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Pasta Grannies: Das ist die älteste Oma der Welt, die Pasta noch per Hand macht

Giuseppa Porcu ist 95 Jahre alt. Und die wohl älteste italienische Oma, die Pasta noch selber macht. Auf dem Youtube-Kanal "Pasta Grannies" werden Nudelrezepte der ältesten Generationen vor dem Aussterben bewahrt.

Pasta

Die Sardin Giuseppa Porcu, 95, macht jeden Tag Pasta

"Ich mache heute Maccarrones de Ungia. Was soll ich dann sagen?", fragt eine freundlich dreinblickende Dame in ihrer Küche. "Du musst deinen Namen sagen", kommt es aus dem Off. "Mein Name? Giuseppa Porcu. Darf ich jetzt anfangen?". Unbedingt!

Giuseppa stammt von der italienischen Insel Sardinien, aus dem Ort Ozieri, dort hat sie ihr ganzes Leben verbracht und lebt auch heute noch da. Jeden Tag macht sie Pasta. Frisch, von Hand, ohne Rezept. Der Youtube-Kanal "Pasta Grannies" ist die Plattform für genau diese Rezepte, die seit Traditionen zubereitet werden – und vom Aussterben bedroht sind. Denn: Die jungen Leute kochen nicht mehr selber. Zu einfach ist der Griff ins Supermarktregal geworden. Nur die älteste Generation musste Essen noch selbst zubereiten. Es gab keine andere Wahl. 

Zum Glück kam Vicky Bennison vor gut einem Jahr auf die Idee, Rezepte von italienischen Großmüttern zu finden und fürs digitale Zeitalter zu verewigen. Sonst würden sie vermutlich eines Tages aussterben. So wie das Rezept von Giuseppa Porcu.

Oder aber das Rezept von Paola Abrini. Sie ist 62 und steht jeden Tag um 7 Uhr morgens auf, um eine ganz besondere Pasta zuzubereiten: Su Filindeu. Das Rezept wurde seit 300 Jahren, von Generation zu Generation, weitervererbt. Heute können es nur noch drei Frauen. Die Zutaten für die Pasta sind kein Geheimnis. Man braucht dafür nur Gries, Wasser und Salz. Dann wird der daraus entstandene Teig zu 256 perfekten und gleichmäßigen Fäden gezogen. Das Problem: Die Zubereitung ist so schwer, dass kein Profi im Stande ist, sie nachzukochen. Vermutlich wird nach Paolas Ableben niemand mehr Su Filindeu zubereiten. 

 

Umso wichtiger ist es also, diese seltenen kulinarischen Juwelen zu finden und für die Nachwelt zu dokumentieren. Wer weiß, vielleicht begeistert sich jemand der jüngeren Generationen für die jahrhundertealten Rezepte. Schließlich heißt es ja nicht umsonst: Oma kocht am besten! 

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