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So schmeckt der Herbst Nussig-mild im Geschmack: Rezept für einen cremigen Kürbis-Käsekuchen mit Streuseln

Kürbis-Käsekuchen mit Streuseln Rezept
Der nussige Kürbis kommt im cremigen Käsekuchen besonders gut zur Geltung – zusammen mit knusprigen Zimt-Streuseln der perfekte Start in die Herbst-Saison
© porosolka / Getty Images
Sie sind groß oder klein, knubbelig oder glatt, tieforange oder bunt gesprenkelt: Kürbisse sind aus dem Herbst nicht wegzudenken. Dabei machen sie nicht nur im Curry oder als Suppe eine gute Figur. Süßen Rezepten verleihen sie zudem das gewisse Extra – wie dieser Kürbis-Käsekuchen mit Streuseln. 

Der Herbst steht vor der Tür und mit ihm zahlreiche neue Möglichkeiten, in der Küche kreativ zu werden. Star der Saison ist definitiv der Kürbis. Er schmeckt deftig als auch süß und kann gebraten, gekocht oder zum Backen verwendet werden – ein wahrlicher Alleskönner eben. Um die kalte Jahreszeit einzuleiten, eignet sich beispielsweise ein Kürbis-Käsekuchen mit Streuseln. Unwahrscheinlich cremig verführt der Kuchen mit einem Ensemble an Aromen. Das feine Kürbisfleisch verleiht ihm eine schöne orangene Farbe und bildet mit seiner buttrig nussigen Note einen herrlichen Kontrast zur Frische des Käsekuchens und den knusprigen Streuseln.

Von Hokkaido über Muskat bis hin zum Spaghetti-Kürbis

Kürbissorten gibt es wie Sand am Meer: Ob Bischofsmütze, Butternut, Muskat, Patisson, Baby Bear, Hokkaido oder der Spaghetti-Kürbis – die Sortenvielfalt von Kürbissen ist riesig. Umso besser, dass wir Deutschen regelrechte Kürbis-Fanatiker sind. Gut 86.000 Tonnen Speisekürbisse wurden 2019 in Deutschland geerntet und vielseitig in der Küche oder als Deko zu Halloween verwendet. Laut Angaben des statistischen Bundesamtes ist die Erntemenge seit 2009 um 79 Prozent gestiegen. Die farbintensiven Früchte erfreuen sich vor allem kulinarisch großer Beliebtheit. Der beliebteste Speisekürbis hierzulande ist übrigens der Hokkaido. Mit deutlichem Abstand folgt auf Platz zwei der Butternut-Kürbis – vor Bischofsmützen, Spaghetti-, Muskat- und Gorgonzola-Kürbissen.

Viva la Mexico – Herkunft des Kürbisses

Doch woher kommt der Kürbis ursprünglich? Der heute bekannte Speisekürbis gehört bereits seit über 10.000 Jahren zu den Grundnahrungsmitteln der indigenen Bevölkerung und hat somit seinen Ursprung in Mittel- und Südamerika.Traditionell wird Kürbis in Mischkultur mit Mais und Bohnen angebaut. Angeblich brachte Christoph Kolumbus den Kürbis dann zu uns nach Europa. Hier ist das leuchtend orangene Gemüse seit dem 16. Jahrhundert bekannt, wurde bis ins 20. Jahrhundert jedoch lediglich als Viehfutter betrachtet – gut, dass sich das mittlerweile gewandelt hat. Der Name Kürbis stammt übrigens vom Althochdeutschen Wort "churpiz", abgeleitet vom lateinischen "cucurbita". Später wurde daraus "Kürbse", dann "Kürbiss" und schließlich "Kürbis".

