VG-Wort Pixel

Knusprig und aromatisch Brot selbst backen: Schnelles Rezept für ein frisches Dinkelvollkornbrot

Brot selbst backen: Schnelles Rezept für ein frisches Dinkelvollkornbrot
Knusprige Kerne und Saaten verleihen diesem Dinkelvollkornbrot einen unvergleichbaren Biss
Brot backen ist eine Wissenschaft für sich? Von wegen. Mit diesem Rezept für ein aromatisches Dinkelvollkornbrot mit Kernen und Saaten stellen Sie das älteste kultivierte Grundnahrungsmittel der Menschheit im Handumdrehen selbst her.

Gibt es etwas Besseres als den Geruch von frisch gebackenem Brot? Wohl kaum. Wir Deutschen lieben unser Brot – Jeder Deutsche verzehrt durchschnittlich rund 70 Kilogramm davon im Jahr. Sorten gibt es dabei wie Sand am Meer: Über 3000 alleine bei uns in Deutschland. Kein Wunder also, dass die Deutsche Brotkultur 2014 wegen ihrer einzigartigen Vielfalt von der Unesco als immaterielles deutsches Kulturerbe anerkannt wurde.

Brot als ältestes kultiviertes Nahrungsmittel

Brot ist eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel, zudem gehört es zu den ältesten kultivierten Lebensmitteln weltweit. Das erste Getreide wurde bereits in der Jungsteinzeit angebaut. Damals verwendete man vor allem Einkorn und Emmer, erst später wuchs die Getreidevielfalt und neue Sorten wie Weizen und Gerste wurden angebaut.

Das italienische Institut für Vor- und Frühgeschichte erbrachte sogar den Nachweis, dass schon vor 30.000 Jahren Mehl hergestellt wurde. Bei Untersuchungen von alten Steinwerkzeugen konnte aufgrund der Abnutzungsspuren nachgewiesen werden, dass diese als Mörser genutzt wurden. Bei mikroskopischen Analysen wurden sogar Reste von Stärkekörnern entdeckt. Demnach wurden die Werkzeuge zum Mahlen von Getreide verwendet.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Mehl zunächst für die Herstellung von Brei genutzt wurde. Irgendwann muss der Urmensch dann herausgefunden haben, dass das Erhitzen des Breis auf beispielsweise einem heißen Stein oder einer erloschenen Feuerstelle diesen festigt, bräunt und sogar haltbar macht. Vor etwa 6.000 Jahren entstand dann der Sauerteig – wahrscheinlich aus einem versehentlich stehen gelassenen, gärig gewordenen und dann erst gebackenen Teig. Wir Menschen ernähren uns also seit mindestens 30.000 Jahren auf Getreidebasis, wobei der Getreidebrei seit mindestens 22.000 Jahren gebacken wird. Damit sicherte Brot das Überleben unserer Vorfahren.

Saaten und Kerne für reichlich Nährstoffe und Biss

Kein Wunder also, dass uns das Grundnahrungsmittel so gut schmeckt. Mittlerweile erfreuen wir uns eines breiten Spektrums an Sorten – ob mit Körnern oder ohne, glutenfrei oder mit Weizen, hell, dunkel oder doch eher gemischt – es gibt so gut wie nichts, was es nicht gibt.

Vor allem Saaten und Kerne geben einem frisch gebackenen Brot einen unwiderstehlichen Biss und sorgen zudem für eine ansprechende Optik. Nicht zuletzt sind sie sehr nährstoffreich und haben viele gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe. Während Leinsamen mit reichlich Ballaststoffen punkten und so die Verdauung in Schwung bringen und langanhaltend sättigen, liefern Sonnenblumenkerne reichlich Eiweiß. Kürbiskerne wirken zudem entzündungshemmend. Saaten und Kerne jeglicher Art stecken voller ungesättigter Omega-3 oder Omega-6-Fettsäuren, Vitamine, sowie Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium und Zink.

Dinkel verleiht dem Brot eine aromatische nussige Note. Es stellt zudem eine hochwertige Eiweißquelle dar und liefert Mineralstoffe und Vitamine. So starten Sie mit einer guten Grundlage in den Tag.

Rezept für ein Dinkelvollkornbrot mit Saaten und Kernen

Zutaten

  • 100 g Kürbiskerne
  • 100 g Sonnenblumenkerne
  • 30 g Pinienkerne
  • 20 g Leinsamen
  • 1 Würfel Hefe
  • 500 ml lauwarmes Wasser
  • 500 g Dinkelvollkornmehl
  • 10 g Salz
  • 2 EL Apfelessig
  • Butter/Margarine zum Fetten der Form
Brot backen (Symbol)

Zubereitung

  1. Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.
  2. Eine 30 Zentimeter lange Kastenform mit Butter oder Margarine einfetten.
  3. Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Pinienkerne und Leinsamen miteinander vermischen. Einige Kerne zum späteren Bestreuen beiseitelegen.
  4. Eine Handvoll Kerne in die Form geben.
  5. Den Würfel Hefe in 500ml lauwarmes Wasser auflösen. Dazu diesen erst zerbröseln und dann mit einem Schneebesen verrühren.
  6. Das Dinkelmehl mit den restlichen Körnern vermischen und die aufgelöste Hefemischung hinzugeben.
  7. Das Salz und den Apfelessig hinzugeben und alles mindestens fünf Minuten miteinander verkneten.
  8. Den Teig in die Kastenform einfüllen und mit den übrigens Körnern bestreuen.
  9. Das Brot im vorgeheizten Ofen circa 45 Minuten backen.

Quellen: Brotinstitut, PNAS


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker