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Getränk aus Lateinamerika: Horchata: Ist das der neue Kaffee-Trend?

Sie ist süß, schmeckt nach Zimt und basiert auf Reis: die Horchata. Ein Getränk, das vor allem in Lateinamerika überaus beliebt ist. Mit einem Schuss Espresso avanciert der Drink gerade zum Kaffee-Trend.

Horchata: Schon mal probiert?

Horchata: Schon mal probiert?

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Wenn Kaffeespezialitäten bei den großen Kaffeeketten angeboten werden, weiß man, dass ein Trend im Mainstream gelandet ist. So war es beispielsweise mit dem Cold Brew, ein kalt aufgebrühter Kaffee, der den Eiskaffee mit Unmengen von Schlagsahne und einer Kugel Vanilleeis revolutionierte. Oder dem Espresso Tonic, den es seit einigen Jahren in vielen deutschen Cafés gibt: Tonic Water auf Eis mit einem Schuss Espresso.

Jetzt wittert man bereits den nächsten Kaffee-Trend. Zumindest die "New York Times" ist sich darüber relativ sicher – und in den US-Filialen von Starbucks wurde sie bereits angeboten: die Horchata. Mit oder ohne Koffein.

Horchata: Lateinamerikas liebstes Getränk

Dabei handelt es sich um eines der beliebtesten Getränke ganz Lateinamerikas: Ein süßer nach Zimt schmeckender Drink auf Reisbasis. Dafür wird Reis in Wasser eingeweicht, durch ein Sieb gegossen, mit Zucker gesüßt und mit Zimt abgeschmeckt. Klingt eigentlich ganz simpel, ist es auch.

Und der Drink kommt genau zur rechten Zeit. Denn immer mehr Menschen - auch in Deutschland - greifen weniger zur herkömmlichen Kuhmilch und bevorzugen Pflanzenmilch. Das liegt unter anderem daran, dass sich der Lifestyle der Menschen ändert. Immer mehr ernähren sich vegan oder vegetarisch oder legen bewusst wert darauf, weniger Tierprodukte wie etwa Kuhmilch zu konsumieren.

Wo Nachfrage ist, gibt es natürlich auch ein Angebot. Deshalb reicht die Range der Milchalternativen von Soja- über Mandel- bis hin zur Hafermilch. (Lesen Sie hier mehr dazu, ob Pflanzenmilch wirklich eine alternative zu Kuhmilch ist.)

Die Horchata also schlägt genau in diese Kerbe. Auf Eiswürfeln und mit einem Schuss Espresso könnte sie zu dem Sommer-Drink werden. Noch haben wir die Horchata nicht in deutschen Cafés gesichtet, wer sie aber probieren möchte, macht sie einfach selbst. 

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Die Langweilige: Filterkaffeemaschine

"Mal schnell einen Kaffee kochen", so etwas gab es vor der Erfindung der Filterkaffeemaschine eigentlich nicht. Als in den späten Fünfzigern zur Maschine dann noch der vakuumverpackte, gemahlene Kaffee in die Supermärkte kam, war die Automatisierung des Kaffeekochens nicht mehr aufzuhalten. Die Filterkaffeemaschine imitiert das schwallweise Aufbrühen des Kaffeemehls mit der Hand. Das Wasser gelangt in einen Durchlauferhitzer und wird auf 92 bis 94 Grad Celsius erhitzt. Durch den Druck der Dampfblasen schießt das heiße Wasser in einem Steigrohr hoch, das über der Filtertüte endet. Daher das Blubbern und Zischen beim Brühen.

Die Dauer des Brühvorgangs lässt sich bei manchen Maschinen regulieren. Jeder Hersteller pflegt dafür seine eigene fantasievolle Bezeichnung: Aromaschalter, Heißbrühsystem, Flavour-System und einige mehr. Wie sie auch heißen, sie regeln die Kontaktzeit von Wasser und Kaffeemehl. Ein sogenannter Aromaschalter mit den Einstellungen "Schwach", "Kräftig" und "Stark" reguliert die Durchflusszeit des Wassers. Je länger das Wasser die Aromastoffe aus dem Kaffeepulver herauslösen kann, desto stärker wird der Kaffee. Fließt der Kaffee in eine von unten beheizte Glaskanne, ist das empfindliche Aroma nach spätestens zehn Minuten ruiniert. Der Kaffee wird bitter. Systeme mit Thermoskannen halten nicht nur den Kaffee ohne zusätzliche Energie warm, sondern auch das Aroma sehr viel länger.


Geschmack:

Meist milder Kaffee mit feiner Säure.

Für wen geeignet:

Alle, die mehrere Tassen auf einmal benötigen und diese ohne großen Zeitaufwand zubereiten wollen. Was vor allem auch für die Reinigung der Maschine gilt.

Welcher Kaffee geeignet ist:

100%-Arabica-Sorten. Das Filterpapier und der Filterwinkel sind auf diese feine Kaffeesorte abgestimmt.

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Zutaten für Horchata (mit Espresso)

  • etwa 150 Gramm Langkornreis
  • 500 ml heißes Wasser
  • 1/2 – 1 Zimtstange
  • 500 ml kaltes Wasser
  • 40-50 g Vanillezucker 
  • eine Prise Salz
  • Zimt zum Garnieren
  • einen Schuss Espresso
  • Eiswürfel


Zubereitung:

Reis, heißes Wasser und Zimstange in einen Topf geben und über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag den Reis und die Flüssigkeit (ohne die Zimtstange) in einen Mixer geben und pürieren. Danach durch ein Sieb oder Mulltuch filtern. Kalt stellen. Danach mit Eiswürfeln und einem Schuss Espresso servieren.

Schreiben Sie uns, wie es Ihnen geschmeckt hat? Bitte an genuss@stern.de

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