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Scharfer Genuss Veganes Rezept für Chili sin Carne – der Klassiker ganz ohne tierische Produkte

Veganes Rezept für Chili Sin Carne.
Scharf, würzig und herzhaft – so muss ein gutes Chili schmecken. Hier in der veganen Variante. 
© beats3 / Getty Images
In ein richtiges Chili gehört Fleisch? Nicht unbedingt. Die vegane Variante punktet mit einer schnellen Zubereitung und reichlich Geschmack. Zudem stecken in Chili sin Carne eine Menge wertvoller pflanzlicher Eiweiße, Vitamine und Mineralstoffe. Das Rezept.

Chili con Carne ­ist ein Klassiker der Tex-Mex-Küche. Scharf, herzhaft und würzig erfreut sich das Gericht großer Beliebtheit. Doch ein Chili muss nicht immer Fleisch enthalten. Die vegane Variante ist mittlerweile weit verbreitet. Zahlreiche Rezepte ersetzen das "Carne" (dt. Fleisch) mit Alternativen wie Soja, Seitan, Linsen oder Quinoa.

Richtig würzen

Der Schlüssel zum erfolgreichen Chili sin Carne (sin bedeutet übrigens "ohne" auf Spanisch) liegt in der richtigen Würzung. Paprika, Oregano, frischer Cayennepfeffer, Kreuzkümmel und Chilipulver verleihen dem Chili seinen charakteristischen Geschmack. Frische Zwiebeln und ordentlich Knoblauch machen das Gericht würzig und herzhaft. Die ganz Experimentierfreudigen unter uns ergänzen das Chili mit Zimt und Kakaopulver – die süßlich-herben Gewürze runden das Chili sin Carne geschmacklich ab und unterstreichen die Schärfe des Gerichts auf raffinierte Weise.

Mit einer feinen Würzung erlangen demnach auch Linsen, Soja und Co. die für das Chili so typische Geschmacksnote. Das Augenmerk liegt zudem natürlich auf einer angenehmen Schärfe, schließlich ist diese Hauptmerkmal des mexikanischen Kultgerichts. Ein gutes Chili sollte sämig sein, nicht zu flüssig und auch nicht zu fest – gerade so, dass eine schöne Scheibe Krustenbrot die Sauce aufnimmt. Für den gewissen Biss sorgen stückige Tomaten, kernige Linsen sowie Mais und Kidneybohnen.

Wohl doch nicht mexikanisch

Das Original – Chili con Carne – wird oftmals mit der mexikanischen Küche in Verbindung gebracht. In Mexiko wird das bei uns so beliebte Gericht jedoch kaum verzehrt – wenn überhaupt findet man es nur in touristischen Gegenden des Landes.

Die Herkunft des Chilis ist in jedem Fall umstritten. Während einige behaupten, der Eintopf sei als billige Massenverpflegung von der US Army für ihre Soldaten gekocht worden, sind andere davon überzeugt, der Eintopf wurde von den Indianern als Ersatz für das Trockenfleisch Pemmikan, das vor dem Verzehr mit verschiedenen Gewürzen zu einem dicklichen Eintopf gekocht wurde, entwickelt.

In jedem Fall ist das Gericht seit Anfang des 20. Jahrhunderts eines der beliebtesten Speisen in Texas. Durch die riesigen Rinderherden und den damit einhergehenden Überschuss an Fleisch war das Gericht günstig zu zubereiten, noch heute ist Chili Con Carne das texanische Nationalgericht. Vor allem die Gegend um San Antonio gilt als Zentrum der Chili-Kultur.

Schnelle Feierabendküche

Chili sin Carne ist das ideale Rezept für den Feierabend – es benötigt kaum frische Zutaten und ist schnell zusammengerührt, dann kocht es sich so gut wie von selbst. Nach maximal einer Stunde ist das Chili gar gekocht und die Gewürze haben ihr Aroma zum Vollsten entfaltet. Die Kochzeit eignet sich hervorragend, um die Küche auf Vordermann zu bringen – so kann man sich nach dem Genießen gleich auf die Couch verkrümeln.

Chili sin Carne ist nicht nur schnell gemacht, es ist zudem sehr unempfindlich, da es kein Fleisch enthält. Damit lässt sich das Gericht hervorragend transportieren und ist als Party-Eintopf bestens geeignet. So beeindrucken Sie nicht nur Ihre Gäste, sondern sparen sich noch jede Menge Vorbereitungsarbeit.

Zudem ist die pflanzliche Variante des Klassikers sehr nährstoffreich. Linsen und Kidneybohnen versorgen den Körper mit hochwertigem, pflanzlichem Eiweiß, sowie Vitaminen und Nährstoffen wie Eisen, Kalium und Magnesium. Zudem sind die Hülsenfrüchte reich an Ballaststoffen und Kohlenhydraten und tragen so zu einer langanhaltenden Sättigung bei. Nicht zuletzt regulieren sie die Verdauung. Übrigens: Kreuzkümmel trägt zur besseren Verträglichkeit der Hülsenfrüchte bei. Chili ist zudem entzündungshemmend und weist eine antibakterielle Wirkung auf – ein natürlicher Booster für das Immunsystem.

Rezept für ein veganes Chili sin Carne

Zutaten

  • 2 Gemüsezwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 500 g Kidneybohnen aus der Dose
  • 500 g braune Linsen aus der Dose
  • 900 g Mais aus der Dose
  • 800 g stückige Tomaten aus der Dose
  • 4 EL Tomatenmark
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 2 EL Paprikapulver Edelsüß
  • 1 TL Chilipulver
  • 1 TL getrocknete Chiliflocken
  • 2 EL Oregano
  • 1 TL Chilipulver
  • 2 TL Paprikapulver edelsüß
  • 2 TL grobes Salz
  • 1 TL Pfeffer
  • Öl zum Anbraten, z.B. Kokosöl
  • veganer Joghurt zum Servieren, z.B. Sojajoghurt
Scharfer Genuss: Veganes Rezept für Chili sin Carne – der Klassiker ganz ohne tierische Produkte

Zubereitung

  1. Die Zwiebeln und die Knoblauchzehen schälen und zerkleinern.
  2. Ein wenig Kokosöl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebeln und Knoblauchzehen darin anbraten.
  3. Das Tomatenmark hinzugeben und unterrühren. Dann die Gemüsebrühe sowie die gestückelten Tomaten hinzugeben.
  4. Den Mais, die Kidneybohnen und Linsen gut abtropfen lassen. Linsen waschen.
  5. Den abgetropften Mais, die Kidneybohnen und Linsen sowie die Gewürze, Salz und Pfeffer unterrühren.
  6. Bei mittlerer Hitze mit geschlossenem Deckel für circa 20 Minuten köcheln lassen. Zwischendurch immer wieder umrühren.
  7. Am Ende gegebenenfalls nochmals abschmecken.
  8. Auf Tellern anrichten und mit veganem Joghurt und Baguette servieren!

Tipp: Gut durchgezogen schmeckt das Chili sin Carne gleich doppelt so gut. Als Beilage eignen sich Baguette oder Bauernbrot, aber auch Reis, Kartoffeln oder – ganz traditionell – Tortillachips schmecken zum scharfen Eintopf hervorragend.  


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