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Wissenschaftler kennen die Antwort: Erst Wein, dann Bier - oder umgekehrt? Was das für den Kater danach bedeutet

Bier auf Wein, das lass sein? Was ist an der Redewendung dran? Das wollten Forscher der Universität Cambridge endlich klären - und ließen ihre Probanden sehr viel Alkohol trinken.

Erst Wein, dann BIer? Macht das einen Unterschied für den Kater?

Erst Wein, dann BIer? Macht das einen Unterschied für den Kater?

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Bier auf Wein, das lass' sein? Wein auf Bier, das rat' ich dir? Diese Redewendung haben die meisten wohl schon in ihrer Jugend gehört. Aber ist da eigentlich wirklich etwas dran?

Mit dieser Frage haben sich auch britische und deutsche Wissenschaftler beschäftigt. In einer klinischen Studie haben sie 90 Teilnehmer streng überwacht. Die Probanden tranken Bier und Wein in unterschiedlicher Reihenfolge. Die Wissenschaftler werteten daraufhin die Auswirkungen aus.

"Jeder kennt die Redewendung: 'Bier auf Wein, das lass sein; Wein auf Bier, das rat' ich dir", sagt Kai Hensel, Mitglied der medizinischen Fakultät an der Cambridge Universität, dem "Guardian". "Wir dachten, da muss etwas dahinter stecken, aber wie können wir es testen?"

Bier und Wein - alles für die Studie

Also tranken Freiwillige zwischen 19 und 40 Jahren Bier und Wein. Die Probanden wurden in drei Gruppen unterteilt - abhängig von ihrem Kalorienbedarf. Die erste Gruppe trank etwa einen Liter Bier und danach vier große Gläser Weißwein. Die zweite Gruppe trank das Gleiche, aber in anderer Reihenfolge. Die dritte Gruppe trank entweder Bier oder Wein, aber in der gleichen Alkoholkonzentration, wie die anderen Probanden.

Die Wissenschaftler beobachteten die Trinkenden und stellten Fragen, beispielsweise wie betrunken sie sich fühlten. Bevor sie sich zu Bett legen durften, bekam jeder der Probanden ein Glas Wasser, abhängig von deren Körpergewicht. Die Nacht wurde medizinisch überwacht, danach wurden die Teilnehmer nach ihrem Kater befragt. Der wurde nach Durst, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Bauchschmerzen, Herzrasen und Appetitlosigkeit bemessen. 

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Ramen und Miso-Suppen  Sie sind flüssig. Sie sind heiß. Sie liefern Aminosäuren, Vitamine und Mineralien. Japanische Ramen und Miso-Suppen sind nicht umsonst so beliebt in Japan und anderen asiatischen Ländern. Hauptgeschmacksträger sind Dashi, so wird der Fischsud genannt, und Miso, eine Sojabohnenpaste. Kleine Tofustücke oder dünne grüne Meeresalgen, die Wakame, schwimmen gerne in der Suppe. In Japan wird sie zum traditionellen Frühstück serviert, die Misosuppe mit Reis, die Ramen mit Nudeln, Schweinebauch und Ei. 

Ramen und Miso-Suppen

Sie sind flüssig. Sie sind heiß. Sie liefern Aminosäuren, Vitamine und Mineralien. Japanische Ramen und Miso-Suppen sind nicht umsonst so beliebt in Japan und anderen asiatischen Ländern. Hauptgeschmacksträger sind Dashi, so wird der Fischsud genannt, und Miso, eine Sojabohnenpaste. Kleine Tofustücke oder dünne grüne Meeresalgen, die Wakame, schwimmen gerne in der Suppe. In Japan wird sie zum traditionellen Frühstück serviert, die Misosuppe mit Reis, die Ramen mit Nudeln, Schweinebauch und Ei. 

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Und nochmal trinken ...

Eine Woche später durften die Teilnehmer noch einmal trinken. Dieses Mal in anderer Reihenfolge: Die Gruppe, die erst Bier dann Wein trank, bekam nun erst Wein dann Bier und andersherum. Die Trinkenden waren ziemlich verkatert, einer von zehn musste sich übergeben. Aber die Ergebnisse der Studie, die im "American Journal of Clinical Nutrition" veröffentlicht wurde, sind eindeutig. Egal wie rum: Die Reihenfolge der Getränke hat keinen Einfluss auf die Intensität des Katers.

Im Kern bedeutet das: Die Redewendung stimmt nicht. Die Wissenschaftler betonen zudem, dass in der Studie nur Bier mit Weißwein verglichen wurde. Rotwein und Spirituosen wurden nicht berücksichtigt. Was aber gilt: Wer zu viel Alkohol trinkt, der wird wahrscheinlich einen Kater haben.

Quellen: "Guardian", "The American Journal of Clinical Nutrition"

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