Herbstzeit ist Kürbiszeit

Der Kürbis gehört – wie der Name schon vermuten lässt – zu den Kürbisgewächsen. Damit stehen Gemüsesorten wie Zucchini, Gurke und Wassermelone, welche ebenfalls zu den Kürbisgewächsen zählen, in direkter Verwandtschaft zur orangenen Frucht. Anders als seine Artgenossen hat der Kürbis hauptsächlich im Herbst und Winter Saison. Die Kürbiszeit startet offiziell zum Ende des Spätsommers im August. Bereits Ende Juli findet man aber schon die ersten Exemplare, in den meisten Fällen handelt es sich dabei um zucchiniähnliche Sommerkürbisse. Den Höhepunkt findet die Kürbis-Saison im September und Oktober. Sie endet schließlich mit dem ersten Frost, meist gegen Mitte November. Dennoch geht die Kürbiszeit im Grunde bis zum Winterende weiter, denn unbeschädigt sind die harthäutigen Früchte bei richtiger Lagerung lange haltbar. Lagern sollten Sie Kürbisse vor allem dunkel aber keinesfalls feucht, um zu vermeiden, dass die Früchte schimmeln.

Gestärkt durch die kalte Jahreszeit

Kürbis strahlt sowohl von innen als auch von außen. Das Gewächs fällt nicht nur mit seiner leuchtend orangenen Farbe ins Auge, sondern steckt zudem auch voller Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe. Kürbis enthält vor allem große Mengen an Betacarotin, der Vorstufe von Vitamin A, welche antioxidativ wirkt und dabei hilft, freie Radikale zu bekämpfen. Zudem unterstützt das enthaltene Kalium das Herz, Kalzium Knochen und Zähne und Magnesium Nerven, Muskeln, Herz sowie Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel. Beträchtliche Mengen an Eisen steuern den Sauerstofftransport. Nicht zuletzt regen die enthaltenen unlöslichen Ballaststoffe die Verdauung an und sorgen für eine langanhaltende Sättigung. Der regelmäßige Verzehr von Kürbis unterstützt damit Immunsystem und Gesundheit in der kalten Jahreszeit – ein gutes Argument dafür, ihn regelmäßig auf dem Speiseplan zu integrieren.

Rezept für einen cremigen Kürbis-Käsekuchen mit Streuseln

Zutaten

Für den Mürbeteig

  • 175 Gramm Butter
  • 125 Gramm brauner Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 375 Gramm Dinkelvollkornmehl
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 1 Päckchen Backpulver

Für die Käsekuchen-Füllung

  • 400 Gramm Kürbis
  • 125 Milliliter Wasser
  • 75 Gramm Butter
  • 750 Gramm Quark
  • 300 Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 2 Esslöffel Dinkelvollkornmehl
  • 4 Eier
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Prise Piment
  • 1 Prise Muskatnuss
So schmeckt der Herbst: Nussig-mild im Geschmack: Rezept für einen cremigen Kürbis-Käsekuchen mit Streuseln

Zubereitung

  1. Alle Zutaten für den Mürbeteig mit den Händen zu einem krümeligen Teig verkneten.
  2. Eine Springform mit etwas Butter einfetten. Die Hälfte des Teiges als Boden in die Form drücken und am Rand circa einen Zentimeter hochziehen. Den restlichen Teig für die Streusel aufbewahren.
  3. Den Ofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  4. Den Kürbis waschen, schneiden, die Kerne entfernen und die Kürbisstücke würfeln. In einen Topf mit 125 Milliliter Wasser geben und circa zehn Minuten köcheln bis der Kürbis weich ist. Das Wasser abgießen und den Kürbis mit einem Pürierstab fein pürieren.
  5. Die Butter mit dem Quark, Zucker, Vanillezucker und Mehl verrühren. Das Kürbispüree hinzugeben und verrühren.
  6. Die Eier nach und nach unterrühren. Die Gewürze hinzugeben und gut vermengen.
  7. Die Masse auf den Mürbeteigboden geben und glattstreichen. Aus dem restlichen Teig dann dicke Streusel formen und diese über die Füllung krümeln.
  8. In der Mitte des vorgeheizten Ofens für etwa 55 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun und knusprig sind. Mit der Stäbchenprobe testen, ob der Kuchen fertig ist – bleibt kein Teig am Stäbchen hängen, können Sie den Ofen ausschalten.
  9. Vollständig auskühlen lassen.
  10. Genießen.

Quellen:destatis, oekotest, NDR


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