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Lockt sogar Kunden aus Japan: Hier kommt das Maggi-Eis – eine saarländische Spezialität

Maggi-Eis – igitt oder lecker? Zumindest ist die Kreation seit einem Jahr fest im Sortiment einer Saarbrücker Eisdiele. Es könnte einen wissenschaftlichen Grund für den Erfolg geben.

Im Eiscafé Favretti in Saarbrücken gibt's Maggi-Eis. Getoppt mit Tomate, Basilikum, Liebstöckel und Salzcracker

Im Eiscafé Favretti in Saarbrücken gibt's Maggi-Eis. Getoppt mit Tomate, Basilikum, Liebstöckel und Salzcracker

DPA

Vor einem Jahr hatte der Saarländer Uwe Hoffmann aus Saarbrücken eine Idee: Warum gibt es eigentlich kein Maggi-Eis? Die Saarländer lieben die Würze aus der kleinen Flasche - und kippen sie sich auf Salate, Nudeln, Mettbrötchen, Pizza oder auch aufs Ei. Der Gedanke ist also naheliegend. Aber kann sich ein Maggi-Eis wirklich durchsetzen?

Es kann, wie sich herausstellen sollte. Der 54-jährige Hoffmann führt das Eiscafé Favretti in Saarbrücken und experimentierte mit der Würzsauce. Herausgekommen ist eine leicht salzige, cremefarbene Sorte. Ein Novum auf der Speisekarte der Saarbrücker Eisdiele. Die neue Sorte schlug ein.

"Wir haben mittlerweile etliche Stammkunden. Wir können das nicht rausnehmen", sagt Hoffmann. Was er geschaffen hat? Ein typisch saarländisches Eis – das Maggi-Eis. 

Maggi-Eis

Uwe Hoffmann - der Godfather des Maggi-Eis

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Maggi-Eis lockt Kunde aus Japan

Immer wieder kämen Kunden nur wegen des Würzeises, berichtet Hoffmann. "Der, der von am weitesten her kam, war aus Japan". Dieser sei geschäftlich in Europa unterwegs gewesen und als "Maggi-Fan" eigens nach Saarbrücken gekommen. "Er hat zehn Kugeln gegessen und war total begeistert." Wer es noch experimenteller mag, kann das Maggi-Eis mit Tomate oder Basilikum pimpen und auch mit Salz, Pfeffer oder Maggi nachwürzen.

Es könnte sogar eine wissenschaftliche Erklärung dafür geben, warum gerade das Maggi-Eis so gut ankommt. Die Würzsauce besteht vor allem aus Sojabohnen und Weizen, die mit Geschmacksverstärkern wie Mononatriumglutamat, Aromastoffen und Salz versetzt sind. Das Glutamat ist vornehmlich dafür verantwortlich, dass wir etwas als "schmackhaft" und "würzig" empfinden. Dieser Geschmack wird auch als Umami bezeichnet, der neben süß, sauer, salzig und bitter als fünfter Geschmackssinnen gilt. Die Wahrnehmung von Umami ist "fleischig", "würzig" oder "wohlschmeckend". Verantwortlich für den Geschmack sind Salze der Glutaminsäuren, die im Mononatriumglutamat enthalten sind. 

In der Zwischenzeit denkt Hoffmann bereits über eine neue Eissorte nach. "Wir sind dran am Probieren, haben es aber noch mal zurückgestellt." Welcher Geschmack, das verrät der Eiskreateur noch nicht. Mit dem Maggi-Eis hält es sich übrigens genau wie mit der Oper, entweder man liebt oder hasst sie.

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dsw mit DPA
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