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Stachliges Superfood: Nopal: Der Kaktus, den man essen kann

Das Kaktusblatt auf dem Teller liegt im Trend. Ob vom Grill oder als Smoothie - die stachlige Pflanze gilt als gesund und schickt sich an, ein Superfood zu werden. Wir verraten, wie sie aus den Blättern einen leckeren Sommersalat machen.

Nopales werden für den Verkauf vorbereitet

Auf dem mexikanischen Markt sind Nopales Standard. In Deutschland hingegen sind die Kaktusblätter noch schwer zu bekommen.

Getty Images

Feigenkakteen, auch Nopal genannt, gehören zur mexikanischen Küche wie Mole oder Tacos - ob im Salat, im Eintopf oder als Alternative zum Fleisch vom Grill. Gerade die essbaren Kaktusblätter, Nopales genannt, sind dort eine einfache Beilage und werden dort genauso selbstverständlich gegessen wie in Deutschland die Kartoffel. 

Weil Kakteen aber auch gesund sind, schon bei den Azteken galten die Pflanzen als Naturarznei, beim Abnehmen helfen und gegen Diabetes schützen sollen, war es nur eine Frage der Zeit bis sich die Stachelfrucht neben Chia-Samen und Goji-Beeren in die Reihe der Superfoods einreiht. In den USA ist das Kochen mit dem stachligen Gewächs längst Trend. Es wird in Smoothies ebenso verwendet wie paniert als pflanzliche Schnitzelalternative. 

Der Kaktus als stachliges Superfood

Von den Feigenkakteen können sowohl das Fleisch der Frucht, die sie trägt, aber auch seine Kerne und eben die jungen grünen Triebe, die Nopales, gegessen werden. Geschmacklich ähneln die Blätter einer Salatgurke, haben aber nicht selten einen leicht bitteren Beigeschmack und sind daher pur nicht jedermanns Sache. 

Aber wie isst man die Kaktusblätter, ohne die Zunge zum Nadelkissen zu machen? Kein Problem: Die Stacheln lassen sich ganz einfach mit einem scharfen Messer abschaben. Wichtig ist, dass dabei die dunklen Stellen, aus denen die Stacheln sprießen, vollends entfernt werden. Tipp: Handschuhe benutzen. Die Blätter mit Wasser abspülen und danach je nach Belieben zubereiten. 

Einzige Schwierigkeit: Nopales gibt es in Deutschland nicht an jeder Ecke zu kaufen. Denn während das Gewächs in Mexiko in Hülle und Fülle sprießt und auf den Märkten feilgeboten wird, liegen die Kakteenblätter bei uns nicht selbstverständlich neben Gurken und Äpfeln im Supermarktregal. Der einfachste Weg bisher an die Blätter zu kommen, ist per Online-Handel im Glas. Wer damit liebäugelt den Kaktus vom Fensterbrett in Stücke zu schneiden, dem ist abzuraten. Nicht alle Kakteen sind essbar und auch von der Kaktusfeige sollten nur die jungen, grünen Triebe gegessen werden. 

Feigenkaktus-Salat

In Mexiko gehört der Nopales-Salat zur Traditionsküche. In Kombination mit Tomaten und Koriander verwandeln sich die Blätter in einen wunderbaren Sommersalat, der eine wunderbare Beilage beim Barbecue ist.

Einkaufsliste für den Kaktus-Salat (4 Portionen)

8 Kaktusblätter
2 Tomaten
1 Zwiebel
1 Bund Koriander
3 EL Olivenöl
4 EL Weißweinessig
Salz und Pfeffer

8 Maistortillas
Salsa verde

So geht's

Frische Blätter: Nachdem die Blätter wie oben beschrieben von den Stacheln befreit sind, werden sie in Würfel geschnitten und in einem Topf mit kaltem Wasser eingeweicht. Dort bleiben sie etwa 40 Minuten, bis das Wasser abgegossen werden kann. Aus dem Glas: Die Stücke abtropfen lassen und mit frischem Wasser abspülen. 

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Gesalzenes Wasser aufkochen lassen und die Kaktusstücke darin etwa 20 Minuten köcheln, abgießen und abtropfen lassen.

Die Zwiebel fein und den Koriander grob hacken, Tomaten würfeln und zum Kaktus geben. Aus Öl, Essig, Salz und Pfeffer das Dressing machen. Alles vermengen und etwa eine Stunde ziehen lassen.

Die Maistortillas in einer Pfanne kurz erwärmen und mit Salsa verde zum Salat reichen.

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