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Restaurants in der Krise Tim Mälzer und andere Gastronomen appellieren an Politik: "Schaffen Sie uns eine Perspektive"

Sehen Sie im Video: Sechs spannende Fakten über Starkoch Tim Mälzer.


TV-Koch Tim Mälzer ist eines der bekanntesten Gesichter im deutschen Fernsehen.


Ob als Moderator auf Vox („Kitchen Impossible“)


oder als Restaurantbesitzer („Bullerei“),


der Sternekoch ist vielen Menschen bekannt.


Hier sind fünf Fakten über den „Küchenbullen“:


Der gebürtige Elmshorner beginnt seine Karriere als Koch in einem Hamburger Hotel
und will  Hoteldirektor  werden –


doch das Kochen wird zu seiner Leidenschaft.


Mälzer spricht 2007 im Disneyfilm "Ratatouille" die Rolle des deutschen Souschefs Horst.


2010 engagiert er sich als Botschafter bei der DGzRS, 


die sich für die Rettung Schiffbrüchiger im deutschen Seeraum einsetzt.
           
Als Gesicht der Erfolgsshow „Kitchen Impossible“


erhält er 2017 und 2018 den


Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Bestes Factual Entertainment.


2013 trennt sich Mälzer von seiner langjährigen Freundin Nina Heik.


Mit seiner jetzigen Freundin hat Mälzer drei gemeinsame Kinder. Sein Privatleben hält er seitdem


von der Öffentlichkeit fern. Er heiratet seine Lebensgefährtin im September 2018.


2006 erleidet Mälzer einen Burnout und zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück.


Doch nach erfolgreicher Therapie steht er einige Wochen später wieder vor dem TV-Herd


und ist seitdem aus dem Abendprogramm nicht mehr wegzudenken.
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Auch wenn die Restaurants nach und nach wieder öffnen dürfen, ist die Coronakrise für Deutschlands Gastronomie noch längst nicht ausgestanden. Tim Mälzer und andere Unternehmer stellen klare Forderungen an die Politik.

Am Dienstagabend sah man einen sprachlosen Tim Mälzer im Fernsehen. In der ZDF-Talkshow von Markus Lanz kämpfte der Koch angesichts der schwierigen Aussichten für die Gastronomie mit den Tränen und wollte sogar das TV-Studio verlassen. Jetzt gehen Mälzer und andere Gastronomen in die Offensive: Über Facebook haben sie sich mit einem Appell an die Politik gewandt.

Die Aktion, zu der sich Betreiber von Restaurants und Hotels aus ganz Deutschland zusammengeschlossen haben, steht unter dem Motto "Wir sind gekommen, um zu bleiben". In einem Video fordern sie von der Politik: "Bitte schaffen Sie uns jetzt eine Perspektive. Retten Sie Deutschland Gastronomie und Hotellerie und die vielen Menschen dahinter, die diese vielfältige Branche lebendig machen."

Gastronomen fordern Rettungsfonds in Coronakrise

Zwar dürfen Kneipen und Restaurants nach der Corona-Zwangspause wieder den Betrieb aufnehmen, allerdings nur unter strengen Auflagen. So muss ein Abstand von 1,5 Metern zwischen den Tischen gewahrt bleiben – dadurch kann weniger Umsatz generiert werden, während die Kosten bleiben. Der Branchenverband Dehoga geht davon aus, dass nur die Hälfte der üblichen Gäste bewirtet werden könne. Das bedeute für viele Restaurants den "sicheren Ruin", sagen die Gastronomen, und warnen vor einer "Pleitewelle".

Als Mittel dagegen fordern sie von den politischen Entscheidungsträgern "ein echtes Rettungspaket" mit Finanzhilfen und Steuernachlässen, die auch mittelfristig gelten sollen. Der Vorschlag der Initiatoren: Mit einem Gastro-Rettungsfond soll durch die Krise geschädigte Gastronomiebetrieben geholfen werden. Von den Problemen in der Branche seien nicht nur die 2,4 Millionen Menschen betroffen, die in den 220.000 Betrieben des Gastgewerbes in Deutschland arbeiteten, sondern auch zahlreiche Lieferanten.

Restaurants dürfen wieder öffnen

Das Video der Gastromen wurde über Facebook bereits tausende Male geteilt. Eine Online-Petition mit entsprechenden Forderungen hat bereits mehr als 100.000 Unterstützer. Am Freitag protestierten zudem in vielen Städten Restaurantbetreiber unter dem Motto "Wir geben den Löffel ab". Dabei stellten sie auf öffentlichen Plätzen leere Stühle auf und sammelten Kochlöffel, die an die Bundesregierung geschickt werden sollen.

Mecklenburg-Vorpommern erlaubt als erstes Bundesland ab Samstag wieder die Öffnung von Restaurants und Gaststätten, andere Länder ziehen in den darauffolgenden Tagen nach. Allerdings müssen sich die Betriebe an strenge Hygienemaßnahmen halten. Um der Branche zu helfen, hat das Bundeskabinett bereits beschlossen, dass die Mehrwertsteuer auf Speisen für ein Jahr von 19 auf 7 Prozent reduziert wird. Bundestag und Bundesrat müssen den Hilfen noch zustimmen. Die Regelung soll konkret vom 1. Juli an für ein Jahr gelten. Sie betrifft nur Speisen, keine Getränke.

Quellen:Tim Mälzer auf Facebook / Petition "Rettet Deutschlands Gastgewerbe" auf change.org / Aktion "Leere Stühle"

epp / mit dpa

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