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Washington Restaurant bewirtet jahrelang kostenlos Obdachlose – in der Krise retten nun Spenden das Lokal

Indische Gerichte
In dem Restaurant von Kazi Manan bekamen Obdachlose Essen (Symbolbild)
© thesomegirl / Getty Images
Kazin Manan und seine Mitarbeiter sind in Washington D.C. für ihre Großzügigkeit bekannt: In ihrem Restaurant bekamen Obdachlose kostenlose Mahlzeiten. Nun braucht der Besitzer selbst Hilfe – Spenden aus der ganzen Welt retten das Lokal vor dem Aus.

Seit 2013 verkauft Kazi Manan in seinem Restaurant "Sakina's Halal Grill" in Washington D.C. Gerichte aller Art. Vor allem pakistanische Küche wird in dem Lokal angeboten, ein Menü gibt es schon für zwölf Dollar. Doch Manan geht es nicht nur ums Geschäft. Bedürftige können in seinem Restaurant auch kostenlos ein Essen bekommen.

Vor allem für die Obdachlosen in der US-Hauptstadt war der "Halal Grill" damit immer eine feste Anlaufstelle in der Not. Im Zuge der Pandemie sind Manan und seine Mitarbeiter selbst in Schwierigkeiten geraten. Im Lockdown musste das Restaurant schließen, auch danach blieben die Kunden aus. Das Lokal stand kurz vor dem Aus. Doch für den großzügigen Besitzer zahlt sich sein jahrelanges Engagement für die Schwachen nun aus: Dank vieler Spenden wird er sein Restaurant wahrscheinlich weiterführen können.

Mehr als 250.000 Euro Spenden für krisengeplagtes Lokal

Über die Crowdfunding-Plattform GoFundMe sind innerhalb einer Woche mehr als 250.000 Euro zusammengekommen – das dürfte "Sakina's Halal Grill" das Überleben sichern. Es sei Besitzer Manan nicht leichtgefallen, öffentlich um Hilfe zu bitten, berichtet der Sender ABC 7. Die kostenlosen Mahlzeiten für arme Menschen habe er stets aus eigener Tasche gestemmt. 

In der Corona-Krise gab es jedoch keinen anderen Weg. "Ich konnte meine Miete nicht mehr bezahlen", sagte er ABC 7. Schließlich gab es nur noch zwei Optionen: Entweder es kämen mehr Kunden oder der Laden müsste schließen. Das Erstere schien zumindest kurzfristig unwahrscheinlich. Glücklicherweise konnte sich Manan auf die Community in seiner Stadt verlassen. Doch auch aus vielen anderen Teilen der Welt kamen Spenden. "Ich bin überwältigt", sagte Manan der "Washington Post". "Diese Menschen sind Engel."

Respekt und Würde für Obdachlose

Der in Pakistan geborene Besitzer und seine Mitarbeiter sind in Washington D.C. für ihre Großzügigkeit bekannt. 80 kostenlose Mahlzeiten am Tag habe er vor der Corona-Krise ausgegeben, erzählte Manan der "Washington Post". Das sei schon immer sein Traum gewesen, berichtete er der Zeitung. Schon bevor er sein Restaurant unweit des Weißen Hauses eröffnet hatte, habe er an die armen Menschen in der Stadt gedacht: "Wenn ich einmal mein eigenes Restaurant habe, werde ich sie als Erste hereinkommen lassen, damit sie Würde und Respekt und Essen bekommen."

Quellen: "Washington Post" / ABC 7 / GoFundMe

epp

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