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100.000 Dollar Schulden: Pleite nach zwei Wochen: Wieso ein chinesisches All-you-can-eat-Restaurant schließen muss

Ein Restaurant aufzumachen, ist keine leichte Sache. Neben einem guten Konzept braucht man vor allem Geld zum Investieren. Bei einem chinesischen All-you-can-eat-Restaurant ist alles schief gegangen: Pleite nach zwei Wochen inklusive Schuldenberg.

Hot Pot, also chinesisches Fondue, ist in der Stadt Chengdu sehr beliebt

Hot Pot, also chinesisches Fondue, ist in der Stadt Chengdu sehr beliebt

Getty Images

Wer ein Restaurant eröffnet, muss investieren. Ins Küchen-Equipment, in die Raumausstattung, in den Service. Man geht in Vorleistung und hofft auf schwarze Zahlen, wenn die ersten Gäste kommen. So wohl auch der Besitzer des "Jiamener Restaurant" in der chinesischen Stadt Chengdu.

Wie "ABC" berichtet, hat sich der Patron etwas verkalkuliert. Für nur 25 US-Dollar bot der Restaurantbesitzer ein All-you-can-eat-Gericht an: Hot Pot, chinesisches Fondue. Zu dem Preis gab es das Fondue aber nicht nur einmal, sondern an jedem Tag des Eröffnungsmonats. Natürlich nutzten Kunden, die eine Mitgliedskarte erhielten, dieses Angebot schamlos aus. Oder war es doch nur die Naivität des Wirtes?

Über 100.000 Dollar Schulden

Zumindest ist bekannt, dass manche Kunden ihre Karte teilten - mit Familienmitgliedern, mit Freunden. So stieg schnell die Essensausgabe, nur die Kasse füllte sich nicht Es ist also das passiert, was passieren musste: Das Restaurant ging pleite. Nicht mal einen Monat konnte es sich halten. Bis zu 500 Gästen sollen das chinesische Restaurant jeden Tag frequentiert haben, manche Gästen blieben bis spät in die Abendstunden.

Das chinesische Fondue Hot Pot ist in Chengdu sehr beliebt. In der 10-Millionen-Einwohner-Stadt gibt es über 20.000 Hot-Pot-Restaurants. Die Schuld an der schnellen Pleite gibt sich der Besitzer und seinen Partner selbst, wie "ABC" berichtet. 

Sie sind davon ausgegangen, dass sie etwas Geld verlieren würden. Das wollten sie aber wieder reinholen - mit den wiederkehrenden Gästen. Zudem wollten sie die Kosten langfristig für die Lebensmittel senken, indem sie neue Verträge mit Zulieferern aushandelten. Das klappte augenscheinlich nicht. 

Der Hauptgrund für den Bankrott? Sie konnten zwar kochen, geschäftstüchtig waren sie aber nicht. Ob sie die 100.000 US-Dollar aufgetürmten Schulden mit einem neuen Restaurantkonzept abzahlen werden, bleibt eher nicht zu erwarten. 

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dsw
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