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Gut zu wissen: Schwarze Oliven sind oft nur gefärbt - daran erkennen Sie die Fälschung

Grüne Oliven sind unreif, schwarze reif? Von wegen: Hersteller färben die unreifen Früchte oft schwarz. Warum sie das tun - und wie Sie die gefärbten Oliven erkennen können.

Schwarze Oliven

Wie Sie gefärbte von natürlich gereiften schwarzen Oliven unterscheiden können

Getty Images

Im Supermarktregal ist die Auswahl groß: Oliven - so scheint es - gibt es in allen Farben und Formen, mit Mandeln oder Anchovi-Filets gefüllt, in Kräutermarinade oder in Olivenöl, in grün, violett oder schwarz. Aber woher kommt eigentlich die Farbe?

Oliven sind sonnenverwöhnte Früchte. Je länger sie am Baum hängen, desto dunkler und aromatischer werden sie. Die Farbe hängt jedoch nicht von der Sorte der Olive, sondern vom Reifezustand der Frucht ab. Egal aus welchem Land sie stammt. Das bedeutet: Jede Olive war ganz zu Beginn grün, je länger sie hängt, desto mehr verändert sie ihre Farbe. Zu violett und schließlich zu schwarz.

Eigentlich könnte man meinen, dass man die Oliven nur am Baum hängen lassen müsste, bis sie dunkel genug für den Hersteller sind. Dennoch nehmen einige Produzenten die Oliven grün vom Baum und schwärzen sie künstlich. Aber warum nur? Der Grund ist simpel: Je reifer die Olive ist, desto schwieriger ist sie zu ernten. Sind die Oliven aber noch grün, lassen sie sich einfach vom Baum schütteln. Die reifen Früchte muss man vorsichtig per Hand pflücken, damit die Schale nicht platzt. Das kostet Zeit.

Eisen-II-Gluconat und Eisen-II-Lactat heißen die Zusatzstoffe, die die grünen Oliven richtig schön schwarz machen. Generell sind reife Oliven weicher, milder und vollmundiger im Geschmack. Unreife, geschwärzte Früchte sind im Gegensatz dazu fester und haben weniger Aroma. 

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Olivenöl  Olivenöl hat einen großen Vorteil, erklärt Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm, es muss nicht stark bearbeitet werden, weil das Öl bereits im reifen Fruchtfleisch enthalten ist. Hinzu kommt ein hoher Vitamin-E-Gehalt und die positiven Effekte auf Herz und Kreislauf. "Weil es in der Regel kalt gepresst wird, enthält es viele Bioaktivstoffe, die gegen Entzündungen und vorbeugend gegen Krebs wirken. Mit verantwortlich für die positive Wirkung der Mittelmeerküche", sagt die Expertin.

Olivenöl

Olivenöl hat einen großen Vorteil, erklärt Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm, es muss nicht stark bearbeitet werden, weil das Öl bereits im reifen Fruchtfleisch enthalten ist. Hinzu kommt ein hoher Vitamin-E-Gehalt und die positiven Effekte auf Herz und Kreislauf. "Weil es in der Regel kalt gepresst wird, enthält es viele Bioaktivstoffe, die gegen Entzündungen und vorbeugend gegen Krebs wirken. Mit verantwortlich für die positive Wirkung der Mittelmeerküche", sagt die Expertin.

Wie Sie gefärbte Oliven erkennen können

Für die Gesundheit ist der Zusatz von Eisensalzen zwar unbedenklich, dennoch gilt: Wer mehr Geschmack haben will, sollte besser zu den natürlich gereiften schwarzen Oliven greifen. Wer das herbere Aroma der Olive bevorzugt, nimmt die grünen. Auf Olivendosen aus dem Supermarkt  mit künstlich gefärbten Früchten muss der Hinweis "geschwärzt" nicht vermerkt sein, anders als bei lose verkauften Oliven. Es hilft aber einen Blick auf die Zutatenliste zu werfen, denn der Stabilisator muss auf dem Etikett genannt werden. Sobald Eisensalze gelistet sind, kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass es sich um geschwärzte unreife Oliven handelt.

Man erkennt natürlich gereifte Oliven auch an der Optik: Die Früchte sind dann ungleichmäßig von der Farbe, nicht pechschwarz, sondern eher auberginefarben, und die Form ist auch weniger prall. 

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