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Ökotest prüft Orangensäfte: Was ist besser: Direktsaft oder Saft aus Konzentrat?

Orangensaft gehört zu jedem Frühstücksbuffet dazu. Aber wie gut ist O-Saft eigentlich – und sollte man lieber 100-prozentigen Saft oder Konzentrat kaufen?

Orangensaft

Um die Frage zu klären, ob bei Orangensaft Direktsaft besser als Saft aus Konzentrat ist, muss man sich die Herstellung ansehen.

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Leuchtend gelb fließt er in die Kehle der Verbraucher. Im Jahr 2017 haben die Deutschen durchschnittlich 7,5 Liter Orangensaft getrunken. Das geht aus einer Statistik des Verbandes der Deutschen Fruchtsaft-Industrie hervor. Grund genug also, sich Orangensaft mal etwas genauer anzusehen. Das hat "Ökostest" getan.

20 Orangensäfte haben die Ökotester ins Labor geschickt und sie auf Inhaltsstoffe und Geschmack prüfen lassen. Das Ergebnis? Wer nach Bio greift, trifft eine gute Wahl. Für zwei Bio- und einen Fairtrade-Orangensaft lautet das Testergebnis "Gut" unter den konventionellen Produkten schneiden sieben so schlecht ab, dass sie nur die Note "Mangelhaft" oder "Ungenügend" erreichen. Die schlechten Noten kamen vor allem dadurch zustande, dass Hinweise auf faire Produktion fehlen sowie auf Einwegverpackungen.

Der Orangensaft von Alnatura (2,49 Euro) und der von Voelkel (3,99 Euro) erhalten das Testergebnis "Gut". Durchgefallen ist der Granini-Saft (1,79 Euro) und der Gut & Günstig O-Saft von Edeka (0,95 Euro). Beide erhalten das Gesamturteil "Mangelhaft". Noch schlechter schneidet nur der Saft von Valensina (1,48 Euro) ab, den Vitamin-C-Zusatz beurteilen die Tester als überflüssig. Die meisten Produkte hätten bereits einen ziemlich hohen Vitamin-C-Gehalt.

Orangensaft: Direktsaft oder doch besser Konzentrat?

Die meisten Orangen für konventionellen Saft kommen aus Brasilien. Mexiko ist dagegen der größte Produzent von Bio-Orangensaft. Um die Frage zu klären, ob Direktsaft besser als Saft aus Konzentrat ist, muss man sich die Herstellung ansehen.

Es gibt zwei Verfahren: die direkte Pressung und die Wiederherstellung des Saftes aus Orangensaftkonzentrat. Das Auspressen erfolgt im Anbauland meist vollautomatisiert. Gefroren geht der Saft dann auf Reise nach Europa. Beim Konzentrat wiederum, wird der Saft erhitzt und auf das Fünf- bis Sechsfache seines Volumens eingedampft. Übrig bleibt das Konzentrat und Aromen, die eingefangen werden. Beide Komponenten werden gekühlt nach Europa geschickt. Dort wird das Konzentrat und die Aromen mit Wasser von Abfüllbetrieben aufbereitet und noch einmal pasteurisiert. Was es bringt? Das Konzentrat ist im Gegenzug zum Saft länger haltbar. Aber auch wirklich besser?

Ökotest sagt, nicht unbedingt. Direktsäfte sind zwar teurer, aber nicht unbedingt besser.

Hier können Sie den ganzen Test gegen eine Gebühr lesen!  

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