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Rezepte

Gerichte aus der Geschichte: Gefüllter Siebenschläfer und Biergulasch: Das haben Römer und Babylonier gegessen

Mit welchen Gerichten haben sich einst Gladiatoren gestärkt und was hat der Kalif von Baghdad gegessen? Küchenhistorikerin Ursula Janßen hat historische, teils mehrere Tausend Jahre alte Gerichte nachgekocht und neu interpretiert.

Von Tina Pokern

Römisches Brot

Eine der wichtigsten Speisen im antiken Rom: Brot. Die Variante, die dabei im Alltag am meisten verzehrt wurde, ist ein Weizen-Gersten-Brot, das mit Weinhefe gebacken wurde. Es wurde rund geformt und in Segmente unterteilt, die das Teilen erleichterten.

Wussten Sie, dass die einfache Bevölkerung des antiken Roms in den eigenen vier Wänden nicht kochen durfte? Aus Angst vor Bränden durfte in den Mietshäusern kein Feuer entzündet werden. "Gegessen wurde auf der Straße, in Tavernen oder an einer Art Snackbars", weiß Archäologin und Küchenhistorikerin Ursula Janßen.

Für ihr Kochbuch "Garum. Rezepte aus der Geschichte" hat sie historische Rezeptbücher aus dem Alten Orient, dem antiken Rom, dem nahöstlichen und europäischen Mittelalter und der Renaissance gesichtet. Zwei Monate lang hat sie in ihrer Küche im italienischen Apulien die überlieferten Rezepte nachgekocht und für moderne Geschmäcker gegenwartstauglich gemacht.

Historische Gerichte in neuer Form

"Ein Hauptanliegen des Buches ist es, die Gerichte in der Gegenwart essbar zu machen und sie in einer Form zu servieren, die zu uns passt", erklärt Janßen. Daher seien ihre Rezepte Interpretationen der ursprünglichen Fassungen und immer als "eine Annäherung an den Geschmack von damals" zu verstehen.

Das Kochbuch "Garum. Rezepte aus der Geschichte" von Ursula Janßen ist online erhältlich.


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