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Gut zu wissen: Kann Essen wirklich einen Kater kurieren?

Die Ratschläge sind zahlreich: Spiegeleier mit Speck, Sandwiches mit Käse oder jede Menge Kohlenhydrate in Form von Nudeln. Im Nu soll der Kater verschwunden sein. Aber stimmt das eigentlich?

Haben Sie am gestrigen Abend zu tief ins Glas geschaut? Dann geht es Ihnen wohl wie den meisten Menschen. Es plagen Sie dumpfe Kopfschmerzen, vielleicht ist Ihnen sogar flau im Magen. Das war natürlich nicht gewollt, doch war das letzte Glas dann doch etwas zu viel. Natürlich sind wir selbst schuld daran, dass der Kopf vor Schmerzen pocht, der Magen rebelliert und der Kreislauf Achterbahn fährt. Aber, es wäre doch gelacht, wenn dagegen nicht angegangen werden könnte. 

Nicht zu unrecht ist das Katerfrühstück international bekannt. Kohlenhydrate, Salz, ausreichend Flüssigkeit, geschmolzener Käse und Vitamine. Aber reicht das wirklich, um den Katzenjammer zu vergessen?

Tatsächlich hilft nur sehr wenig, um den Kater zu kurieren. Am Ende ist vor allem die Zeit ausschlaggebend, wie lange das Gelage zurückliegt. Aus wissenschaftlicher Sicht fällt es schwer eine Katerkur zu entwickeln, weil körperlich gesehen nicht wirklich klar ist, um was es sich beim Kater überhaupt handelt.

Viele Faktoren führen zum Kater

Interessanterweise treten Katersymptome erst auf, wenn der Alkohol im Blut bereits abgebaut ist. Das deutet daraufhin, dass Metaboliten, die beim Abbau im Körper gebildet werden, beteiligt sein könnten. Ethanol wird durch Leberenzyme zu Acetaldehyd abgebaut und dann weiter in Acetat zerlegt, das in Fettsäuren und Wasser umgewandelt wird. Es wird spekuliert, dass das Acetaldehyd zum Kater führen kann. Studien sollen dies aber bereits wiederlegt haben. Wissenschaftler gehen davon aus, dass auch Substanzen wie Farbe, Geschmack oder bestimmte Moleküle beispielsweise bei der Fermentation in einem Whisky bei übermäßigem Konsum Katersymptome hervorrufen könnten.

Eine Studie aus dem Jahr 2009 ergab, dass sich diejenigen, die dunklen Bourbon tranken, viel schlimmer fühlten, als diejenigen die Wodka tranken. Was den Kater betrifft, gibt es viele Faktoren, die Einfluss haben: Konstitution, Menge des Alkohols, Geschwindigkeit des Konsums, Alter, Geschlecht ... Deshalb geht man davon aus, dass ein Kater durch die Kombination von verschiedenen Faktoren entsteht.

In Deutschland gilt nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ein wöchentlicher Richtwert von 140 Gramm Alkohol für Männer und 70 Gramm für Frauen als tolerierbar. Männer sollten daher nicht mehr als zwei kleine Gläser Bier (0,3l) oder zwei Gläser Wein (je 0,125l) pro Tag zu sich nehmen. Für Frauen gilt als Richtwert die Hälfte der Menge. Zudem sollte man zwei alkoholfreie Tage in der Woche einlegen. 

Katerfrühstück: Diese zehn Speisen besiegen den Brummschädel
Ramen und Miso-Suppen  Sie sind flüssig. Sie sind heiß. Sie liefern Aminosäuren, Vitamine und Mineralien. Japanische Ramen und Miso-Suppen sind nicht umsonst so beliebt in Japan und anderen asiatischen Ländern. Hauptgeschmacksträger sind Dashi, so wird der Fischsud genannt, und Miso, eine Sojabohnenpaste. Kleine Tofustücke oder dünne grüne Meeresalgen, die Wakame, schwimmen gerne in der Suppe. In Japan wird sie zum traditionellen Frühstück serviert, die Misosuppe mit Reis, die Ramen mit Nudeln, Schweinebauch und Ei. 

Ramen und Miso-Suppen

Sie sind flüssig. Sie sind heiß. Sie liefern Aminosäuren, Vitamine und Mineralien. Japanische Ramen und Miso-Suppen sind nicht umsonst so beliebt in Japan und anderen asiatischen Ländern. Hauptgeschmacksträger sind Dashi, so wird der Fischsud genannt, und Miso, eine Sojabohnenpaste. Kleine Tofustücke oder dünne grüne Meeresalgen, die Wakame, schwimmen gerne in der Suppe. In Japan wird sie zum traditionellen Frühstück serviert, die Misosuppe mit Reis, die Ramen mit Nudeln, Schweinebauch und Ei. 

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Wer dennoch über die Stränge schlägt, findet im Netz zahlreiche Ratschläge, was man nach einer durchzechten Nacht essen sollte: Eier, Käsesandwiches oder ein herzhaftes Nudelgericht. Bewiesen ist die Katerkur aber nicht. Der beste Weg, einen Kater vorzubeugen ist und bleibt, einfach nicht zu viel zu trinken.

Quelle: "BBC"

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