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Auftritt von Rapper Eno183: Wenn statt 200 Gästen 3000 kommen: Burgerladen-Eröffnung eskaliert

Burger für einen Cent und ein Auftritt eines stadtbekannten Rappers reichen, um eine Stadt in Tumulte zu stürzen. In Wiesbaden musste die Polizei eine außer Kontrolle geratene Veranstaltung auflösen.

Wiesbaden

Der Wiesbadener Rapper Eno183 wollte im Rahmen einer Burgerladen-Eröffnung ein Konzert geben. Das artete aus.

Burger für einen Cent und ein Auftritt des Wiesbadener Rappers Eno183? Ein wie es scheint unwiderstehliches Angebot. Eigentlich könnte man meinen, dass es Burgerläden mittlerweile wie Sand am Meer gibt. Der Hype ist eigentlich vorbei. Eigentlich. Aber nicht in der Kombination mit einem stadtbekannten Rapper. Das wurde am Freitag in  bewiesen. 3000 Menschen kamen zu einer Burgerladen-Eröffnung – dabei haben die Organisatoren nur mit rund 200 Gästen gerechnet.

Abbruch, Verhaftungen, Rapper

Es dauerte nur 40 Minuten, dann war Schluss mit der Veranstaltung. Der Grund: Überfüllung. Der Rapper stellte ein Bild der vollen Straße ins Netz und schrieb dazu: "Ihr seid zuuuu krass." Die Fans verstopften die Straße, und standen dichtgedrängt aneinander. Die Veranstalter hatten die Situation nicht mehr unter Kontrolle.

Anschließend forderte die die Besucher auf, den Ort zu verlassen. Eine angrenzende Straße wurde vorübergehend für den Verkehr gesperrt, um die Räumung zu beschleunigen. Sie konnte erst nach mehr als eineinhalb Stunden wieder komplett freigegeben werden. Rund eine Stunde nach Veranstaltungsende kam es zu Tumulten in der Nähe des Ladens, die Polizei war im Einsatz. Dabei wurden Polizisten aus einer Gruppe von ca. 50 Personen lautstark mit "ACAB"-Rufen beschimpft, wie die Polizei berichtet. "ACAB" steht für die englische Parole "All cops are bastards" - "Alle Polizisten sind Bastarde". Zwei Männer wurden festgenommen, die Polizei setzte Pfefferspray ein.

Der Rapper Eno183 bedankte sich indes bei seinen rund 400.000 Instagram-Fans fürs Kommen. "Wir haben Wiesbaden auf den Kopf gestellt, auch wenn es direkt abgebrochen wurde, war das schön in meiner Stadt auf der Bühne zu stehen." Er sei in der Straße aufgewachsen. 

Die Betreiber des Burgerladens werden nun wohl zweimal darüber nachdenken, ob sie noch einmal einen stadtbekannten Musiker für eine Feier buchen. Die PR ist dem Laden zumindest gewiss.

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dsw / DPA
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