HOME

Winzerin Juliane Eller: Das ist die Frau, die hinter dem Wein von Joko und Matthias Schweighöfer steht

Juliane Eller ist der Shootingstar unter den deutschen Winzerinnen. Sie ist jung, vermarktet sich über Social Media und macht dazu noch ehrliche, charakterstarke Weine. Kein Wunder, dass Joko und Matthias Schweighöfer auf diese Frau setzen.

Joko Winterscheidt (links) und Matthias Schweighöfer haben mit Winzerin Juliane Eller (Mitte) Wein gemacht.

Joko Winterscheidt (links) und Matthias Schweighöfer haben mit Winzerin Juliane Eller (Mitte) Wein gemacht.

Juliane Eller weiß, wie es geht. Als sie 2013 das Weingut ihrer Eltern übernimmt und den Fasswein-Betrieb in einen Flaschenwein-Betrieb umwandelt, ist sie gerade einmal 23 Jahre alt. Verändert hat sie alles. 

35 verschiedene Rebsorten im Rheinhessener Weinberg hat sie auf fünf reduziert, die Trauben wurden früher mit Maschinen geerntet, Juliane liest diese heute per Hand. "Es ist ein Handwerk. Meine Eltern haben mir eine unfassbar tolle Basis mitgegeben,um gleich loslegen zu können", sagt Eller im Gespräch mit dem stern. Sie arbeitet nach biologischen Richtlinien und gründet ihre eigene Weinlinie namens "Juwel Weine". Ihr Motto: "Wenn Trauben zu Juwelen werden". Eine Fläche von 20 Hektar bewirtschaftet sie, sie verwendet keine Herbizide und legt Wert auf natürliche Prozesse.

Auch im Keller hat sie aufgeräumt: Früher wurde der Wein in GFK-Tanks gefüllt, das sind glasfaserverstärkte Kunststofftanks. Heute stehen dort Edelstahltanks und Holzfässer. Zudem hat sie die Kühlung neu gemacht, weil sie auch auf Spontangärung setzt. Das bedeutet, dem Wein werden keine speziell gezüchteten Hefen zugesetzt. Die alkoholische Gärung entsteht allein durch natürlich im Weinberg und im Keller vorkommende Hefearten. Dieser Prozess ist nichts Neues: Es ist der natürliche mikrobiologische Vorgang, der vor allem bei jungen Winzerinnen und Winzern wieder en vogue ist.

Ein Trend, dem Juliane Eller nicht als Einzige folgt: Die junge Winzergeneration macht vieles anders als noch ihre Eltern. Sie haben heutzutage häufig studiert, legen Wert auf charakteristische Weine und Qualität – und sie vernetzen sich. Das hilft vor allem bei der Vermarktung. Am Ende geht es natürlich darum, wirtschaftlich zu sein. 

Juliane Eller: Akademikerin, Winzerin, Vermarktungstalent

Auch die Vertriebswege krempelt Juliane Eller komplett um. Ihre Eltern machen bereits seit 30 Jahren Wein, die meisten Abnehmer kamen einfach auf dem Weingut vorbei und kauften den meist süß und lieblich schmeckenden Wein. Eller setzt auf trockene und puristische Weine, das ist ihr Stil.

Anders als die ältere Generation hatte Eller die Möglichkeit, Weinbau und Önologie (Kellerwirtschaft) an der Universität in Geisenheim zu studieren. Das ist eine der wenigen Universitäten in Deutschland, die Winzer zu Akademikern ausbildet. Praktika sind während des Weinstudiums Pflicht. Die meisten von Julianes Kommilitonen sind dabei ins Ausland gegangen, Eller wollte sich aber in die Technik der deutschen Weine vertiefen. Es ging darum, das Meiste aus ihrem Studium mitzunehmen, um die Prozesse zu lernen, die sie später in ihrem eigenen Weingut umsetzen kann.

Juliane Eller produziert Riesling, Weißburgunder, Grauburgunder, Silvaner - alles Weißweine - und als Rotwein einen Spätburgunder. Mit 23 Jahren legte Eller los, das ist nun fünf Jahre her. Sie hatte keinen Fahrplan, hatte eine große finanzielle Last auf den Schultern und wusste auch nicht so genau, was sie da tat. Trotzdem biss sie sich durch. "Natürlich hatte ich schlaflose Nächte", gibt Juliane Eller zu. Heute verkauft sie um die 80.000 bis 100.000 Flaschen pro Jahr. Auf 20 Hektar klingt das relativ wenig. Das macht Juliane Eller bewusst. Sie schraubt die Erträge runter, um eine höhere Qualität zu erreichen. Leben kann sie davon gut.

Was man der Winzerin nicht nehmen kann, ist ihr Talent zum Marketing. Social Media wie Instagram verhalf Eller enorm zum Erfolg. Heute folgen ihr fast 10.000 Nutzer auf Instagram, auf Facebook sind es 4.000. 

Joko und Matthias Schweighöfer hatten Lust auf Wein

Vor zwei Jahren blieb es aber nicht bei der Juwel-Linie. Juliane Eller ist immer wieder auf der Suche nach neuen Vermarktungswegen. Vor allem wollte sie eine jüngere Zielgruppe erschließen. Warum sich also nicht ein bekanntes Gesicht suchen, um ihre Weine wiederum bekannter zu machen? Daher schrieb sie den Moderator und Schauspieler Joko Winterscheidt bei Facebook an, stellte sich vor und fragte ihn, ob er nicht Lust hätte, mit ihr Wein zu machen. 

Es dauerte nicht lange, da hatte Juliane Ellers Vater einen Herrn Winterscheidt am Apparat. "Es war tatsächlich Joko. So ging es los. Er sagte, er hätte noch einen guten Freund, der ebenfalls Weingenießer sei, Matthias Schweighöfer", sagt Juliane Eller. Menschlich habe es sofort gepasst. 2017 brachten sie ihren ersten Grauburgunder unter dem Label "III Freunde" heraus, gründeten eine eigene GmbH, in diesem Jahr folgte der Rosé.

"Ich dachte, ich bin die Winzerin, stelle den Jungs einfach ein Muster hin und sie werden es schon abnicken", erinnert sich Juliane Eller. Es kam aber alles ganz anders. Winterscheidt und Schweighöfer mischten sich ein, redeten mit, wollten eine andere Stilistik: mehr Frucht, mehr Schmelz, mehr Frische. "Am Ende kam ein Wein heraus, dem wir alle Drei unseren Input gegeben haben", sagt die Winzerin. Beide Weine sind gute Trinkweine, nicht zu kompliziert, saftig, frisch mit einer leichten Säure. "Er hat definitiv Trinkfluss", sagt Juliane Eller. Der Wein bedient seine junge Zielgruppe, für erfahrene Weintrinker hat er vermutlich zu wenig Tiefe. 

Natürlich sind Joko und Matthias Schweighöfer ein Türöffner für Juliane Ellers Weine. Aber auch für den deutschen Wein per se. Bis in die 80er Jahre hinein hatte der deutsche Wein einen schlechten Ruf. Vor allem die jungen Winzer haben auf das Image heute einen positiven Einfluss. 

Die "III Freunde"-Weine gibt es bereits für 8,90 Euro ab Weingut. Im Online-Handel gibt es beide jeweils für 9,90 Euro. Wer mehr will, sollte Ellers Weißburgunder probieren. Der ist filigran, elegant und puristisch - und der eigentlich Star unter den Weinen von Juliane Eller. 

Rätsel gelöst: Warum haben einige Weinflaschen eigentlich eine Delle am Boden?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.