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Gesund und günstig?: Schulessen? Note 6, setzen – warum der Staat bei der Schulverpflegung versagt

Eigentlich mangelt es nicht an Empfehlungen für gesundes Schulessen: Bolognese-Soße aus Linsen oder Quinoa statt Pommes. Die Umsetzung ist dennoch nach wie vor katastrophal. Warum eigentlich?

Muss Schulessen so aussehen?

Muss Schulessen so aussehen?

DPA

Muss ein gesundes Mittagessen teurer sein? Zur Kostenfrage bei Schulessen stellt Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) am Dienstag in Berlin (10.15 Uhr) eine neue Studie vor. Die Untersuchung hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) im Auftrag des Ministeriums durchgeführt. Ein Ergebnis sei, dass Schulessen nach den Qualitätsstandards der DGE an allen Schulen möglich ist, erklärte Klöckner vorab. Über gesundes Schulessen informiert sie am Dienstag gemeinsam mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Kritiker werfen dem Staat beim Schulessen Versäumnisse vor.

Die DGE empfiehlt für Schulessen zum Beispiel täglich Getreide, Getreideprodukte oder Kartoffeln sowie täglich Gemüse. Mindestens einmal wöchentlich solle es Seefisch und maximal zweimal pro Woche Fleisch oder Wurst geben. 2007 hatte die DGE erstmals die Qualitätsstandards veröffentlicht. Vor vier Jahren ergab jedoch eine Studie im Auftrag des Bundesernährungsministeriums, dass das Angebot in Schulen häufig nicht gesund genug sei. Für Schüler sollte es mehr Fisch und Gemüse geben, hieß es. Nur etwa jeder fünfte Schul-Speiseplan entsprach zum Beispiel der DGE-Empfehlung von höchstens zweimal pro Woche Fleisch. 

Schulessen: Hat der Staat versagt?

Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch forderte schon zu Schuljahresbeginn, dass die Standards für Schulen und Kindergärten Pflicht sein müssten. "Bei der Schulverpflegung offenbart sich ein verheerendes Staatsversagen", teilte Geschäftsführer Martin Rücker mit. Die Qualitätsstandards seien an den meisten Schulen noch immer nicht durchgesetzt. "Seit Jahren beklagen wir die verbreitete Fehlernährung und das grassierende Übergewicht von Kindern - aber nicht einmal in den Schulen, wo sie sich in staatliche Obhut begeben, können sie sich auf eine ausgewogene Ernährung verlassen." 

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Paris, Frankreich  Hecht, grüne Bohnen, Pariser Pilze

Paris, Frankreich

Hecht, grüne Bohnen, Pariser Pilze

 

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert indes, dass der Kostendruck sinken müsse: Vorgeschlagen wurde, an Schulen und Kitas einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7 statt wie bisher 19 Prozent anzusetzen. Daneben fordert die NGG die Einführung eines Schulfachs "Ernährung", um bewussteren Umgang mit Lebensmitteln zu fördern. 

 Nach Ministeriumsangaben essen täglich mehr als drei Millionen Schüler an Ganztagsschulen zu Mittag. Ziel gesunder Schulernährung ist auch, Übergewicht bei Kindern zu vermeiden. Nach Daten der größten deutschen Jugendgesundheitsstudie ist mehr als jedes siebte Kind in Deutschland übergewichtig oder sogar fettleibig. Die Zahl hat sich im Vergleich zu vor zehn Jahren auf hohem Niveau stabilisiert, wie das Robert Koch-Institut im Frühjahr berichtete. 

Noch bis Ende November laufen die Tage der Schulverpflegung. Durch die Aktionstage sollen Kinder und Jugendliche an einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung herangeführt werden. 

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DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.