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Schatz in den Wänden Whisky aus der Prohibitionsära: New Yorker Paar findet beim Renovieren einen vergessenen Schmugglerschatz

Schmuggel-Whisky
Ein Haus voller Whisky: Die Flaschen überdauerten knapp 100 Jahre in ihrem Versteck.
© bootleggerbungalow (Screenshot Instagram)
Sie wollten renovieren und wurden zu Schatzgräbern: Ein Paar in den USA entdeckt in den Wänden des eigenen Hauses ein Whisky-Versteck. Die Flaschen stammen aus der Prohibitionszeit und sind das Erbe eines berüchtigten Schmugglers.

Nick Drummond und Patrick Bakker kannten die Geschichten, die erzählt wurden. Ihr Haus in der kleinen Stadt Ames, etwa drei Stunden von New York City entfernt, soll, so hieß es,  einst einem dubiosen Mann gehört haben, der in der Prohibitionszeit von sich reden machte. Eine nette Anekdote, aber nicht mehr, dachte das Paar - bis vor zwei Monaten. 

Adolph Humpfer war ein geheimnisvoller, skandalumwitterter deutscher Graf, eine Kleinstadtlegende mit zweifelhaftem Ansehen und stattlichem Vermögen. Humpfer soll in illegale Geschäfte verstrickt gewesen sein und sich als Schmuggler verdingt haben. 1915 baute er das Haus, in dem nun Drummond und Backker leben. Belege für die kriminellen Geschäfte Humpfers gab es keine - bis jetzt. Bei Renovierungsarbeiten stieß das Paar kürzlich auf des Schmugglers Schatz aus längst vergangenen Tagen - viele, viele Flaschen Schnaps.  

Vergessenes Whisky-Versteck

Drummond habe Fußleisten in dem Haus entfernt, als ihm ein mysteriöses Päckchen entgegenfiel. Er sei verwirrt gewesen, habe in den Hohlraum geblickt und Heu, Glas und Papier gesehen, ein weiteres Päckchen und eine Whiskyflasche gefunden, berichtet er "CNN". "Ich dachte: Heiliger Mist. Das sieht aus wie ein Whisky-Versteck", so Drummond. Er sollte recht behalten. In der Folge beförderte das Paar immer mehr uralten Whisky zu Tage, Schmuggelware versteckt in den Wänden und unter den Bodenbrettern. 

"Unsere Wände sind aus Alkohol gebaut", schreibt Drummond auf der Instagram-Seite, auf der das Paar das Abenteuer vom Suchen und Finden in dem einstigen Schmugglerhaus dokumentiert. "Ich kann nicht glauben, dass die Gerüchte wahr sind. Ich dachte, es handelt sich um eine nette Geschichte, aber der Mann, der unser Haus gebaut hat, war tatsächlich ein Schmuggler."

Wertvolle Schmuggelware

Insgesamt konnte das Paar bislang 66 Flaschen bergen, jede einzelne liebevoll in Seidenpapier gewickelt, mit Stroh geschützt und in Sechser-Pakete verschnürt. Sie alle stammen aus der Zeit, in der Alkohol in den Vereinigten Staaten verboten war und nur illegal produziert, eingeführt und ausgeschenkt werden durfte. Abgefüllt wurden die Flasche in den 1920er-Jahren.

Es handelt sich dabei um schottischen Whisky der Marke "Old Smuggler Gaelic Whisky". Die Spirituose wird noch heute hergestellt. Manche der Flaschen sind inzwischen leer, andere aber sind unversehrt geblieben. Der Wert der vollen Flaschen, die beinahe 100 Jahre in ihrem Versteck überdauerten, wird auf rund 800 Euro je Flasche geschätzt. Die leeren Flaschen sollen als Zeitdokument im Haus bleiben, die vollen Flaschen verkauft werden. Alle bis auf eine - denn natürlich will das Paar auf den kostbaren Fund auch gebührend anstoßen.

Quellen:  bootleggerbungalow,CNN

tpo

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