittel zugesetzt.

Emulgatoren (Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren, E 471) oder Stabilisatoren (Phosphate, E 450, E 340) binden unter anderem die freie Stärke und verbessern so die Konsistenz. Antioxidationsmittel wie Ascorbinsäure (Vitamin C, E 300), Sulfite (E 223) oder Zitronensäure (E 330) verhindern oxidative Veränderungen während des Trocknens, der Brei wird also nicht braun, und sollen die Haltbarkeit verbessern.

Wirft man einen genaueren Blick auf die Inhaltsstoffe der gängigen Fertigpürees wie von Pfanni, Gut&Günstig oder auch Maggi wird schnell klar, dass von "feiner Milch und Butternote" hier keine Spur ist. Sie werden mit Magermilchpulver hergestellt und statt echter Butter wird pflanzliches Fett eingesetzt. Auch um den Wareneinsatz zu sparen. 

Voll mit Zusatzstoffen: Kartoffelpüree aus der Tüte? Besser nicht

Zusatzstoffe satt

Die Stiftung Warentest urteilte über Kartoffelpürees aus der Packung: "Unabhängig von seiner sonstigen Qualität enthält ein konventionelles Fertigpüree Zusatzstoffe satt. Allergiker sollten das berücksichtigen, auch wenn die Stoffe zugelassen sind." Meist sind die Pürees auch noch zu einem Billigpreis von nur wenigen Cent pro Portion zu erhalten. Hier sollte auch der letzte Optimist keine allzu große Qualität erwarten.

Unser Tipp: Nehmen Sie sich die Zeit, und stampfen Sie hier Kartoffelpüree selbst. Wie eines der besten gelingt, lesen Sie hier.

+++ Muss man Kartoffelpüree eigentlich immer per Hand stampfen, oder kann man auch ein elektrisches Gerät zur Zubereitung verwenden? Ob Sie beispielsweise auch den Mixer benutzen dürfen, erfahren Sie hier. +++

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