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Fermentierte Lebensmittel: Warum wir so verrückt nach eingelegten Gurken sind

Heißhunger auf eingelegte Gurken nach einer durchzechten Nacht oder einfach so zum Käse - dieses Phänomen kennt vermutlich jeder. Das hat einen bestimmten Grund.

Eingelegte Gurken

Knackig und süß-sauer - eingelegte Gurken sind der perfekte Snack

Mit Hypes rund ums Essen ist es so eine Sache: Manche haben einen legitimen Platz, andere sind völlig überzogen, im schlimmsten Fall sogar gesundheitsschädlich. Auch fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut, Kimchi (scharf eingelegter Chinakohl aus Korea), Kefir und auch Kombucha, eine Art fermentierter Tee, eingelegtes Gemüse wie Essiggurken erleben einen Boom.

Für die Gesundheits- und Wellnessbrigade sind fermentierte Lebensmittel die Zukunft, sie propagieren das bereits seit mehreren Jahren. Es gibt Dutzende Bücher zu dem Thema. Aber warum sollen fermentierte Lebensmittel eigentlich so gesund sein?

Fermentation ist nichts Neues

Seit Jahrtausenden werden Lebensmittel durch den natürlichen Prozess der Fermentation haltbar gemacht. Dafür sorgen Mikroorganismen. Unter optimalen Bedingungen verwandeln Bakterien und Hefen natürlichen Zucker in Alkohol oder Milchsäure. Fermentierte Lebensmittel kennen wir alle – Bier und Wein beispielsweise zählen dazu. Genauso wie Brot, Sauerkraut, Oliven, Schokolade, Kaffee, viele Käsesorten und eben eingelegte Gurken. All diese Lebensmittel sind gut für unseren Darm. In ihm leben unzählige Bakterien, die Teil des Immunsystems sind und unser Wohlbefinden steuern. Tatsächlich behaupten Wissenschaftler sogar, dass die Darmflora einen viel größeren Einfluss auf unser Leben hat als bisher angenommen. 

Lebensmittel für den Darm

 

Man muss sich unsere Darmflora wie ein Ökosystem vorstellen, das von unzähligen Mikroorganismen besiedelt ist. Eigentlich. Durch unseren westlichen Lebensstil und dem Hang zu Fast Food, das voll von chemischen Zusatzstoffen ist, vernichten wir die nützlichen kleinen Helferlein in unserem Darm.

Wer fermentierte Lebensmittel konsumiert, schadet dem Körper also nicht. Im Gegenteil, umso vielfältiger man davon isst, desto besser für die Darmflora. 

Verrückt nach Essiggurken

Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) spricht der Darmflora für die Gesundheit des Menschen eine wichtige Rolle zu. Fermentierte Lebensmittel sollen mithilfe der enthaltenen Milchsäure-produzierenden Bakterien den Darm günstig beeinflussen und sogar Störungen wie Verstopfung, Durchfall und entzündliche Darmerkrankungen reduzieren bzw. vorbeugen.

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All diese Eigenschaften kann man auch eingelegten, also fermentierten Gurken zusprechen. Kein Wunder also, dass der Heißhunger (das gilt zumindest für die Autorin dieses Textes) auf die knackigen, süß-sauren Gurken nie abklingt. Sie tun unserem Körper einfach gut.

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