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Tricks der Lebensmittelindustrie: Hiernach kaufen Sie nie wieder Schokopudding aus dem Discounter

Die Lebensmittelindustrie weiß genau, welche Tricks sie anwenden muss, um für wenig Geld das bestmöglichste Ergebnis zu erzielen. Schokopudding aus dem Discounter kostet beispielsweise nur 19 Cent – und das mit Sahnehäubchen! Wie kann das gehen? Das ZDF klärt auf.

Schokopudding

Viel Genuss für wenig Geld: Ist das überhaupt möglich? Das ZDF entlarvt die Tricks der Lebensmittelindustrie am Beispiel Schokopudding.

Schokoladenpudding mit dem Sahnehäubchen kennen wir alle, und das erstaunlichste dabei ist, egal welchen Becher wir kaufen, also von Netto, Penny, Aldi oder Lidl – der Schokopudding schmeckt immer gleich. Das ZDF untersucht in der Sendung bei WISOplus am Dienstag, wie es sein kann, dass der Pudding nur 19 Cent kostet und uns dabei auch noch schmeckt. Kann man für diesen Preis Genuss überhaupt erwarten?

Gemeinsam mit einem Produktentwickler will das ZDF entlarven, welche Zutaten man wirklich für den günstigen Schokopudding braucht. Das erste, was schon einmal nicht im Schokopudding verwendet wird, ist Schokolade. Klar, die würde den Pudding natürlich gleich sehr viel teurer machen. Aber wie wird der Pudding sonst zubereitet?

Mit einem mit Liebe zubereiteten Pudding, wie man ihn von Oma kennt, hat der Industriepudding natürlich wenig zu tun. Zumindest bei der Grundzutat ähneln sich die Puddings – Milch. Allerdings ist die beim Industrieprodukt entrahmt und enthält nur noch 0,5 Prozent Fett. "Wir nehmen nur die Wassermilch", so beschreibt es der Produktentwickler und erwähnt eine weitere Zutat, die in vielen Industrieprodukten nicht wegzudenken ist: Zucker. Pro Becher werden 30 g verwendet, das entspricht etwa 10 Stück Würfelzucker und ist alles andere als wenig.

Außerdem Pflanzenfett und Monoglyceride, das sind Speisefettsäuren. Die werden verwendet damit der Pudding schön glänzend wird. In Omas Pudding entsteht die Festigkeit des Puddings mithilfe von Speisestärke und Sahne. Die Industrie spart auch an dieser Stelle und verwendet Gelatine, die wird meist aus Schweineknochen gewonnen. Der Pudding ist damit keineswegs mehr für Vegetarier oder Muslime geeignet.

Wo bleibt die Schokolade im Schokopudding?

Wie schon erwähnt, nach Schokolade muss man im Industrie-Schokopudding gar nicht erst suchen. Denn die ist nicht drin, sondern Kakao. Aber auch der ist nicht billig, deshalb enthält das Industrieprodukt auch nie mehr als ein bis zwei Prozent des kostbaren Kakaos. Ein Prozent ist gesetzlich vorgeschrieben, entspricht aber nicht einmal einer Messerspitze Kakaopulver pro Becher. Der Geschmack nach Schokolade entsteht durch Aromen.

Und das Sahnehäubchen? Sahne und Stabilisator, die mit Gas versetzt werden, ergeben das i-Tüpfelchen auf dem Industrie-Schokopudding. Aus entrahmter Milch, viel Zucker, tierischer Gelatine, Aromen und Zusatzstoffen entsteht das Industrieprodukt, das sich Schokoladenpudding nennen darf. Discounter Lidl verwendet dabei nur das gesetzlich vorgeschriebene Mindestmaß an Kakaopulver: ein Prozent. Aldi (1,2%), Netto und Penny (jeweils 1,4%) investieren etwas mehr Kakao in ihre Schokopuddings.

Welche Tricks die Lebensmittelindustrie außerdem anwendet, können Sie am Dienstag, den 12.4 um 8 Uhr im ZDF sehen oder bereits vorab in der ZDF-Mediathek.

Denise bereitet gesundes Schokomousse zu


dsw
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.